CDU Fraktion zu der Diskussion um die Sporthallen

Albert Deittert
Albert Deittert
22.10.2008
In der Schul-, Sport- und Kultur-Ausschusssitzung vom 22.10.2008 argumentiert Albert Deittert für die CDU-Fraktion:

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Schulbedarf

Zum Schulbedarf hatte Herr Austermann (Schulleiter des Gymnasiums) am 12.09.2008 einen Brief geschrieben, der auch von den beiden anderen Schulleitern des Sek.I unterschrieben wurde.

In diesem Brief wird Klage geführt über die verfügbaren Sporthallenflächen.
Die CDU Fraktion kann dieses Schreiben nicht überzeugen, denn ...

> auf die absehbare Schließung der Förderschule und den dadurch frei werdenden Hallenraum wird mit keinem Wort eingegangen.

> Der Missstand, dass das Gymnasium Sportunterricht in für die betreffende Alterstufen wegen mangelnder Ausstattung ungeeigneten Räumen erteilen muss, kann unseres Erachtens leicht durch ein intelligentes Hallenmanagement und eine Verbesserung der Ausstattung behoben werden.

> Dass kein richtliniengemäßer Unterricht erteilt werden könnte, halten wir für eine Killerphrase bzw. für ein Totschlagargument. In keinem Fach lassen die Richtlinien so viele Spielräume zur Gestaltung des Unterrichts an die personellen und örtlichen Gegebenheiten wie im Fach Sport.

> Die 7. Stunde kann leicht durch eine Versetzung der Mittagspause, die ja an einzelnen Schule geplant oder bereits realisiert ist, voll verfügbar gemacht werden.

> Durch Verkürzung der Schulzeit werden am Gymnasium weitere Hallenstunden frei.

Wenn man von den derzeit gültigen Belegungsplänen ausgehe, sieht man keinerlei Fehlbedarf.

Wenn man von den Zahlen des SEP ausgeht und damit die verfügbaren Hallenräume vergleicht kommt man zu folgendem Ergebnis:
Verfügbar sind mindestens
312 Hallenstunden
+ ca. 30-40 Schwimmhallenstunden.
Wenn keine einzige Unterrichtsstunde ausfällt, werden für den regulären Sportunterricht 264 Raumstunden benötigt.

Demnach wären noch ca. 80 Stunden für den Ganztagsbereich verfügbar.

Bei 66 Klassen in Hauptschule (HS), Realschule (RS) und Gymnasium (GY) wäre das mehr als etwas mehr als 1 Stunde pro Klasse.
Nun wissen wir alle, dass man Fachräume nie zu 100% einplanen soll.
Der so entstehende rechnerische Fehlbedarf könnte aber sicher dadurch ausgeglichen werden, dass die Mehrzweckhalle tatsächlich – zumindest zum Teil- als Doppelsporthalle genutzt wird.


Kosten

Die im Verwaltungsvorschlag genannten Kosten sind nach Meinung der CDU nicht so zu vergleichen. Dort werden die theoretischen Gesamtkosten für Marienfeld im Bezug zu dem Gesamtzuschuss für den Stadtsportring gestellt. Wenn man so vorgehen will, sollte man zumindest die theoretischen Gesamtkosten für Marienfeld vergleichen mit Gesamtkosten für Ballsporthalle Greffen und zusätzlich sind die Gesamtkosten für das Bürgerhaus Greffen mit einzubeziehen.


Finanzierung

Zu der Aussage: „Vor 2010 ist das Vorhaben nicht finanzierbar.“ Fragt sich die CDU:
Wer setzt hier die Prioritäten?
Sollte der Rat nicht in den Haushaltsberatungen darüber entscheiden, was in welcher Reihenfolge realisiert wird. Die CDU-Mitglieder des SKS-A wollen den jetzigen Planungsbeginn, damit man in der Haushaltsdebatte entscheiden kann, ob bei entsprechender Haushaltslage, im Jahr 2009 mit dem Bau begonnen werden kann.


Zusammenfassung:

> Der Bedarf für den Vereinssport ist durch die Angaben der Vereine und durch das Fachgutachten überzeugend nachgewiesen.

> Die im Stadtsportring vertretenen Vereine haben sich für den Standort Marienfeld ausgesprochen.

> Die Kombination von Sporthalle und Bürgerzentrum erscheint wirtschaftlich die günstigere Lösung.

> Der in dem Schreiben der Schulleiter der Sekundarschulen angemeldete Bedarf ist so nicht nachvollziehbar; bei einem „intelligenten Hallenmanagement“ reichen die im Zentrum vorhandenen Sportstätten auch nach den nach dem SEP zu erwartenden Schülerzahlen aus.


Die CDU-Fraktion im Schul-, Kultur- und Sportausschuss empfiehlt folgende Beschlussfassung:

1. Der aktuelle Fehlbedarf an Sporthallenflächen wird mit zwei Halleneinheiten anerkannt.

2. Die Verwaltung wird beauftragt , das Hallenmanagement gemäß der Hallennutzungsordnung ab sofort
schrittweise umzusetzen mit dem Ziel, die Umstellung im 2. Schulhalbjahr 2008/09 abzuschließen. Dabei sind alle geeigneten Räume, auch außerhalb der Sporthallen, mit einzubeziehen. Dem SKS-A ist über den Umsetzungsstand zu berichten,

3. Die Verwaltung wird beauftragt, den Bau einer Bürgerhalle in Marienfeld (Doppelsporthalle und Bürgerzentrum sachlich und terminlich so vorzubereiten, dass mit dem Bau im Jahre 2009 begonnen werden und die entstehenden Kosten auf die Haushaltsjahre 2009 und 2010 verteilt werden können.
Es soll auf der Basis moderner umweltpolitischer Standards geplant werden. Die Kostenermittlung soll noch einmal eingehend auch unter Einbeziehung weiterer Angebote von Generalunternehmen überprüft werden.

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