Wie wir in Harsewinkel leben wollen - Schulen in Harsewinkel

H.Hecker, W.Hoerning, L.Austermann, B.Amhoff, M.Clarfeld, F.Thüte, A.Deittert
H.Hecker, W.Hoerning, L.Austermann, B.Amhoff, M.Clarfeld, F.Thüte, A.Deittert
05.03.2009

Zu dritten Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Wie wir in Harsewinkel leben wollen“ hatte CDU-Bürgermeisterkandidat Friedhelm Thüte für den 5. März in die neue Mensa der August-Class-Schule eingeladen. In einer kurzen Einführung stellte Fraktionssprecher Albert Deittert die Aufgabenverteilung zwischen Land und Kommunen und die Leistungen der Stadt Harsewinkel für ihre Schulen dar.


Beeindruckt waren die zahlreichen Zuhörer davon, dass die Stadt allein für den laufenden Betrieb der Schulen Jahr für Jahr ca. 2,5 Millionen Euro ausgibt, um ihren Verpflichtungen für Bewirtschaftung der Gebäude, die Lernmittelfreiheit, die Schülerfahrtkosten, das Schulbudget und Personal (Hausmeister, Sekretariat, Verwaltung) nachzukommen. Das sind immerhin ca. 13 % der Gewerbesteuereinnahmen im Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Hinzukommen noch erhebliche Beträge für Neuinvestitionen. Für die Jahre 2009/2010 sind dafür allein weitere 5,9 Millionen vorgesehen.
 
Den Hauptteil der Kosten für Schulen machen übrigens die Kosten für das pädagogische Personal aus. Sie werden komplett vom Land übernommen. Für alle Schulen in Harsewinkel dürften diese Kosten Jahr für Jahr zwischen 15 und 20 Millionen liegen.
 
Für den 2. Teil des Abends hatte Friedhelm Thüte die Leitungen mehrerer Schulen eingeladen und gebeten, den einen oder anderen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ihrer Schule vorzustellen. Mechthild Clarfeld von der Kardinal-von Galen-Schule erläuterte eingehend die sehr positiven Erfahrungen, die sie seit Jahren mit der Integration von Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf in die Normalklassen gemacht hat.
 
Hermann Hecker und Birgit Amhoff von der August-Claas-Schule konzentrierten sich vor allem darauf, mit welchen Impulsen und zusätzlichen Unterrichtsveranstaltungen es in den letzten Jahren gelungen ist, die Schüler besser auf den Start in den Beruf vorzubereiten und die Zahl der Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, drastisch zu verringern. Ausführlich stellten die beiden Vertreter der Schulleitung auch dar, wie sorgfältig die Schüler in das neue Ganztagssystem eingeführt und vor allem auf das gemeinsame Mittagessen vorbereitet werden.
 
Lambert Austermann stellte als Schulleiter des Gymnasiums vor allem dar, mit welchen Methoden man am Gymnasium versucht, jeden Schüler individuell zu fördern. Für dieses Engagement hat das Gymnasium soeben das Gütesiegel des Landes erhalten. Weiter erläuterte Lambert Austermann, wie sich durch den beschlossenen Ganztagsbetrieb der Stress für die Schüler verringert und die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss des Gymnasiums verbessern werden.
 
Wolfgang Hoerning ging als Leiter der Realschule vor allem auf neuen Aufgaben ein, die mit der in Zukunft auf Grund der erhöhten Zahl von verpflichtenden Unterrichtsstunden notwendigen Übermittagsbetreuung verbunden sind.
 
Die einzelnen Referenten mussten sich immer wieder gezielten Anfragen aus dem Publikum und lebhaften Diskussionen stellen. Immer wieder wurde betont, dass die Stadt Harsewinkel sehr viel für ihre Schule tut und dabei weit über das hinaus geht, was viel Nachbargemeinden aufzuwenden bereit sind.
 
Die anwesenden Politiker konnten sich ein differenziertes Bild machen davon machen, wie konkret in unseren Schulen gearbeitet wird, und sie wurden in ihrer Absicht bestärkt auch in Zukunft Schule und Bildung erste Priorität zu geben.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben