Heinz Sautmann
Heinz Sautmann
20.08.2008
Bekanntlich geht es in den Betriebsausschuss-Sitzungen in erster Linie um die Belange der Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen in der Stadt Harsewinkel. Da der Bäderbetrieb dem Wasserwerk angegliedert ist, werden Themen des Hallen- und Freibades auch hier behandelt.
Wesentliche Punkte dieser Sitzung waren:
1. Kanalerneuerung „Berliner Ring“
2. Energieverbrauch im Frei- und Hallenbad
3. Kapazitätserweiterung des Blockkraftheizwerkes an der Kläranlage

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1. Kanalerneuerung „Berliner Ring“

Im Zusammenhang mit der Straßenerneuerung „Berliner Ring“ im Teilbereich Brockhäger Straße bis Westfalendamm wird auch der dort vorhandene Mischwasserkanal erneuert. Auch diese Maßnahme ist aus baulichen und hydraulischen Gründen Bestandteil des bereits zu einem früheren Zeitpunkt beschlossenen ZAP (Zentraler Abwasser-Plan).
In der Sitzung stellte das mit der Planung beauftragte Ing.-Büro verschiedene Varianten zur Umsetzung der Maßnahme vor. Der Betriebausschuss hat sich für die Variante 3 entschieden, die eine Kombination aus einem Becken im Bereich der Einmündung Berliner Ring / Westfalendamm und einem vorgeschalteten Staukanal darstellt.


2. Energieverbrauch im Frei- und Hallenbad

In der Sitzung am 17.04.08 wurde beschlossen, die in den Bädern vorhandenen Lüftungs- und Heizungstechnik, sowie die vorhandene Mess-/Steuer-/Regeltechnik unter Berücksichtigung einer Energieoptimierung überprüfen zu lassen. Ferner wurde die Betriebsleitung beauftragt, eine Lösung zu entwickeln, die den gleichzeitigen Betrieb von Hallen- und Freibad (eine Einheit im Stand-by-Betrieb) ermöglicht.
Basis für die Erstellung eines Energie- und Anlagenkonzeptes durch ein Ing.-Fachbüro war die Ermittlung des Anlagenzustandes und die Gegenüberstellung von gegebenen Verbrauchswerten mit Daten aus einer Studie. Bei der Vorstellung des Konzeptes war zu erfahren, dass die Lüftungsanlage und die Mess-, Schalt- und Regeltechnik aufgrund neuer Technologien völlig überaltert sind. Auch sind die Badewasserumwälzpumpen aufgrund ihres technischen Zustandes dringend zu erneuern. Was die vergleichbaren Wärme-, Strom- und Wasserverbräuche angehen, so liegen die hiesigen Bäder erheblich über dem Durchschnitt. Der Gutachter macht bezüglich der Instandhaltung und der energetischen Optimierung folgende Vorschläge (stichpunktartig):
- Heizungsanlage, Neuinstallation eines Bockkraftheizwerkes wg. Förderung
- Badewassererwärmung durch Solarabsorber
- Be- und Entlüftungsanlage mit effektiver Wärmerückgewinnung
- Sanierung der Mess-/Schalt-/Regel-Technik
- Badewasserumwälzpumpen mit bedarfsabhängiger Drehzahlregelung
Alle diese Maßnahmen erfordern eine Investitionssumme, die sich bereits in 6,3 Jahren amortisiert aufgrund der erzielten Einsparungen gegenüber dem Ist-Zustand. Außerdem rechnen die Experten vor, dass die vorgeschlagenen technischen und energetischen Maßnahmen zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um die 190 Tonnen führt.
Sollte ein Stand-by-Betrieb von Hallen- und Freibad gleichzeitig mit wechselseitiger Nutzungsmöglichkeit zum Tragen kommen, so muss eine zusätzliche Filteranlage vorgesehen werden, die weitere Investitionskosten verursacht, wobei noch zu klären ist, ob das Freibad neben der Beheizung mit einer Solarabsorberanlage noch zusätzlich beheizt werden soll.
In der Sitzung wurde die Betriebsleitung von der CDU Fraktion beauftragt zu prüfen, ob es ökonomischer und ökologischer Sicht Sinn machen kann, die im Moddenbachtal an diversen Stellen vorhandenen Energiequellen durch ein zentrales BHKW zu ersetzen.


3. Kapazitätserweiterung des Blockkraftheizwerkes an der Kläranlage

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, nach der erfolgten Ausschreibung das Aggregat zu dem genannten Angebotspreis zu erwerben.

Heinz Sautmann
CDU-Sprecher im Ausschuss

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