CDU besucht die Baustelle der Osttangente

29.09.2007
Entlastung im Osten
Trasse der neuen Umgehungsstraße wird bis Ende November fertig

Ein Bericht der "Neue Westfälische"
VON JOE CUBICK

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Marienfeld. „Der Endtermin steht“ – so lautete die Kernaussage von Dirk Maiworm. Der Bauleiter der entstehenden Entlastungsstraße für das Klosterdorf beantwortete damit eine entsprechende Frage zur geplanten Fertigstellung der Trasse Ende November. Damit dürfte der Verkehr noch in diesem Jahr über die neue Osttangente rollen.

Mit dem Bundestagsabgeordneten Hubert Deittert besichtigten am Donnerstagnachmittag etwa 60 vornehmlich CDU-Stadtverbandsmitglieder die Großbaustelle. Beim Gang über die einen Kilometer lange Schottertrasse schauten sich die Interessierten die markanten Punkte, Kreuzungen und den TWE-Bahnübergang, der beschrankt wird, an und ließen sich Einzelheiten erläutern.

Allerdings: „Sie hätten eigentlich später kommen sollen – in zwei Wochen sieht man noch mehr“, räumte Maiworm ein. Denn nächste Woche werde asphaltiert, und „Ende nächster Woche wird die zweite Hälfte des Kreisverkehrs freigegeben“. Der Fachmann bezog sich damit auf den Kreisel an der Klosterstraße, in dem der Verkehr seit etwa zwei Wochen auf einer Hälfte rollt (die NW berichtete).

Der im Frühjahr begonnene Straßenbau an sich habe eigentlich keine Schwierigkeiten bereitet, vielmehr habe es logistische Probleme gegeben, führte Maiworm aus. Darüber hinaus sei die Entwässerung während der Sommermonate, insbesondere im Bereich des zweiten Kreisverkehrs an der Bielefelder Straße, nicht ganz einfach gewesen.

Wenn die Entlastungsstraße – sie quer einen Bahnübergang und führt über sieben Brücken – fertiggestellt ist, findet eine über 20-jährige Geschichte ihr Ende. Schon Mitte der 80er Jahre hatte man sich speziell im Klosterdorf Gedanken gemacht, den Ortskern, also die Klosterstraße und die Bielefelder Straße, vom Schwerlast- und Durchgangsverkehr zu entlasten. Was nun allerdings aus der Bielefelder Straße wird, die nach wie vor eine Landesstraße von überörtlicher Bedeutung ist, ist noch offen. „Das ist eine politische Entscheidung. Aber es macht wenig Sinn, die neue Straße zu bauen und dort nichts zu ändern“, meinte CDU-Fraktionssprecher Dieter Berheide auf die NW-Frage, ob die Bielefelder Straße möglicherweise für Durchgangsverkehr ab 7,5 Tonnen gesperrt werde.

Wie berichtet, begab sich die Stadt mit dem Bau der Umgehungsstraße auf bislang unbekanntes Terrain. Die Umsetzung ist bundesweit das erste Modell überhaupt in der sogenannten Public-Private-Partnership (PPP), also einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Dem Projekt kommt somit Pilotcharakter zu.

Der über 30 Jahre laufende Vertrag verpflichtet die Kirchner Holding (Bad Hersfeld) nicht nur, die 21 Meter breite Straße mit einem Fuß- und Radweg zu erstellen, sondern auch laufende Unterhaltungsmaßnahmen wie Winterdienst, Beschilderung und Pflege von Grünflächen sowie eventuelle Reparaturen zu übernehmen.

Die Baumaßnahme ist mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Das Land wird sich mit 2,8 Millionen Euro daran beteiligen.

© 2007 Neue Westfälische
Gütersloher Zeitung, Samstag 29. September 2007

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