Stellungnahme der CDU-Fraktion zum geplanten Sonnenschutz am Heimathof

Mehrheit aus CDU, SPD und Grünen hat zugestimmt.

Dr. Angelika Wensing
Dr. Angelika Wensing
Die CDU-Fraktion hat in der Ratssitzung vom 06.09.2021 der Anschaffung von zwei flexiblen Sonnenschutzschirmen und den damit verbundenen Mehrkosten von 108.995,69€ mit den Durchmessern von 16 und 24 Metern für den neu zu gestaltenden Heimathof zugestimmt.

Warum haben wir uns dazu entschieden und wie kam es dazu?

Am 27.9.2018 regte der Ortsheimatpfleger von Harsewinkel, Karl-Heinz Toppmöller an, den Heimathof aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und ihn unter Nutzung von Fördermitteln des Landes NRW zu einem modernen Platz für Veranstaltungen umzugestalten. Ein Förderprogramm sollte 80% der Kosten absichern.

Diesem Ansinnen stimmten alle Fraktionen des damaligen Rates einstimmig zu. Es begann ein Prozess, in dem Planungen entwickelt, mit Politik und Vereinen besprochen, wieder verändert und erneut mit allen Interessierten besprochen wurden. Am Ende dieser Beratungen wurde ein Förderantrag beim Land NRW gestellt, der auch Kosten für die Beschattung des Platzes mittels mobiler Sonnenschutzanlagen zum Preis von 110.000 Euro enthalten waren.

Die Förderung wurde seitens des Landes zugesagt und das sogar zu 100%.

Allerdings wurde die Planung für den Sonnenschutz nach dem Förderbescheid nochmal geändert und entspricht so nicht mehr dem Antrag. Die dadurch entstehenden Mehrkosten in Höhe von 110.000€ für den Sonnenschutz sowie 30.000€ für Tiefbauarbeiten sind nun von der Stadt zu tragen.

So bekommen wir einen optisch ansprechenden und multifunktional nutzbaren Heimathof. Hier entsteht ein Areal für Outdoor-Veranstaltungen verschiedenster Art. Und für diese Veranstaltungen brauchen wir die Möglichkeit der Beschattung und einen Schutz vor kleineren Regenereignissen.

Als Ersatz für die leider unvermeidlichen Baumfällungen werden wie beschlossen große neue Bäume gepflanzt. Das ist ökologisch notwendig und für die Optik des Platzes wunderbar, eine Beschattung erreichen wir damit jedoch nur in den Randbereichen.

Für die zentralen Areale brauchen wir einen zusätzlichen Schutz. Die jetzt beschlossene Variante bietet diesen Schutz optisch ansprechend, mit maximaler Flexibilität und ist darüber hinaus multifunktional einsetzbar. Wir können den Sonnenschutz in Greffen, Marienfeld und Harsewinkel, im Freibad auf dem Dorfplatz oder auch auf dem Klosterhof mit eigener Manpower des Bauhofs aufbauen.

Corona hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, mit Veranstaltungen ins Freie gehen zu können, weil zum Beispiel in Innenräumen Schulentlassungsfeiern oder Einschulungen ohne wichtige Familienangehörige und Konzerte oder Theateraufführungen mit stark reduzierten Zuschauerzahlen stattfinden müssen.

Diese und andere Ideen werden diesen Platz beleben. Damit all dies auf dem neu entstehenden Kleinod wachsen kann, durften und wollten wir uns beim Thema Sonnenschutz nicht verweigern.

Es ist schade, dass die FDP mit reißerischen Posts in sozialen Netzwerken die Atmosphäre so aufgeheizt hat. Und es ist schade, dass die Bürgermeisterin den Förderantrag für diesen neuen Platz des öffentlichen Lebens zwar selbst unterschrieben hat (auch im Bewusstsein einer 80% Förderung dafür war), ihre Verwaltung viel Arbeit und Zeit in dieses Projekt investieren lässt und am Ende sagt, es sei eigentlich nur ein Parkplatz. Diese Aussage ist im Ernstfall förderschädlich und wurde auf unsere Bitte hin in der Ratssitzung auch relativiert.

Eine Mehrheit aus CDU, SPD und Grünen hat den Mehrkosten zugestimmt. Mit ihnen allen und vielen beteiligten Vereinen freuen wir uns nun auf das, was dort entsteht.

Dr. Angelika Wensing
Fraktionssprecherin  


Darstellung des Sonnenschutzes mit 16m Durchmesser.



Darstellung des Sonnenschutzes mit 24m Durchmesser.



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