14.06.2004

Als Antwort auf den Beschluss der Schulkonferenz der St. Johannes Grundschule in Greffen vom 17.05.04 der nachfolgende Leserbrief mit der freundlichen Bitte um Veröffentlichung.

Harsewinkel, den 14.06.04

Sehr geehrte Damen und Herren,

Als Antwort auf den Beschluss der Schulkonferenz der St. Johannes Grundschule in Greffen vom 17.05.04 der nachfolgende Leserbrief mit der freundlichen Bitte um Veröffentlichung.

1. Der Beschluss der Schulkonferenz der St. Johannes Grundschule in Greffen vom 17.Mai 2004, keine SIT Gruppe einzurichten, ist sehr zu bedauern, ging es mit diesem Projekt doch um eine spürbare Entlastung der Eltern. Für das Scheitern des SIT (Schülertreff in Tageseinrichtungen) Programms die Politik verantwortlich zu machen, geht an den Tatsachen vorbei.
Bereits unter dem 26.05.03 (!) beantragte die CDU Fraktion: “An der St. Johannes Grundschule wird eine sog. SIT Gruppe eingerichtet. Die Trägerschaft wird der BAS Bielefeld übertragen.“ Bereits vor einem Jahr ist also das SIT Programm für die St. Johannes Grundschule in Greffen seitens der CDU gefordert und bei der Verwaltung beantragt worden.
Die Stadtverwaltung, hier der FB II Leiter, hatte mehr als 12 Monate Zeit, für das Programm einen kompetenten Träger zu finden, ausdrücklich war vor 12 Monaten die BAS als Träger vorgeschlagen worden, da man zu diesem frühen Zeitpunkt bereits wusste, dass die BAS gleiche Leistungen zu erheblich günstigeren Konditionen anbieten würde. In der Verwaltung, FB II, ist jedoch während dieser langen Zeit offenbar nichts geschehen.
Soweit zu den zaudernden Politikern.

2. In der Schulausschusssitzung vom 26.04.04 begrüßten die Ausschussmitglieder einstimmig (!) das Vorhaben der St. Johannes Grundschule, eine kleine SIT Gruppe einzurichten.
In der gleichen Sitzung wurde die Verwaltung von dem Ausschuss einstimmig (!) beauftragt, bis zur nächsten Sitzung die Trägerschaft des SIT Programms für Greffen auszuschreiben und vergleichbare Angebote einzuholen. Dies hätte die Verwaltung nach dem CDU Antrag vom 26.03.03 bereits vor mehr als zwölf Monaten erledigen können und müssen.
3. In der gleichen Schulausschusssitzung kam auch zu Tage, dass das einzige von der Verwaltung eingeholte Angebot eines Trägers, nämlich das der AWO, um ca. 34 % höher lag als das der BAS, die seit Jahren optimal die Trägerschaft für die Ganztagsschule der Kardinal von Galen Schule übernommen hat, sage und schreibe immerhin fast 5.000,- €, knapp 10.000,- DM! Es steht hoffentlich außer Diskussion, dass Ausschüsse und Rat nicht nur in Zeiten knappen Geldes ihre Verantwortung gegenüber den Steuer zahlenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern sehr ernst nehmen müssen. Offensichtlich hat man die mehrfach erwähnten zwölf Monate seitens der Verwaltung ungenutzt verstreichen lassen, um den von vornherein „ausgesuchten“ teueren Träger dieses Programms zu „schützen“! Insoweit hat sich die CDU Fraktion bereits mit einer schriftlichen Eingabe an den Bürgermeister gewandt.

4. Der Hinweis in dem Beschluss der Schulkonferenz der St. Johannes Grundschule darauf, das eine Ausschreibung gar nicht vorgesehen war, lässt jeden Beobachter in mehrfacher Hinsicht sehr nachdenklich werden. Warum wurde der Schulkonferenz nicht bereits vor zwölf Monaten mitgeteilt, dass die Politik der Verwaltung den Auftrag erteilt hatte, der St. Johannes Grundschule in Greffen mit einem SIT Programm zu helfen?

Heinz Bünnigmann, CDU - Fraktionssprecher

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