Antrag der CDU wegen Erweiterung der Schulzeiten in Sek1

05.08.2005

Die durch das neue Schulgesetz beschlossene Verkürzung der Schulzeit von der Grundschule bis zum Abitur von 13 auf 12 Jahre, die mit dem Schuljahr 2005/2006 beginnt, erfordert auch Maßnahmen des Schulträgers, die auch nicht unerhebliche finanzielle Konsequenzen haben.

Stadt Harsewinkel
An dieBürgermeisterin Fr. Amsbeck-Dopheide
An den betr. Fachbereichsleiter
Münsterstr. 14
33428 Harsewinkel

CDU Fraktions - Antrag

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin
Sehr geehrte Damen und Herren,

namens und im Auftrag der CDU-Fraktion stelle ich folgenden Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, kurzfristig mit den Schulen der Sek. I Kontakt aufzunehmen, um die Maßnahmen vorzubereiten, die sich für den Schulträger aus der Verkürzung der Schulzeit ergeben.

Begründung:
Die durch das neue Schulgesetz beschlossene Verkürzung der Schulzeit von der Grundschule bis zum Abitur von 13 auf 12 Jahre, die mit dem Schuljahr 2005/2006 beginnt, erfordert auch Maßnahmen des Schulträgers, die auch nicht unerhebliche finanzielle Konsequenzen haben.
Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Anlage.
Wir bitten dafür Sorge zu tragen, dass unser Antrag bereits auf der nächsten Sitzung des Schulausschusses beraten werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Berheide
CDU – Fraktionssprecher

1 Anlage

Konsequenzen für den Schulträger aus der Verkürzung der Schulzeit

Nach der z.Zt. gültigen Rechtslage ist von folgenden Wochenstundenzahlen für den Unterricht in der Sek. I auszugehen:

07. Jahrg. 32 WS 1 Nachm. à 2 Stunden à 4 x 28 = 112 Schüler

08. Jahrg. 32 WS 1 Nachm. à 2 Stunden à 4 x 28 = 112 Schüler

09. Jahrg. 32 WS 1 Nachm. à 2 Stunden à 4 x 28 = 112 Schüler

10. Jahrg. 34 WS 2 Nachm. à 2 Stunden à 8 x 28 = 224 Schüler

daraus folgt => à 20 x 28 = 560 Schüler

- Insgesamt haben 20 Klassen der Sek. I nachmittags je 2 WS Unterricht.

- Dabei kann es sich aus Gründen der Stundentafel und der Hallenkapazitäten nicht nur um Sportunterricht handeln.

- Für diese Nachmittagsstunden gibt es zwei denkbare Organisationsmodelle:
-- Es wird jeweils eine 7. Stunde ohne größere Pause an den Vormittagsunterricht angehängt (Unterricht bis 14.00 Uhr)
-- An 1 bis 2 Tagen werden zwei Nachmittagsstunden angesetzt.
(Bei mehr als 1 Stunde Nachmittagsunterricht ist eine Mittagspause von 60 Minuten zwingend vorgeschrieben.)

- Aus gesundheitlichen und pädagogischen Gründen scheint eine regelmäßige 7. Stunde ohne Mittagspause kaum vertretbar.

- Für die Aufteilung der Nachmittagsstunden auf die einzelnen Tage ergeben sich also bei optimaler Organisation für jede der drei großen Schulen der Sek. I folgende Zahlen:
-- Montag bis Donnerstag: täglich 5 Klassen = 140 Schüler
-- Montag bis Freitag: täglich 4 Klassen = 112 Schüler

- Für diese Schüler hat die Schule in der Mittagspause zumindest eine Aufsichtspflicht, wenn Eltern von Schülern, die in der Nähe wohnen, es nicht vorziehen, dass ihre Kinder die Mittagspause zu Hause verbringen.

- Dafür müssen entsprechende Räumlichkeiten bereit gestellt werden.

- Die ersten Maßnahmen müssen bereits im Haushaltsjahr 2007 finanziert werden, damit die Schüler des jetzigen 5. Jahrgangs, die dann im 7. Jahrgang sind, angemessen betreut werden können.

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