Pressemitteilung von Pfarrdechant Wim Wigger

Wim Wigger
Wim Wigger
13.12.2008
Bei den Diskussion um gewünschte, geplante und erhoffte Anschaffungen war es der CDU Harsewinkel immer wichtig, sich für die Betroffenen einzusetzen.
Zum Thema Bücherei veröffentlichen wir hier die Pressemitteilung des Pfarrdechanten Wim Wigger.

Siehe auch Rubrik „Presse“.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Pressemitteilung von Pfarrdechant Wim Wigger


Der Schul-Kultur- und Sportausschuss(SKSA) hat in seiner letzten Sitzung zwei richtige Entscheidungen getroffen:

a) Der Standort der neuen Bücherei soll im Zentrum der Stadt Harsewinkel in unmittelbarer Nähe der bisherigen Bücherei im Schwesterngarten neben dem Pfarrheim St. Lucia sein.

b) Die KöB St. Johannes, Greffen, wird mit jährlich 3.600 Euro unterstützt, damit die Büchereileiterin ihre sehr erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann.

Der zweite Beschluss mit den Stimmen aller Fraktionen macht die Wertschätzung aller Parteien für die gute Arbeit der Büchereien deutlich. In der Tat ist inzwischen die Vernetzung der drei Büchereistandorte so gut wie abgeschlossen. 2.545 Medien in Greffen sind bereits erfasst und der größte Teil der 7.982 Medien in Marienfeld ebenfalls. Geplant ist eine vernetzte Bürger-nahe Versorgung mit Literatur. Bücherkontingente können jetzt schon an allen drei Standorten ausgeliehen werden. Die beschlossene Unterstützung für die Bücherei in Greffen ist besonders für die wohnortnahe Versorgung wichtig. Denn gerade Kinder und Jugendliche, die die Hauptnutzer dieser Stadtteilbüchereien sind, werden ans Lesen und an die Welt der Bücher herangeführt.

Die Katholisch-Öffentlichen Büchereien möchten diese erfolgreiche Arbeit gerne fortführen. Dies ist, auch das ist klar, nur möglich durch die Unterstützung der Stadt Harsewinkel. Daher sind wir von den Kirchengemeinden dankbar, dass in dem noch in Vorbereitung befindlichen Vertrag (Neuauflage des seit 1982 bestehendes Vertrages) die Stadt 100% der Personalkosten. 30% der Programmkosten – das sind Neuanschaffungen, Lesungen, Honorare - trägt die Kirchengemeinde St. Lucia .

Nicht hoch genug einzuschätzen ist die Verwurzelung der Büchereiarbeit in der Bevölkerung durch unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Alle drei Büchereien wären ohne die ehrenamtliche Arbeit nicht zu organisieren. In Zahlen: In Marienfeld leisten 10 Ehrenamtliche bei 312 Jahresöffnungsstunden 1069 jährliche Arbeitsstunden. In Greffen 16 Ehrenamtliche bei 213 Jahresöffnungsstunden 1820 Arbeitsstunden. In St. Lucia sind 26 Ehrenamtliche in der Bücherei aktiv. Von 4187 jährlichen Arbeitsstunden leisten sie 1847 Stunden.
Müsste die Stadt Harsewinkel die Arbeit der Ehrenamtlichen durch städtische Angestellte übernehmen, würden die Kosten enorm steigen. Zur Zeit betragen die Kosten für den Standort Harsewinkel 115.000 Euro. Wenn sechs Vollzeitkräfte diese Arbeit für ganz Harsewinkel übernehmen müssten, würden die Kosten auf jährlich über 300.000 Euro steigen. Die Stadt Harsewinkel ist sicher gut beraten, die Arbeit der Ehrenamtlichen weiter zu stützen und zu fördern. Was engagierte Menschen freiwillig für das Gemeinwesen leisten, kann man nicht leichtfertig auf Spiel setzen.

Am 16. Dezember wird der Rat über den Standort der neuen Bibliothek entscheiden. Die Fraktionen haben dazu bereits ihre Positionen fest bezogen. Es spielen dabei unter anderem besonders städtebauliche Argumente eine Rolle. Ein Baugelände, das seit Jahren brach liegt, soll durch die Bebauung aufgewertet werden. Dieser Wunsch ist verständlich, aber er kann – wenn es um die Bücherei geht - nicht in den Vordergrund gerückt werden.

In der Ratssitzung am 16. Dezember dürfen zwei CDU-Mitglieder wegen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Kirchenvorstand St. Lucia nicht mitstimmen. Daher ist das Votum des Fachausschusses für den Schwesterngarten sicher in Gefahr, durch eine Zufallsmehrheit kassiert zu werden. Wir von der Kirchengemeinde können uns allerdings kaum vorstellen, dass der Rat im Ernst bereit ist, die bisherige gute Zusammenarbeit mit den katholischen Pfarrgemeinden mit den oben geschilderten Konsequenzen ohne Not aufs Spiel zu setzen.

Harsewinkel, 12.12.08
für den Kirchenvorstand:
Wim Wigger, Pfarrdechant

Inhaltsverzeichnis
Nach oben