Dr. Günther Claas erhielt das Bundesverdienstkreuz

Hohe Ehrung: Im Namen des Bundespräsidenten überreichte Landrat Sven-Georg Adenauer (rechts) Dr. Günther Claas gestern im Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide. FOTO: R. ZELENK
Hohe Ehrung: Im Namen des Bundespräsidenten überreichte Landrat Sven-Georg Adenauer (rechts) Dr. Günther Claas gestern im Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide. FOTO: R. ZELENK
14.03.2007

Die Neue Westfälische berichtet:

„Macher und Mäzen“
Dr. Günther Claas erhielt gestern Abend das Bundesverdienstkreuz am Bande

VON RICHARD ZELENKA

Harsewinkel. Dr. Günther Claas ein Gutmensch, wie er Buche steht: Von allen, die ihn kennen, wird er als fairer und sachlicher Partner geschätzt, sein Einsatz für die Allgemeinheit ist vorbildlich. Gestern Abend wurden die Verdienste des 75-Jährigen für das Gemeinwohl öffentlich gewürdigt. Im Rahmen einer Feierstunde erhielt der Hauptgesellschafter der Firma Claas aus der Hand von Landrat Sven-Georg Adenauer das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Viele waren ins Rathaus gekommen, um die hohe Ehrung mitzuerleben: Mitglieder der Familie Claas, unter ihnen Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Helmut Claas und seine Tochter Cathrina, Vertreter der Vereinswelt, der Kirchen, Repräsentanten aus Rat und Verwaltung sowie Freunde und Nachbarn.

Einmal stand nicht der Mähdrescher im Blickpunkt, sondern das ehrenamtliche Wirken von Günther Claas. Er habe im sozialen und kulturellen Bereich sowie in der Kommunalpolitik im wahrsten Sinne des Wortes „geackert“, sagte Adenauer in seiner Laudatio. Und: „Er ist ein ganz Sozialer, der sich solidarisch einsetzt für Schwächere und Benachteiligte, für Kinder und Alternde. Er unterstützt ideell und monetär und handelt nach dem Leitsatz: Das Mögliche tun“. Günther Claas sei ein „Macher und Mäzen“, der vor Ort Verantwortung übernähme und Dinge in Gang setze.

Die ruhige und ausgeglichene Art von Günther Claas kommt gut an. So war es in der Zeit, als er sich auf dem kommunalpolitischen Gebiet engagierte, so war es aber auch in allen ehrenamtlichen Ämtern, die er bekleidete. 1979 wurde er für die CDU in den Harsewinkeler Rat gewählt, dem er bis 1984 angehörte. Darüber hinaus war er von 1969 bis 1972 Mitglied des Warendorfer Kreistages.

Ein großes Herzensanliegen für Günther Claas was das Wachsen und Gedeihen des Deutschen Roten Kreuzes in seiner Heimatstadt. Von 1978 bis 1999 war er erster Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, dessen Ehrenmitglied er 2001 wurde. In dieser Zeit initiierte, betreute und finanzierte er auch teilweise zahlreiche Projekte – so den Bau von zwei Kindertagesstätten, den Kauf von Funkgeräten für den Krankentransport und die erfolgreichen Blutspendenaktionen. Einen Einschnitt in den Annalen des DRK stellt das Jahr 1982 dar, als Günther Claas maßgeblich den Umbau eines ehemaligen Krankenhauswirtschaftsgebäudes zum DRK-Zentrum initiierte, wo seitdem die Seniorenbegegnungsstätte, eine Kleiderkammer sowie Räumlichkeiten für die DRK-Jugend untergebracht sind.

Günther Claas ist aber auch ein großer Liebhaber und Förderer der schönen Künste. Wenn in der St.-Paulus-Pfarrkirche bei der Sonntagsmesse und während der regelmäßigen Konzerte die neue Muhleisen-Orgel erklingt, dann ist das vor allem der Verdienst des 75-jährigen Unternehmers. Den Kauf des wertvollen Instrumentes ermöglichte Claas mit einer großzügigen Spende von 800.000 Euro. Und auch der Männerchor hat in ihm einen unermüdlichen Förderer – nur mit seiner finanziellen Hilfe konnten größere Konzerte mit Orchesterbegleitung organisiert werden. Zum Dank wurde wurde Günther Claas 1990 zum Ehrenmitglied ernannt.

Nicht nur in seiner Heimat Harsewinkel, auch im benachbarten Niedersachsen schätzt man das Wirken Günther Claas’. In Bohmte, wo er das Gut Arenshorst erbte, beteiligt er sich an der Pfarrstellenbesoldung und unterstützt die bauliche Unterhaltung der auf seinem Gut liegenden Kirchen. Ein wichtiges Anliegen ist ihm dort auch die Förderung der Kultur im ländlichen Raum.

„Die sozialen Aufgaben waren für mich stets ein Herzensanliegen. Ich war immer froh, wenn ich dort helfen konnte, wo meine Hilfe benötigt wurde“, sagte der frisch gebackene Ordensträger bescheiden.

© 2007 Neue Westfälische
Gütersloher Zeitung, Donnerstag 15. März 2007



Inhaltsverzeichnis
Nach oben