CDU stellt Antrag zur Bausituation der Adenauerstraße

Anwohner sind ungehalten und enttäuscht.

09.03.2009
Aufgrund der zugetragenen Beschwerden von Gewerbetreibenden im Bereich der Adenauerstraße, hatten Jörg Möllenbrock und Friedhelm Thüte vor Ort mit dem Marktleiter des Jibi, der Filialleiterin der Bäckerei Rugge, dem Inhaber der Wäscherei Kinner und Anwohnern der Altenresidenz über die aktuelle Situation vor Ort gesprochen.
 

Alle beteiligten äußerten sich darüber, dass die Stadtverwaltung Harsewinkel im Vorfeld nicht ein Gespräch mit den Gewerbetreibenden gesucht hat um die Maßnahme zu besprechen. Auch äußerten sich alle Beteiligten sehr ungehalten über die Stadtverwaltung und deren Vorgehensweise, da zahlreiche Anrufe und Gesprächsversuche immer ins Leere laufen und man sich den geschilderten Problemen nicht annahm.

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Der Antrag:

 
Stadt Harsewinkel
Die Bürgermeisterin
Münsterstr. 14
33428 Harsewinkel

 
Sehr verehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
im Namen der CDU-Fraktion stelle ich folgenden Antrag, dass die Verwaltung möglichst schnell folgende Maßnahmen trifft:
 
  1. Vorübergehende Einstellung der Baumaßnahmen in dem Bereich der Anton-Linzen-Str. bis zur Fertigstellung der Baumaßnahme Adenauerstr. sowie deren uneingeschränkten Nutzungsmöglichkeit.
  2. Öffnung der Abt-Wilhelm-Str. hin zur Bielefelder Str. (Teilstück zwischen Westmeyer entlang des Hotel Klosterpforte) bis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnittes der Adenauerstr.
  3. Zufahrtmöglichkeit zur Wäscherei Kinner über die Anton-Linzen-Str. und dann links über den gepflasterten Weg hin zum Parkplatz der Wäscherei Kinner, Praxis Dr. Band und der Eisdiele.
 
Ausgangssituation: zu Punkt 1
 
Aufgrund der mir in Marienfeld zugetragenen Beschwerden von Gewerbetreibenden im Bereich der Adenauerstr. hatte ich heute vor Ort mit dem Marktleiter des Jibi, der Filialleiterin der Bäckerei Rugge, dem Inhaber der Wäscherei Kinner und Anwohnern der Altenresidenz über die aktuelle Situation vor Ort gesprochen.
 
Alle beteiligten äußerten sich eher ungehalten und enttäuscht darüber, dass die Stadtverwaltung Harsewinkel im Vorfeld nicht ein Gespräch mit den Gewerbetreibenden gesucht hat um die Maßnahme zu besprechen. Auch äußerten sich alle Beteiligten sehr ungehalten über die Stadtverwaltung und deren Vorgehensweise, da zahlreiche Anrufe und Gesprächsversuche immer ins Leere laufen und man sich den geschilderten Problemen nicht annahm.
 
Die Adenauerstr. ist von der Bielefelder Str. aus nicht befahrbar und entsprechend gesperrt. Von der anderen Seite (aus Richtung der Apotheke) ist die Adenauerstr. nur einspurig befahrbar, da bereits ein Teilbereich dieser Str. aufgefräst wurde. Dies wiederum führt dazu, dass einige PKW über den bzw. auf den Gehweg ausweichen müssen. Zu Unfällen ist es bislang noch nicht gekommen.
 
Zu Beginn der Bauarbeiten war der Parkplatz am Jibi-Einkaufscenter weder von der Adenauerstr. noch von der Anton-Linzen-Str. her befahrbar. Streng genommen ist dieser nunmehr nur von dem oberen Teilstück der Adenauerstr. aus befahrbar (aus Richtung der Apotheke), allerdings dies wie eben geschildert nur bedingt, da die Anton-Linzen-Str. nicht von der Bielefelder Str. aus befahren werden darf – hier wurde ein „Durchfahrt verboten - Schild“ aufgestellt.
 
Alle betroffenen Geschäftstreibenden waren der gleichen Auffassung, dass der Parkplatz am Jibi-Center sowie der Wäscherei Kinner während der Bauarbeiten an der Adenauerstr. von Seiten der Anton-Linzen-Str. aus erreichbar sein sollte. Solange dies vernünftig gewährleistet ist, geht man von Seiten der Geschäftstreibenden davon aus, keine weiteren Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen, welche bei dem ein oder anderen Geschäft extrem hoch zu verzeichnen waren (bis zu 50 %).
 
Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Altenresidenz an der Anton-Linzen-Str. zeigten sich sehr verärgert über das Vorgehen der Bauarbeiter. Alle Bewohner dürfen derzeit den hauseigenen Parkplatz nicht benutzen. Warum ist nicht unbedingt ersichtlich, da auf den Parkplätzen einzelne Paletten und Steine abgelegt werden. Es sieht dort eher nach einer Lagerstätte als einer Baustelle aus. Auch wurde ich auf einen Baumangel sofort hingewiesen. Diesen habe man auch schon einem städtischen Mitarbeiter vor Ort mitgeteilt, was diesen jedoch nicht interessiert habe. Bei Umsetzung der o.g. drei Punkte hätte dies für die Bewohner der Altenresidenz zur Folge, dass sie ihren Parkplatz vor dem Hause zunächst wieder nutzen können, bis die Adenauerstr. fertig gestellt ist, da erst im Anschluß hieran an der Anton-Linzen-Str. weiter gearbeitet werden würde.
 
Probleme hinsichtlich eines vorübergehenden Baustopps sehe ich nicht, da die Baumaßnahmen sowohl an der Adenauerstr. als auch der Anton-Linzen-Str. von dem gleichen Straßenbauunternehmen vorgenommen werden.
 
 
Ausgangssituation: zu Punkt 2
 
Zur Entlastung der Anton-Linzen-Str. und um den großen Siedlungskomplex in den Abt-Straßen schnell ableiten zu können wird diese Maßnahme bis zur Fertigstellung der Adenauerstr. beantragt. Grund dafür ist, dass aktuell alle Verkehrsteilnehmer auf der Bielefelder Str. kommend keine Möglichkeit haben, den Jibi-Center schnell und unkompliziert zu erreichen. Auch fehlt es hier an einer vernünftig ausgeschilderten Umleitung.
Die ortskundigen Verkehrsteilnehmer umfahren die Baustelle momentan über die Hanfstr., Schlesierstr. und der von-Galen-Str., worüber man die Adenauerstr wieder erreicht. Problematisch und zugleich nicht ungefährlich ist diese Art „Umleitung“ im Bereich der Schlesierstr., da sich hier ein Kindergarten befindet und dadurch bedingt ein gewisses Gefahrenpotential vorhanden ist. Daher empfiehlt es sich aus meiner Sicht, die Abt-Wilhelm-Str. hin zur Bielefelder Str. zu öffnen, was im übrigen nicht zum ersten Mal geschehen würde. Selbst Anwohner in dem Abt-Siedlungskomplex würden dies vorübergehend begrüßen. Wenn der Pöller entfernt ist, bräuchte der Übergang hin zur Bielefelder Str. lediglich etwas geschottert werden und wäre dann für den Verkehr passierbar. Das Aufstellen eines Tempo 30 – Schildes wäre im übrigen von der Bielefelder Str. aus kommend von Nöten, da der gesamte Siedlungskomplex eine 30er – Zone ist.
Nach Fertigstellung der Bauarbeiten an der Adenauerstr. (dies soll laut Verwaltung Anfang Juni 2009 der Fall sein) kann diese Öffnung wieder geschlossen werden.
 
 
Ausgangssituation: zu Punkt 3
 
Unter Voraussetzung der Nutzungsmöglichkeit über die Anton-Linzen-Str. in beide Fahrtrichtungen sollte die Zufahrt zur Wäscherei Kinner über den dort errichteten Fuß- und Radweg möglich gemacht werden. Nach mir vorliegenden Informationen soll dieser u.a. für die Feuerwehr nutzbar sein. Außerdem teilte man mir vor Ort mit, dass die schweren Baufahrzeuge diesen ebenfalls bereits befahren, weshalb ich hier keine Probleme hinsichtlich einer PKW-Nutzung sehe. Diese Option müsste solange aufrecht erhalten werden, bis der vordere Bereich der Adenauerstr. für die Kunden der Wäscherei Kinner wieder befahrbar und nutzbar wird.
Weiterhin profitieren von einer solchen Verkehrsleitung würde die Praxis des Dr. Brand sowie der Inhaber der Eisdiele.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
Albert Deittert
CDU – Fraktionssprecher

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