Sterbende und ihre Angehörigen begleiten – Hospizarbeit in Harsewinkel

CDU - Senioren Union

26.06.2013
Auf Einladung der CDU – Senioren Union informierte Frau Marie-Luise Ibrügger die Interessenten sehr umfassend über die Entstehung der Gruppe und die  Ansätze der Hospizarbeit. 
Seit 15 Jahren versehen 13 Damen und 2 Herren innerhalb der Hospizgruppe ehrenamtlich und unentgeltlich ihren Dienst am Menschen. Die speziell geschulten Personen kommen aus unterschiedlichen Berufen, Altersgruppen und Konfessionen. Als „Frau der Praxis“ streute sie bei dieser ernsthaften Thematik ab und an auch humorvolle Ereignisse der von ihr betreuten Menschen ein.




„Dem Sterben mehr Leben geben“ ist einer der Leitgedanken der Helferinnen. Hospiz bedeutet ein umfassendes Konzept der ganzheitlichen Sterbe- und auch Trauerbegleitung.  Die Begleitung sei Lebenshilfe bis zuletzt, da Sterben und Tod nun einmal Bestandteil des Lebens sind. Der Schwerpunkt der Begleitung liegt dabei im häuslichen Bereich – der Patient mit seiner konkreten Situation gibt den eingeschlagenen Weg vor. Gleichzeitig bezieht man Angehörige und Freunde in die Überlegungen mit ein. Auf Wunsch besucht und begleitet man die Schwerkranken zu Hause, im stationären Hospiz, im Heim oder im Krankenhaus. Helfen, begleiten, vor allem aktives zuhören und mitfühlen in schweren Situationen sowie denkbare Entlastungen sind die Schwerpunkte der Hospizarbeit. Bei der in einigen Fällen evtl. erforderlichen Palliativversorgung (auch ambulant) pflegt man eine enge Zusammenarbeit mit den Ärzten.

Frau De Byl, ebenfalls Aktive in der Hospizgruppe, legte einige Informationsschriften aus und unterstützte Frau Ibrügger  bei der anschließenden Diskussion – teilweise auch anhand praktischer Erlebnisse. Beide Damen wünschten sich, dass noch viel mehr Mitmenschen den Rat und die Hilfeleistungen der Hospizgruppe anfordern. Selbstverständlich unterliegt man auch der Schweigepflicht. Alle Hilfen erfolgen unabhängig von der jeweiligen Herkunft, Weltanschauung und Religion – der gesamte Dienst am Menschen ist kostenlos.

Weitere, insbesondere jüngere und auch männliche Mitarbeiter, sind herzlich willkommen zur Mitarbeit in der Harsewinkeler Hospizgruppe. In einer sechsmonatigen Schulung, darin enthalten auch ein einwöchiges Praktikum, vermittelt man das erforderliche spezielle Wissen. Die Neuen sollten bereit sein, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. Folglich ist die  psychische Stabilität eine weitere Voraussetzung für die Mitarbeit. Interessenten sprechen bitte die Gruppe an, die ihr Büro im Harsewinkeler St. Lucia – Krankenhaus unterhält.

Egon Möllenbrock
SU Schriftführer

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