Albert Deittert
Albert Deittert
14.08.2008
In der Sitzung des Schul-, Kultur und Sportausschuss vom stellte Albert Deittert die Grundlagen der CDU-Harsewinkel zur Diskussion um den Ganztagsbetrieb an den Schulen Harsewinkels vor.

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1. Die CDU-Fraktion sieht in der Ganztagsschule für etliche Kinder, die auf Grund des familiären und sozialen Umfelds einen besonderen Förderbedarf haben, eine Verbesserung ihrer Bildungs- und Lebenschancen.

2. Deshalb tritt die CDU-Fraktion dafür ein, dass die Ganztagsschulen so ausgebaut werden, dass jedes Kind, dessen Eltern eine solche Schule wünschen, Zugang zu einer solchen Einrichtung hat.

3. Ab Jahrgang 7 haben Schüler am Gymnasium an mindestens zwei Nachmittagen Unterricht. Schule und Schulträger müssen unbedingt dafür sorgen, dass hier sie sachlichen Voraussetzungen für eine angemessene Übermittagsbetreuung geschaffen werden für die Kinder, die ihre Mittagspause nicht zu Hause verbringen können.

4. Der Anteil der Schüler, die unter dem Aspekt der besseren Förderung eine Ganztagsbetreuung benötigen, ist am Gymnasium sicherlich geringer als an anderen Schulformen. Deshalb würden auch nicht alle Eltern einen verpflichtenden Ganztagsbetrieb am Gymnasium begrüßen.

5. In Harsewinkel haben wir mit der offenen Ganztagsgrundschule gute Erfahrungen gemacht. Wir sollten uns also dafür einsetzen, dass auch in den Klassen der Sekundarstufe I an Realschule und Gymnasium ein ähnliches Angebot geschaffen wird, bei dem über Teilnahme oder Nichtteilnahme von Eltern und Kindern entschieden wird.

6. Der Unterricht an einer Ganztagsschule greift tief in die schulische Arbeit ein und stellt auch Schulleitung und Lehrer vor völlig neue Aufgaben. Er kann nur gelingen, wenn er von einer deutlichen Mehrheit des Kollegiums getragen wird. Wir sollten deshalb auf keinen Fall einen Weg einschlagen, der nicht von den schulischen Gremien gewünscht wird.

7. Wir sollten unser schulisches Angebot an Realschule und Gymnasium auf keinen Fall so organisieren, dass Eltern, die für ihr Kind keine Ganztagsbetreuung wünschen, diesen Wunsch nur mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand realisieren können. (Die Fahrtkosten werden unabhängig davon, ob es sich um eine Ganztags- oder Halbtagsschule handelt, immer nur zur nächstgelegenen Schule übernommen!!!)

8. Die neuen Hilfestellungen des Landes im Rahmen der „Ganztagsoffensive für die Sekundarstufe I“ schaffen wichtige Voraussetzungen für eine sinnvolle Übermittagsbetreuung für Schüler mit Nachmittagsunterricht und für Kinder, die aus anderen Gründen eine Nachmittagsbetreuung im Sinne einer Weiterentwicklung des Modells „13plus“ benötigen.

Albert Deittert
CDU Fraktionssprecher

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