CDU-Arbeitskreis: KiBiz bringt wichtige Fortschritte

Der kommunalpolitische Arbeitskreis „Jugendhilfe und Schule“ bei seiner siebten Sitzung.
Der kommunalpolitische Arbeitskreis „Jugendhilfe und Schule“ bei seiner siebten Sitzung.
20.12.2007
Es war lange in der Diskussion, nun ist es verabschiedet worden: Das Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern für Nordrhein-Westfalen, kurz KiBiz genannt. Grund genug für den kommunalpolitischen Arbeitskreis „Jugendhilfe und Schule“ der CDU-Kreistagsfraktion, sich über die neue Rechtslage und die Veränderungen informieren zu lassen, die dadurch auf den Kreis Gütersloh und seine Kinderbetreuungseinrichtungen zukommen. Fachliche Beratung hatte sich der Arbeitskreis durch Ruth Lohmeier geholt, die in der Abteilung „Jugend, Familie und sozialer Dienst“ für Fragen der Kinderbetreuung zuständig ist.

Lohmeier ließ keinen Zweifel daran, dass das KiBiz wichtige positive Fortschritte für die Eltern und Kinder bringt: Dazu gehört die Einführung der Landesförderung für die Kindertagespflege, die Sprachförderung ab vier Jahren und die Förderung der Familienzentren mit 12.000 Euro pro Einrichtung jährlich. Kernstück des Gesetzes ist der Ausbau der Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder. Hier plant das Land bereits für das kommende Jahr eine Verdoppelung auf 34.000 Plätze in den Kitas und 18.000 Plätze in der Kindertagespflege.

„Die Eltern werden in Zukunft zwischen den Gruppenformen I, II und III wählen können, die vom Alter des Kindes abhängen“, erklärte Lohmeier. „Außerdem ist die Wahl zwischen 25, 35 und 45 Wochenstunden Betreuung möglich. Das bringt für die Eltern erheblich mehr Flexibilität in der Kinderbetreuung mit sich. Der Kreis legt anschließend im Zuge der Jugendhilfeplanung die Angebotsstruktur in den einzelnen Einrichtungen fest.“ Auch auf die Sorge wegen einer größeren Planungsunsicherheit ist Rücksicht genommen worden: Das Gesetz sieht die finanzielle Unterstützung durch die Träger vor, wenn die Belegung einer Gruppe geringer ausfällt als erwartet.

Bei einem Mehr an Leistung bleiben die Elternbeiträge jedoch stabil: „Der Kreis Gütersloh hat als einer der ersten Kreise in Nordrhein-Westfalen die Elternbeiträge festgelegt“, sagte die Vorsitzende des Kreis-Jugendhilfeausschusses, Elisabeth Buschsieweke. Damit will der Kreis familienpolitische Akzente setzen, getreu seinem Ziel, der familienfreundlichste Kreis in Deutschland zu werden. „Politik und Verwaltung werden gemeinsam alles unternehmen, damit die Umsetzung des KiBiz im Kreis Gütersloh für alle Beteiligten so positiv wie möglich erfolgt“, verspricht Buschsieweke.

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