Dr. Angelika Wensing
Dr. Angelika Wensing
19.11.2014 .
Die zweite Sitzung des SKS in der laufenden Legislaturperiode stand zu Beginn ganz im Zeichen von Jahresberichten aus der Schulsozialarbeiter, Büchereien, Ganztagsgrundschulen.
Außerdem standen die Kosten der Mittagsverpflegung an den Schulen und das Dauerthema Inklusion zur Beratung.

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Die Schulsozialarbeiter der Schulen unserer Stadt legten sehr klar strukturiert die Schwerpunkte ihrer Arbeit dar. Dabei mussten wir feststellen, dass Mobbing und Cybermobbing wieder einen breiten Raum in der Arbeit der Schulsozialarbeit einnehmen. Derzeit gibt es aber Überlegungen, durch die Ausbildung von Medienscouts und die stärkere Einbindung der Eltern Abhilfe zu schaffen.
Die frühen Erfahrungen, die Schülerinnen und Schüler mit der Schulsozialarbeit an den Grundschulen machen, führen dazu, dass sie sich als Jugendliche leichter von sich aus an diese Personen wenden. Das ist eine sehr positiv zu bewertende  Entwicklung.
Die CDU dankt den Sozialarbeitern an den Schulen und vor allem auch dem Übergangscoach Christiane Michael für die gute Arbeit.

Die Berichte der drei Büchereien in Harsewinkel, Marienfeld und Greffen waren durchweg positiv. Steigende Ausleihzahlen, steigende Besucherzahlen und eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen in allen Ortsteilen sind Beleg einer sehr engagierten Arbeit.
Die CDU dankt auch hier den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Büchereien, die in überwiegender Zahl ehrenamtlich arbeiten.

Der Jahresbericht der offenen Ganztagsgrundschulen belegte die große Vielfalt, mit der die VHS als Trägerin die Betreuung der Kinder am Nachmittag gestaltet.
Die von uns angestrebte komplette Hausaufgabenbetreuung vor allem auch für die Kinder, die zu Haus wegen Sprachschwierigkeiten keine Hilfe haben, konnte uns jedoch nicht zugesagt werden.
Die positive Entwicklung der Kinder mit Migrationshintergrund, die den Ganztag an der Grundschule besuchen, ist Beweis für die Richtigkeit dieser Maßnahme. Wünschenswert wäre eine noch zahlreichere Teilnahme der Kinder aus diesem Kreis. Die Schulleiter beraten die Eltern intensiv in diese Richtung, stoßen jedoch oft auf Ablehnung.

Passend dazu ging es im nächsten TOP um die Erhöhung der Teilnahmegebühren für den Ganztag nach 7 Jahren um 5€ pro Kind im Monat.
Diese Erhöhung ist auf Grund gestiegener Personalkosten absolut nachvollziehbar und wird von uns als Basis einer weiterhin erfolgreichen Arbeit der VHS befürwortet.
Die von Herrn Hemkemeyer (SPD) ins Spiel gebrachten Wechselambitionen zu einem anderen Träger, um Kosten einzusparen, erscheinen uns vor dem Hintergrund damit verbundener qualitativer Abstriche nicht erstrebenswert.
Ein schlechter gelegtes Fundament im Grundschulalter bringt uns im Jugendalter größere Probleme, die wir dann wiederum durch teure Maßnahmen beheben müssen. Diese Rechnung geht nicht auf.
Einen Hang zur Verschwendung konnten wir im Bereich der OGGS nicht erkennen.

Dass Qualität ihren Preis hat und dieser hin und wieder auch mal angepasst werden muss, stand auch in puncto Mensaessen zur Debatte. Um 20ct pro Mahlzeit möchte der Wertkreis das Schulessen verteuern, was nach einer Preisstabilität seit 2008 und gestiegenen Kosten in dieser Zeit nicht wirklich unerwartet kommt.
Spannend war lediglich die Frage, ob wir diese Steigerung als Stadt tragen oder sie den Eltern aufs Auge drücken.
Da die Schüler der Jahrgänge 5 und 6 der Gesamtschule und des Gymnasiums per Schulbeschluss kollektiv die Mittagspause in der Mensa verbringen, sind sie zahlenmäßig die Hauptnutzer selbiger. Uns war es wichtig, dass dann niemand aus Kostengründen mit dem Butterbrot daneben sitzt, statt mit warmem Essen eine gute Grundlage für den Rest des Tages zu legen.
Essen ist immer Geschmackssache. Ein qualitativ hochwertiges Essen aus hochwertigen Zutaten sollten wir jedoch nicht wegen 20ct in Frage stellen. In Harsewinkel leisten wir uns viel, was man nicht unbedingt braucht, aber doch ganz gern hat. Für uns als CDU gehört ein gesundes preiswertes Schulessen dazu, wenn es schon sein muss, dass die Kinder bis fast vier Uhr in der Schule sitzen.
UWG und SPD konnten sich leider nicht zu einer klaren Zustimmung in diesem Punkt durchringen.

Zum wiederholten Male stand die Inklusion auf der Tagesordnung des SKS. Leider war es auch in diesem Fall wieder eine absolute Fehlentscheidung der Rot/Grünen Landesregierung, die uns die Haare zu Berge stehen ließ. Mit immer neuen Beschlüssen (in diesem Fall mit der Heraufsetzung der Mindestschülerzahlen an Förderschulen) wird die Wahlfreiheit der Eltern von Kindern mit Förderbedarf dem „hohen Gut“ parteipolitischer Ideologien geopfert.
Glücklicherweise hat der Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) diese Entwicklung rechtzeitig zum Anlass genommen, ein kreisweites Bündnis zum Erhalt von Förderschulen zu schmieden.
Wir hoffen, dass es ihm gelingt, auf diesem Wege möglichst viele Förderschulplätze zu erhalten.

Dr. Angelika Wensing
Vorsitzende Schul-, Sport- und Kulturausschuss

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