Hermann Menden
Hermann Menden
19.04.2007
Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Don-Bosco-Schule in Harsewinkel, wenden sich mit Fragen an den Stadtverbandsvorsitzenden Hermann Menden.

Hier die Antworten.

Liebe Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Don-Bosco-Schule in Harsewinkel,

herzlichen Dank für Euer Schreiben vom 27. März 2007. Wir freuen uns sehr darüber, dass Ihr Euch zurzeit im Rahmen Eures Unterrichtes mit politischen Fragen beschäftigt, die von großer Bedeutung für Euer zukünftiges Leben sein können.

Gerne wollen wir deshalb versuchen, auf die von Euch gestellten Fragen nachstehend die richtigen Antworten zu geben:

Bitte nennen Sie uns drei Dinge, die Ihre Partei für uns Jugendliche im Monat tut.

Durch die großzügige Finanzierung der Schulen in Harsewinkel sorgen wir (zusammen mit den anderen Parteien im Rat) dafür, dass Ihr eine gute Schulausbildung erhalten könnt.

Durch Investitionen und laufende Zuschüsse sorgen wir (zusammen mit den anderen Parteien im Rat) dafür, dass Ihr ausreichend Möglichkeiten habt, Euch sportlich zu betätigen.

Durch die Finanzierung der vier Jugendtreffs in der ganzen Stadt sorgen wir (zusammen mit den anderen Parteien im Rat) dafür, dass Ihr gute Möglichkeiten zur Gestaltung Eurer Freizeit habt.

Wir haben (leider vergeblich) versucht, in Harsewinkel ein arbeitsfähiges Jugendparlament einzurichten, damit die Jugendlichen ihre Anliegen selbst besser zu Gehör bringen können. Da dieser Versuch nicht geklappt hat, suchen wir zurzeit nach anderen Möglichkeiten und hoffen dabei auf Anregungen und Initiativen der Jugendlichen selbst.


Wie ist Ihre Meinung zum Klimaschutz?

Klimaschutz ist dringend notwendig, damit auch die Menschengenerationen nach uns noch menschenwürdig auf diesem Planeten leben können.


Dazu müssen neue Techniken der Energiegewinnung entwickelt und ältere weiter entwickelt werden.

Erneuerbare Energien sollen dabei im Vordergrund stehen. Es müsste aber auch überprüft werden, ob wir schon heute ganz auf Atomenergie verzichten können. Energiesparen ist die beste Möglichkeit, unsere Umwelt zu schützen.

Der größte Energieverbraucher ist die Industrie. Deshalb muss die Industrie mit besonderem Nachdruck Produktionstechniken anstreben, die wenig Energie verbrauchen. Da kann es notwendig sein, dass zukunftsfähige alternative Lösungen vorübergehend durch Subventionen unterstützt werden, bis sie marktfähig sind.

Der zweitgrößte Energieverbraucher ist die Heizung. Hier liegen für uns die größten Sparmöglichkeiten (Heizungserneuerung; Wärmeisolierung, angepasste Zimmertemperatur, vernünftiges Lüften usw.). Um hier weiterzukommen hat die CDU in Harsewinkel beantragt, dass die Stundenzahl, die dem städtischen Energieberater für die Beratung von Dienststellen und Privatpersonen zur Verfügung steht, verdoppelt wird.

Mit größerem Abstand folgt der Energieverbrauch durch den Verkehr. Auch hier sehen wir noch Einsparmöglichkeiten durch bessere Motoren und weniger Fahrten. Aber wir wollen uns durch die Berichterstattung über diesen Punkt nicht den Blick dafür verstellen lassen, dass die größte Klimaschädigung von den beiden ersten oben genannten Bereichen ausgeht.


Was wollen Sie mit Ihrer Politik erreichen?

Aus Ihrer Frage wird nicht ganz klar, was gemeint ist. Ist die Politik der CDU insgesamt gemeint oder speziell die Umweltpolitik?
Wenn die erste Auslegung gemeint ist, antworten wir:

Wir wollen insgesamt durch unsere Politik erreichen, dass jeder die Möglichkeit erhält, sein Leben so zu gestalten, wie es ihm gefällt. Eine Grenze für diese Gestaltungsfreiheit sehen wir da, wo die Möglichkeiten der Mitmenschen und der künftigen Generationen unzumutbar eingeschränkt werden.

Wenn der Einzelne nicht in der Lage ist, sein Leben in Eigenverantwortlichkeit selbst in die Hand zu nehmen, steht ihm dazu (nach dem Prinzip der Solidarität und Subsidiarität) die Hilfe des Staates zu.

Wenn die zweite Auslegung gemeint ist, antworten wir, wie bereits oben ausgeführt.


Wie wird durchgesetzt, dass der Verkauf von Alkohol (Bier) und Zigaretten nur an über 18-Jährige erfolgen darf?

Wir sind dabei, das zu tun. Der Verkauf von Zigaretten aus Automaten ist z.B. schon massiv dadurch erschwert worden, dass man dafür eine Scheckkarte braucht.

An den Schulen herrscht schon länger unbedingtes Rauchverbot.

In anderen öffentlichen Einrichtungen wird das bald ebenfalls verboten sein.

Wir dürfen aber nicht glauben, dass wir mit allen Verboten weiterkommen. Nur durch gute Beispiele und Umdenken in der öffentlichen Meinung können wir wirkliche Fortschritte erzielen. Dieses Umdenken muss überall erfolgen angefangen bei privaten Feten und öffentlichen Veranstaltungen wie Karneval und Schützenfeste.


Was tun Sie dazu, dass sich die schlechte Ausbildungssituation für Jugendliche verändert?

Wir sorgen durch verschiedene Maßnahmen dafür, dass die vorhandenen Ausbildungsplätze durch gezielte Vermittlungsbemühungen tatsächlich durch geeignete Bewerber besetzt werden.

In den Gemeinden des Kreises Gütersloh ist ein Übergangscoach eingestellt worden, der den Schulabgängern bei der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle behilflich ist.

In Harsewinkel wird z.B. die Berufsfindungs-AG an der Hauptschule mit städtischen Mitteln unterstützt.

Die in Harsewinkel mit städtischen Mitteln bezahlten Sozialarbeiter sind Schulabgängern mit Bewerbungen behilflich.

Auf Initiative der CDU hat der Kreis Gütersloh im vergangenen Jahr Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen, finanziell unterstützt. Dadurch wurden mehr als 300 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen.

Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der CDU sorgt auf Landes- und Bundesebene dafür, dass die Wirtschaft wächst. Dadurch werden zahlreiche zusätzliche Ausbildungssplätze geschaffen.


Wir hoffen, dass wir einigermaßen auf ihre Fragen geantwortet haben. Wenn Bedarf besteht, kommen wir gern auch (allein oder mit Vertretern der anderen Parteien) zum Gespräch in den Unterricht.

Mit freundlichen Grüßen -
Im Namen des CDU Stadtverbandes Harsewinkel
Herman Menden

Inhaltsverzeichnis
Nach oben