Stellungnahme des CDU Fraktionssprechers Albert Deittert

10.02.2009
In der Sitzung des Schulausschusses am 05.02.09 erklärte der Schulleiter der August-Claas-Schule, er sei trotz großer Bedenken bereit, zum neuen Schuljahr mit einer Klasse den gemeinsamen Unterricht aufzunehmen, obwohl diese Entscheidung von seinem Kollegium (noch) nicht mitgetragen werde.

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Im Namen der CDU-Fraktion habe ich diese Entscheidung begrüßt und unsere volle Unterstützung zugesagt, obwohl ich in einer vorausgegangenen Sitzung erklärt hatte, wir würden der Schule nichts gegen ihren Willen aufzwingen.
 
Dass das Lehrerehepaar Brigitte und Hans Feuß daraus nun eine billige Wahlkampfposse machen will, halte ich als Pädagoge für eine Schande für unseren Berufsstand.
Denn dass es sich hier um ein abgestimmtes Vorgehen der Eheleute Feuß aus Wahlkampfgründen handelt liegt m.E. auf der Hand. Hans Feuß ist bislang immer für den gemeinsamen Unterricht an der August-Claas-Schule als die beste Lösung für die Beschulung von Kindern mit besonderem Förderbedarf eingetreten.

Allerdings konnte der aufmerksame Zuhörer bereits in der letzten Sitzung des Ausschusses ahnen, dass er die Entscheidung wahlkampftechnisch auszuschlachten gedachte, als er vor der Abstimmung mehr in einem Nebensatz feststellte, dass die CDU bisher ja gesagt habe, sie wolle der Schule nichts gegen den Willen des Kollegiums aufzwingen.
 
Diese Bemerkung wird nun durch den Leserbrief seiner Ehefrau Brigitte wahlkampftechnisch ausgeweitet und als Wortbruch bezeichnet.
 
Der Schulleiter der August-Claas-Schule sieht eine realistische Möglichkeit, den gemeinsamen Unterricht an seiner Schule durchzuführen, obwohl das Kollegium in seiner Gesamtheit sich dagegen ausgesprochen hat.
Diese Entscheidung berücksichtigt die Interessen der Schüler mit besonderem Förderbedarf, da sie nun weiter wohnortnah integrativ beschult werden können.

Ich habe diese Entscheidung bei allem Respekt vor den pädagogisch begründeten Einwänden des Kollegiums der Hauptschule und mancher Eltern begrüßt, weil ich sie für die bessere Lösung halte.

Meine Zustimmung dazu sehe ich deshalb nicht als einen „Wortbruch“ an, für den ich mich schämen müsste, sondern für einen Kompromiss im Interesse der betroffenen Schüler, auf den ich stolz bin.

Albert Deittert
CDU Fraktionssprecher

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