Albert Deittert
Albert Deittert
10.04.2008
Anmerkungen zur Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses.

- Ganztagsangebots an der Grundschule in Greffen
- Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen
- gesetzliche Neuregelung der Kindergartenangebote

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Sicherung des Ganztagsangebots an der Grundschule in Greffen

An vier von fünf Grundschulen werden den Kindern im Rahmen des Models „Offene Ganztagsgrundschule“ zusätzliche Förder- und Betreuungsmöglichkeiten angeboten. Nur an der Grundschule in Greffen ist das nicht möglich, da die Schülerzahl zu gering ist. Aber auch Schüler kleinerer Schulen haben Anspruch auf zusätzliche Förderung und Betreuung über den normalen Unterricht hinaus. In Greffen werden diese zusätzlichen Möglichkeiten z.Zt. im Rahmen des Modells „13 Plus“ organisiert. Einen Landeszuschuss zu diesen Maßnahmen gibt es allerdings nur, wenn mindestens 10 Kinder teilnehmen.
Der Ausschuss hat auf den Antrag der Schule hin beschlossen, dass dieses Angebot auch im kommenden Schuljahr angeboten werden soll. Wenn die Schülerzahl für den Landeszuschuss nicht ausreicht, wird die Stadt die fehlenden 5000,00 € übernehmen.


Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen

Die Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen sind erfolgt. In der letzten Ausschusssitzung wurden die Anmeldezahlen besprochen. Wir haben diese Zahlen mit den durchschnittlichen Zahlen des Landes verglichen. Diese Zahlen sind von Ort zu Ort sehr unterschiedlich. In einigen eher ländlich geprägten Regionen liegt z.B. die Übergangsquote zum Gymnasium bei weniger als 30 %, in anderen vorwiegend städtisch geprägten liegt sie deutlich über 50 %. Wir haben unsere Anmeldezahlen deshalb nicht einfach mit dem Landesdurchschnitt verglichen , sonder wir haben den Durchschnitt der Gemeinden von ähnlicher Größenordnung genommen (weniger als 40 000 Einwohner).
Da konnten wir feststellen:

Die Übergangsquote zum Gymnasium liegt in Harsewinkel bei 33,3 %, im Durchschnitt der Kommunen vergleichbarer Größe liegt sie bei ca. 32,4 %.

Die Übergangsquote zur Realschule liegt in Harsewinkel bei 31,5 %, im Durchschnitt der Kommunen vergleichbarer Größe liegt sie bei 34,4 %.

Die Übergangsquote zur Hauptschule liegt in Harsewinkel bei. 27,5 %, im Durchschnitt der Kommunen vergleichbarer Größe liegt sie bei 23,9 %.

Die Übergangsquote zur Gesamtschule liegt in Harsewinkel bei. 7,8 %, im Durchschnitt der Kommunen vergleichbarer Größe liegt sie bei 8,6 %.
Das bedeutet, dass wir nicht wesentlich von anderen Kommunen ähnlicher Größenordnung abweichen.

Besonders erfreulich ist, dass die Anmeldungen zur Hauptschule sich im bisherigen Rahmen bewegen. Die Umwandlung der Hauptschule in eine Ganztagsschule ist von der Bevölkerung also offenbar akzeptiert worden.

36 Schüler wollen ihre Ausbildung lieber in einer Nachbargemeinde fortsetzen. Selbstverständlich ist es aus der Sicht der CDU das gute Recht der Eltern, ihr Kind dort anzumelden, wo es aus ihrer Sicht am besten gefördert wird. Wir sollten in Schule und Politik jedoch sorgfältig darauf achten, warum Eltern ihre Kinder außerhalb von Harsewinkel zur Schule schicken. Vielleicht können wir ja daraus lernen und unsere Schulen noch weiter verbessern.


Auswirkungen der gesetzliche Neuregelung der Kindergartenangebote

Die Kindergartenlandschaft wird sich im kommenden Jahr deutlich verändern. Durch das neue Gesetz haben wir es mit ganz neuen Bedingungen zu tun. In der Ausschusssitzung wurden uns die Zahlen vorgelegt, wie viele Plätze mit welcher Wochenstundenzahl in den einzelnen Einrichtungen in Absprache mit Trägern und Kreis angeboten werden sollen. Diese Zahlen besagen noch wenig, solange wir nicht wissen, was die Eltern wirklich wollen. Im Augenblick laufen in allen Einrichtungen teilweise sehr schwierigen Gespräche, mit denen erreicht werden soll, dass das Angebot und Wünsche der Eltern miteinander abgestimmt werden.

Für das nächste Kindergartenjahr werden wir dann hoffentlich realistische Erfahrungsdaten haben, nach denen wir das konkrete Angebot dann ausrichten können.


Kontroversen bei den einzelnen Tagesordnungspunkten zwischen den verschiedenen Parteien gab es in dieser Sitzung nicht. Deshalb war es die kürzeste Ausschusssitzung, die ich jemals erlebt habe.

Albert Deittert
CDU-Sprecher im Ausschuss

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