Adenauer holt super Wahlergebnis

Bünnigmann und Sökeland nominiert

Nach der erfolgreichen Wahl: Sven-Georg Adenauer (l.) und der CDU-Kreisvorsitzende Ludger Kaup.
Nach der erfolgreichen Wahl: Sven-Georg Adenauer (l.) und der CDU-Kreisvorsitzende Ludger Kaup.
23.01.2009
Die CDU im Kreis Gütersloh hat mit Riesen-Mehrheit für ihren Landratskandidaten Sven-Georg Adenauer
(49) gestimmt. Adenauer holte bei der Kreis-Vertreterversammlung der CDU am Freitagabend im A 2-Forum in Rheda-Wiedenbrück 176 von 182 gültigen Delegierten-Stimmen. Lediglich sechs Gegenstimmen wurden gezählt. Der Chef der Kreisverwaltung wird sich damit zum dritten Mal nach 1999 und 2004 zur Wahl stellen. Diesmal wird die Amtszeit nicht wie bisher fünf, sondern sechs Jahre dauern.

Vor seiner Wahl hatte Adenauer in seiner Bewerbungsrede die Stärken des Kreises Gütersloh herausgestellt: „Wir sind in Nordrhein-Westfalen der stärkste Kreis, bezogen auf seine Wirtschaftskraft“, so Adenauer. Das sei natürlich nicht nur Verdienst von CDU und Landrat, zusammen schaffe man aber die Rahmenbedingungen, die es der Wirtschaft ermöglichen, im Kreis Gütersloh erfolgreich zu arbeiten. Als Beispiele nannte Adenauer den Lückenschluss der A 33, das interkommunale Gewerbegebiet Aurea oder die Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Gütersloh.
 
Ein anderes Thema war die Sicherheit im Kreis. Adenauer verwies darauf, dass die Kriminalitätsentwicklung genau so rückläufig sei wie die Zahl der Verkehrsunfälle. Der Kreis Gütersloh hat darüber hinaus auch eine bürger- und wirtschaftsfreundliche Verwaltung. So betrugen die Wartezeiten in der Kfz-Zulassungsstelle im Jahr 2008 nur noch 16 Minuten. Die Wartezeit konnte von 49 Minuten in 2006 über 25 in 2007 auf diesen Spitzenwert in Deutschland reduziert werden. Ein anderes Beispiel ist die Einführung der digitalen Baugenehmigung. Laut Adenauer will der Kreis Gütersloh aber nicht nur wirtschaftlich gut dastehen, sondern er wolle auch der familienfreundlichste Kreis in Deutschland werden und gute Bildungsvoraussetzungen schaffen.
 
Durch das Frühwarnsystem werde zum Beispiel konsequent die Aufgabe zum Schutz von Kindern wahrgenommen und so Verwahrlosung und Misshandlung entgegengewirkt. Zur Stärkung der Familien hat besonders die Einrichtung von Familienzentren in allen Kommunen des Kreises beigetragen. Zu der Tatsache,  dass der Kreis bislang nicht Hochschulstandort geworden ist, sagte Adenauer: „Wir sind Maschinenbaustandort Nr. 1 in Nordrhein-Westfalen und uns in diesem Bereich einfach zu übergehen ist eine Frechheit.“ Abschließend plädierte Adenauer dafür, ein stärkeres Wir-Gefühl im Kreis zu entwickeln und das Denken in Nord- und Südkreis zu überwinden. Adenauers Schlussappell lautete: „Hier bin ich, ihr alle kennt mich, bitte wählt mich.“ Was die Delegierten dann mit beeindruckender Mehrheit taten.
 
Im Anschluss an die Wahl des Landratskandidaten besetzte die Vertreterversammlung die Kreiswahlbezirke 101 bis 130. Die Vorschläge der Orts-, Gemeinde- und Stadtverbänden wurden alle gebilligt.
(in Klammern die Nummern der Wahlbezirke):

Harsewinkel:
Heinz Bünnigmann (116),



Dr. Heinz-Josef Sökeland (117).




Gütersloh:
Monika Paskarbies (101), Helen Foerster (102), Bernhild Köster (103), Dr. Martina Schwartz (104), Ursula Doppmeier, MdL (105),
Silva Schröder (106), Peter Wiese (107).
Rheda-Wiedenbrück:
Hans Schulte (108), Andreas Westerfellhaus (109), Elisabeth Witte (110), Helmut Feldmann (111).
Rietberg:
Bernhard Altehülshorst (112), Günter Höppner (113).
Schloss Holte-Stukenbrock:
Hans Schäfer (114), Klaus Dirks (115). 
Verl: Helmut Kaltefleiter (118), Johann-Heinrich Frankenfeld (119).
Versmold:
Renate Rodefeld (120), Marianne Kampwerth (121).
Halle:
Elke Hardieck (122), Detlev Kroos (123).
Steinhagen: Karl-Heinz David (124), Dirk Lehmann (125).
Herzebrock-Clarholz:
Gottfried Pavenstädt (126), Dr. Christine Disselkamp (127).
Werther:
Karl-Hermann Grohnert (128).
Borgholzhausen:
Arnold Weßling (129).
Langenberg:
Karl-Heinz Klaus (130).
 
Ein weiterer Programmpunkt der Vertreterversammlung war die Verabschiedung der CDU-Leitsätze zur Kommunalwahl 2009.
Die einzelnen Punkte des Programms lauten:
1.) Die Wirtschaft in Schwung halten – Arbeitsplätze sichern;
2.) Der familienfreundlichste Kreis Deutschlands;
3.) Vorfahrt für Bildung und Ehrenamt;
4.) Modern und bürgerfreundlich verwalten;
5.) Umwelt und Gesundheit – der Mensch steht im Mittelpunkt;
6.) Sicherheit und Infrastruktur – darauf kann man sich verlassen.

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