Peter Thüte
Peter Thüte
21.09.2006
Bericht aus der Sitzung zu den Themen:
- Bericht über die Kooperation Wasserwirtschaft und Landwirtschaft in der Stadt Harsewinkel
- Gewässergütebestimmung 2006
- Altdeponie „Brinke“ (Grundwasser/Deponiegas)
- Altlastenmonitoring „Max-Plank-Straße“ (Grundwasser)
- Durchforstung an der Bielefelder Straße

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Bericht über die Kooperation Wasserwirtschaft und Landwirtschaft in der Stadt Harsewinkel

Die Mitglieder des Umweltausschusses hörten einen positiven Bericht der Beraterin Frau Monika Drücker zur Kooperation zwischen Wasser- und Landwirtschaft.
Derzeit gehören 125 Mitglieder, davon 70 LW im Haupterwerb und 55 LW im Nebenerwerb dieser
Vereinigung an. Es werden 4.600ha bewirtschaftet ( davon liegen auf Stadtgebiet 3.400 ha -87%- )
Weiterhin liegen 250 ha im Wasserschutzgebiet. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 37 ha.
Anbauverhältnis:
89% Ackerbau
11% Grünland
davon 46% Getreide
34% Mais
7% Brache
6% Hackfrüchte
6% Feldgras 1% Gemüse

Durch den Verzicht auf intensive Düngung sei die Nitratbelastung der Böden auf durchschnittlich
50 kg Nitrat pro Hektar zurückgegangen. Beim Mais liege der Wert zwar noch bei 59, beim Getreide
bei 40 und bei extensivierten Flächen nur noch bei 5Kg Nitrat pro Hektar.
Diese Messergebnisse der Böden haben direkte Auswirkungen auf die Förderung unseres
Trinkwassers, sodass alle Harsewinkler Brunnen unter dem Limit, und zwar zwischen 10 und 45 mg/l liegen. Drei Viertel der Brunnen weisen sogar einen Nitratwert von unter 30 mg/l auf.
Uferrandstreifen im Kreis Gütersloh 2006
Frau Monika Drücker erklärte,
dass im Kreis Gütersloh 70 Antragsteller 132 ha Uferrandstreifen nicht bewirtschaften davon in Harsewinkel 37 Antragsteller (53%) 83 ha Uferrandstreifen (63%) Neuanträge waren in 2006 nicht möglich.

In der Vergangenheit gab es 818 EUR / ha ; zukünftig liegt der neue Wert bei 450 – 500 EUR / ha.
Die Kooperation beteiligt sich mit 150 EUR / ha auch an Stilllegungsflächen.

Gewässergütebestimmung 2006

Die OWL Umweltanalytik GmbH aus Leopoldshöhe hat für das Jahr 2006 die biologische Untersuchung der Gewässergüte aller im Stadtgebiet der Stadt Harsewinkel fließenden Gewässer durchgeführt.
Aus der Versammlung wurde beanstandet, dass alle Proben im heißen Sommermonat Juni 19.6. bis 30.6.2006 genommen wurden. Auffällig in dem Bericht sind die Pos 1 ( Ems an der Neumühlenstraße – gestautes Fließgewässer -) und die Pos 13 (Lutter nach dem Zulauf der Kläranlage Obere Lutter in Gütersloh).
Hier wurde die Einstufung II-III vorgenommen, sonst durchgängig die Stufe II.

Herr Müller-Knittel wurde seitens der CDU-Fraktion aufgefordert, herauszufinden, ob die Vorgabewerte für die Einleitung ( Indirekteinleitung ) im Bereich Bielefeld und Gütersloh unterschiedlich bewertet wurden/werden. Herr Müller-Knittel fügt dem Protokoll dieser Sitzung die Werte bei.
In der Tischvorlage ( Schreiben des StAfUuA – OWL Aktz.: 52.2-105.35 ) ist zu lesen, dass nach einer geeigneten Technologie zur besseren Vorbehandlung dieses Abwassers weiterhin gesucht wird. ( Die Werte des Anhangs 27 werden von der Firma Zimmermann mit ausreichend Sicherheitsspielraum aber eingehalten. )
Hier ist möglicherweise Handlungsbedarf für unsere Kreistagspolitiker!?


Altdeponie „Brinke“ (Grundwasser/Deponiegas)
Altlastenmonitoring „ Max-Plank-Straße“ (Grundwasser)

Die Messdaten wurden zur Kenntnis genommen und waren nicht auffällig.

Durchforstung an der Bielefelder Straße

Herr Jürgen Cassens von der CDU-Fraktion nahm des Schreiben des Forstamtes nochmals zum Anlass hier Kritik zu äußern:
Zitat Forstamt: "Kritik an Maßnahmen dieser Art stellt sich gelegentlich durch einzelne Bürger ein und zeugt im Allgemeinen von wenig Sachkenntnis."
Zum Sachverhalt:
Die Art und Weise, wie aufgeforstet wurde wird kritisiert! Mit dem Vollernter ( Prozessor ) war es hier keine gute Lösung!
Welche Kosten hat die Stadt nachträglich noch gehabt?
War nur die Landesstraße L806 freizuschneiden, oder der ganze Busch abzuholzen ?
Hätte man dann die L806 sperren müssen ?
Ist der Bauhof in der Lage, diese Arbeiten durchzuführen?

Verschiedenes

An den Wirtschaftswegen wurden im Frühjahr ca. 300 Birkengehölze gesetzt. Diese sind fast zu 100% eingegangen durch Trockenheit und Frosteinwirkung.
Herr Müller-Knittel erklärte, dass er die Zusage habe, dass alle Bäume ersetzt werden.

Peter Thüte
CDU Sprecher im Ausschuss

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