Schul-, Kultur- und Sportausschuss

Albert Deittert
Albert Deittert
29.11.2006
Bericht aus der Sitzung zu den Themen:
- Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder
- Kindergartensituation im Stadtgebiet
- Planung & Ausbaus der Ganztagshauptschule

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Eine wichtigen Stellenwert in der Schulausschusssitzung vom 28.11.06 nahm die Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder ein. Die Sitzung begann mit einer Besichtigung in der Astrid-Lindgren-Schule. Dort konnten sich die Politiker überzeugen, dass aus ehemals düsteren Kelleräumen inzwischen ein hervorragend ausgestatteter Raumkomplex geworden ist, der optimale Vorraussetzungen für eine effektive pädagogische Arbeit in der offenen Ganztagsschule bietet. Die Ausführungen der anwesenden Fachkräfte und die vorgelegten Unterlagen zeigten den Politikern, dass hier eine Arbeit geleistet wird, auf die wir alle stolz sein können.

In der anschließenden Sitzung im Rathaus ging es dann um den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den drei anderen Grundschulen. Die Verwaltung hatte in einer Befragung erhoben, welche Eltern Bedarf für eine Nachmittagsbetreuung haben. Für Greffen wurde dabei deutlich, dass am ehesten eine Betreuung nach dem Modell „13 Plus“ geeignet ist. Alle Fraktionen favorisierten dieses Modell, mit dem man bereits an anderen Schulen gute Erfahrungen gemacht hat. Die Verwaltung bat jedoch darum, noch keinen entsprechenden Beschluss zu fassen, weil man erst noch mit den betroffenen Eltern gezielt sprechen wolle, damit man belastbarere Zahlen erhalte.

Für die Löwenzahnschule und die Marienschule bietet sich nach den ermittelten Zahlen am ehesten die offene Ganztagsschule an, auch wenn die ermittelten Zahlen in beiden Fällen noch knapp unter der kritischen Grenzen liegen, die einen Anspruch auf Förderung der baulichen Investitionen durch das Land ergeben. Die CDU-Vertreter betonten, man sei ein wenig stolz darauf, dass man sich schon vor längerer Zeit für die offene Ganztagsschule stark gemacht habe, als die Gesamtpartei dieses Konzept noch sehr kritisch sah. Die sehr positiven Erfahrungen mit der offenen Ganztagsschule an der Kardinal-von-Galen-Schule und an der Astrid-Lindgren-Schule hätten eindeutig bestätigt, dass die damalige Entscheidung richtig gewesen sei.
Wegen dieser positiven Erfahrungen traten alle Fraktionen dafür ein, auch für die Löwenzahnschule und die Marienschule diese Einrichtung vorzusehen. Es besteht überdies Handlungsdruck, weil in Zukunft der Zuschuss von 90 % zu den Investitionen für die offene Ganztagsschule nicht mehr bewilligt werden wird.
Da die ermittelten Bedarfszahlen noch knapp unterhalb der kritischen Grenze liegen, sprach sich die CDU dafür aus, den Beschluss zur Einführung der offenen Ganztagsschule mit der Auflage zu verbinden, dass keine kostenwirksame Aufträge erteilt werden dürften, bevor sicher sei, dass der Landeszuschuss tatsächlich zur Verfügung stehe. Das hätte bedeutet, dass man bis zu einem halben Jahr mit einem Provisorium leben müsste. Den Schulvertretern und vielen Politikern schien es jedoch kaum möglich, mit einem Provisorium eine Angebot zu gestalten, dass für viele Eltern und Schüler attraktiv ist. Die CDU-Fraktion stellte daher ihre Bedenken zurück, so dass der Schulausschuss dem Rat einstimmig empfahl, die offene Ganztagsschule an Löwenzahnschule und Marienschule zum kommenden Schuljahr einzuführen. Auf Vorschlag der CDU wurde zudem der Verwaltung der Auftrag erteilt, zusammen mit den betroffenen Schulen geeignete Informations- Werbeaktion zu organisieren, zu dem insbesondere auch Besuchsmöglichkeiten für Schüler und Eltern in den bestehenden offenen Ganztagsschule gehören sollten.

Ein weitere wichtiger Tagesordnungspunkt war die Kindergartensituation im Stadtgebiet
Die umfangreiche und detaillierte Statistik, die von der Verwaltung vorgelegt worden war, zeigt, dass in Harsewinkel und Marienfeld in den nächsten Jahren keine größeren Kapazitätsprobleme zu erwarten sind. Anders sieht es allerdings in Greffen aus. Dort müssen wir spätestens im übernächsten Jahr mit ernsthaften Schwierigkeiten rechnen. Politik und Verwaltung waren sich einig, dass dort dringender Handlungsbedarf besteht. Alle Fraktionen wiesen darauf hin und die UWG hatte auch schon einen konkreten Antrag vorbereitet. Da die Vorüberlegungen der Verwaltung bereits so weit gediehen sind, dass man kurzfristig Räumlichkeiten für eine weitere Gruppe zur Verfügung hätte, waren keine entsprechenden Beschlüsse notwendig. Die Stadt kann bei Bedarf also sehr schnell handeln. Anders sieht es jedoch bei Kreis und Land aus. Dort würde es sicher Verzögerungen geben, denn von dort müsste ja auch der größte Teil der finanziellen Mittel aufgebracht werden. Frau Lohmeier als zuständige Vertreterin des Kreises versicherte jedoch, dass man in enger Abstimmung mit allen Beteiligten (Eltern, Kindergärten, Stadt) sehr schnell angemessene Zwischenlösungen realisieren könne.

Ein dritter interessanter Tagesordnungspunkt war die Planung des Ausbaus der Hauptschule als Ganztagsschule. Herr Hecker als Schulleiter und Herr Pawel als Planer stellten die bisherigen Überlegungen vor, die weitgehend bereits mit der Bezirksregierung abgestimmt waren. Erschrocken waren die Ausschussmitglieder zunächst darüber, dass die Kostenschätzungen inzwischen fast das Dreifache der ursprünglich angedachten Summe erreicht haben. Dafür wird aber auch etwas geboten. Wenn die Pläne so umgesetzt werden, erhalten wir eine Einrichtung, die optimale Voraussetzungen für eine gelungene Ganztagsschule bietet, in der die Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Anlagen und Neigungen bestens gefördert werden können. Auch dies Investitionen werden zum größten Teil vom Land getragen. Deshalb empfahl der Ausschuss auch hier dem Rat einstimmig, einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

Albert Deittert
CDU Sprecher im Ausschuss

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