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15.05.2017, 06:50 Uhr | © 2017 Neue Westfälische - Gütersloh, Montag 15. Mai 2017 Übersicht | Drucken
Tigges der strahlende Sieger

15.05.2017.
Landtagswahl 2017: Der Wahlkreis Gütersloh wird vom CDU-Abgeordneten vertreten. Über ihren Listenplatz könnte auch die AfD-Kandidatin einziehen. Zitterpartie im Norden

Von Ludger Osterkamp


Familienmensch aus Avenwedde: Raphael Tigges erschien mit dem kompletten Anhang im Kreishaus: Yannick (v.l.), Alexander, Ehefrau Angela, Maximilian und Johanna werden ihren Vater und Ehemann bald häufig gen Düsseldorf verabschieden. Fotos: Jens Dünhölter

© 2017 Neue Westfälische - Gütersloh, Montag 15. Mai 2017 


Kreis Gütersloh. Als Raphael Tigges um 12.40 Uhr in seinem Wahllokal in der Grundschule Avenwedde-Bahnhof seinen Stimmezettel einwarf, vernahm er die deutliche Aufforderung seines Sohnes Alexander: "Papa, du musst gewinnen!" "Ja klar, deswegen sind wir doch hier", antwortete der Vater - und tat, wie ihm geheißen: Mit deutlichem Vorsprung vor SPD-Konkurrentin Susanne Kohlmeyer holte sich der Gütersloher CDU-Kandidat das Landtagsmandat für Düsseldorf.

Tigges holte acht Prozent mehr als Kohlmeyer - das sind Welten. Mit seinem persönliches Ergebnis bei den Erststimmen übertraf er zudem den Abstand bei den Zweitstimmen. Kein Wunder, dass der 43-Jährige gestern Abend von seinen Parteikollegen in der Wahllobby im Kreishaus mit "Raphael, Raphael"-Sprechchören" begrüßt und ausgiebig gefeiert wurde. Mehrere Minuten dauerten die Ovationen an. "Dieses Ergebnis ist sagenhaft", sagte Tigges. Mit einem solchen Rückenwind werde er sich mit aller Kraft in Düsseldorf für seinen Wahlkreis einsetzen. Dass es gut laufe, habe er schon beim Haustürwahlkampf gemerkt.

Kaum waren die Tigges-Ovationen abgeklungen, hob die Kulisse erneut an - nun erschien André Kuper, der zweite große CDU-Triumphator im Kreishaus. Der 56-jährige Rietberger, seit fünf Jahren im Landtag, schaffte es sogar, sein Stimmergebnis von 2012 zu verbessern. Er kam auf 55 Prozent Zustimmung und erreichte damit eines der besten CDU-Ergebnisse landesweit. In seiner Heimatstadt, wo er lange Bürgermeister war, schraubte er sein Ergebnis sogar auf phänomenale 69 Prozent. Dem 22-jährigen SPD-Kontrahent Jan Michael Goldberg blieben nur 23 Prozent.

Bis zum Schluss spannend blieb das Rennen im Wahlkreis 94 (Altkreis Halle plus Bielefeld-Dornberg und Jöllenbeck. Der SPD-Abgeordnete Georg Fortmeier und die CDU-Novizin Birgit Ernst lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende gaben nur wenige Stimmen den Ausschlag - zugunsten von Fortmeier. Die Auszählung des letzten von 103 Stimmbezirken hatte fast eine Stunde auf sich warten lassen.

Groß auch die Freude bei den Liberalen. Zwar zieht keiner ihrer drei Kandidaten in den Landtag ein - sie sind auf den Reservelisten zu weit hinten platziert -, jedoch genossen sie den Abend. "Wir haben unseren Beitrag zu diesem großartigen Erfolg der FDP geleistet. Ich freue mich, dass wir nun wieder auf dem Weg sind, eine bedeutende Rolle in der Politik zu spielen", sagte Kreis-FDP-Chef Hermann Ludewig.

Die Grünen leckten derweil ihre Wunden. "Das ist für uns ein ganz bitterer Abend", sagte die Gütersloher Kandidatin Wibke Brems. Dass die Grünen Stimmen verlieren, damit sei zu rechnen gewesen, in dieser Höhe jedoch sei deprimierend. Parteikollegin Birgit Niemann-Hollatz sprach von einem "Debakel". Am mangelnden Wahlkampfeinsatz vor Ort habe es nicht gelegen.

Für die Linke freute sich Kreis-Chefin Uschi Kappeler, die Linke habe im Vergleich zu den vorigen Landtagswahlen deutlich zugelegt. "Damit können wir zufrieden sein." Freilich blieb die Linke mit 3,7 Prozent im Kreis Gütersloh unter dem Landesergebnis.

Die AfD holte im Kreis knapp sechs Prozent der Stimmen und blieb damit ebenfalls hinter dem Landesergebnis zurück. Über die Düsseldorferin Uta Opelt, die im Wahlkreis Gütersloh kandidierte, ist es abhängig vom Endergebnis möglich, dass Kreis-AfD ein Landtagsmandat ergattert.
 
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aktualisiert von CDU-Harsewinkel, 15.05.2017, 06:54 Uhr

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