Gemeinsame Sitzung des Betriebs- und Umweltausschusses

Heinz Sautmann
Heinz Sautmann
21.08.2007
Folgende Themen wurden in dieser Sitzung behandelt:

- Energieversorgung auf der Kläranlage
- Klärschlammverwertung
- Auftragsvergabe zur Sanierung des Reinwasserbehälters

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Energieversorgung auf der Kläranlage

Bestandteil des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2007 war u.a. die Erneuerung des vorhandenen Notstromaggregates (Betriebsbereitschaft für alle wichtige Stromverbraucher auf der Kläranlage) mit einer elektrischen Leistung von 400 KW, mit dem unabhängig von dem im Einsatz befindlichen Blockheizkraftwerkes (BHKW) die erforderliche Energie im Fall eines Netzausfalles zur Verfügung stehen sollte.
Nunmehr sieht ein von der Betriebsleitung gemeinsam mit dem Lieferanten des BKHW`s entwickeltes Konzept vor, durch die Beschaffung eines Aggregates für den netzparallelen Betrieb und die Erweiterung des BKHW`s durch ein 100 KW-Modul zusätzlichen Strom und Abwärme zu produzieren. Durch diese Zusatzinvestition wird es möglich sein, die Strombezugskosten insgesamt zu reduzieren und mögliche Spitzen in das Netz der RWE einzuspeisen. Bezüglich der überschüssigen Abwärme werden Verhandlungen über den Verkauf an Dritte geführt. Nach Berechnungen der Betriebsleitung kann sich die Maßnahme durch den Verkauf von nicht benötigter Energie innerhalb von 4 Jahren amortisieren. Außerdem ist durch diese Veränderung in der Beschaffung von Aggregaten mit einer CO2-Minderung von über 400 t im Jahr zu rechnen. Die Mehrkosten des einstimmig verabschiedeten Vorhabens betragen einmalig etwa 40.000 EUR.


Klärschlammverwertung

In einem einstimmig verabschiedeten Beschluss hat der Ausschuss entschieden, den im Klärwerk anfallenden Schlamm für Rekultivierungszwecke verwenden zu lassen. Bekanntlich wird derzeit nach dieser Methode verfahren, jedoch läuft der dazugehörige Vertrag über die Abnahme des Klärschlammes am 31.12.2007 aus. Die thermische Verwertung (Verbrennung) der anfallenden Substanz und auch die Nutzung als Dünger in der Landwirtschaft kommen aus finanziellen und ökologischen Gründen nicht in Frage. Das soll die gemeinsame Marschroute von Umwelt- und Betriebsausschuss für die nächsten Jahre sein. Ein Partner für die Verwertung soll in einer europaweiten Ausschreibung für die nächsten 2 Jahre gesucht werden, mit einer Option für ein weiteres Jahr.
Der hier im Klärschlamm vorhandene relativ hohe Kupfergehalt könnte auf Dauer in der Verwertung für Rekultivierungsmaßnahmen Probleme bringen. Sollte der Gesetzgeber im Rahmen einer neuen Verordnung bezüglich der Grenzwerte neue Bedingungen vorgeben, wird es zu einer Verbrennung des Klärschlammes kommen müssen.
Jährlich entsteht bei der Klärung der Abwässer etwa 3.000 t gepresster Klärschlamm. Der Ausschuss hat die Betriebsleitung beauftragt zu prüfen, in welcher Form eine Reduzierung der Menge durch zusätzliche Trocknung möglich sein kann. Denn eine Gewichtsverminderung der Substanz spart Verwertungskosten ein.


Auftragsvergabe zur Sanierung des Reinwasserbehälters

Ein seiner Sitzung am 22.05.2007 hat der Betriebsausschuss über die Sanierung des Reinwasserbehälters am Wasserwerk beraten und die Sanierungsart festgelegt, die zu einer Ausschreibung des Projektes geführt hat. Nunmehr erfolgte die Auftragsvergabe nach einer Auswertung der Angebote durch ein Ing.-Büro. Leider mussten die Ausschussmitglieder zur Kenntnis nehmen, dass die ursprünglich geplanten Kosten um etwa 20% höher liegen werden. Laut Info des Ing.-Büros soll das auf Zusatzwünsche in der Ausführung der Arbeiten und mit gestiegenen Kosten für Edelstahl zu begründen sein.

Heinz Sautmann
CDU-Sprecher im Betriebsausschuss

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