Gute Gründe für gemeinsamen Bau

Stellungnahme des Heimatvereins von Daniel Brockpähler

17.03.2009
Stellungnahme des Heimatvereins von Daniel Brockpähler
zur Umfrage der UWG zum Standort des geplanten Bürgerhauses.

Gute Gründe für den gemeinsamen Bau
von Bürgerhaus und Sporthalle in Marienfeld

Bereits seit 1994 versucht der Heimatverein Marienfeld ein Bürgerhaus in Marienfeld einzurichten. Seit nunmehr zwei Jahren laufen rege Gespräche mit dem Sportverein Schwarz-Weiss Marienfeld, dessen Ergebnis der bekannte Antrag auf die Bürger- und Sporthalle in Marienfeld ist. Nach vielen guten Gesprächen, unter anderem mit der Stadtverwaltung Harsewinkel, wurde der erste Antrag überarbeitet, das Konzept verfeinert und es steht nun ein Entwurf fest, der am Anton-Bessmann-Ring in unmittelbarer Nähe zum Sportplatz gebaut werden soll.

Es wurden weitergehende Gespräche mit den Gruppierungen im Heimatverein und den anderen kulturtreibenden Vereinen in Marienfeld geführt. Alle Beteiligten sprachen sich für den Standort am Anton-Bessmann-Ring aus. Dies konnte auch in einem Gespräch mit der Verwaltung im Rathaus, zu dem unsere Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide geladen hatte, von allen anwesenden Vereinen gefestigt werden. Schließlich ist nun auch sie von diesem Standort überzeugt.

Derzeit läuft seitens der UWG Harsewinkel eine Umfrage bezüglich des Standortes des Bürgerhauses in Marienfeld. Für den Heimatverein ist diese Umfrage überraschend und nicht nachvollziehbar, da der einstimmige Ratsbeschluss vom 16. Dezember 2008 lautet „Der Rat beschließt, dass das an die Sporthalle angrenzende Bürgerhaus mit einer Größe von ca. 300 qm in die Planung der Sporthalle aufgenommen werden soll.“ Dieser, von allen Ratsmitgliedern getragene Beschluss, impliziert bereits das Bürgerhaus in der Nähe der Sporthalle. Die Umfrage ist für die engagierten Vereinsvertreter sehr befremdend und stellt die ehrenamtliche Arbeit für das Projekt in Frage. Sie erweckt den Eindruck, als hätten die Marienfelder Vereine nicht über genügend Alternativen nachgedacht. Seit 15 Jahren kämpft der Heimatverein für ein Bürgerhaus in Marienfeld. Der Idee, das Bürgerhaus an der Sporthalle zu errichten, gingen lange und intensive Gespräche voraus. Ohne lange zu überlegen, kann man fast 10 Standorte aufzählen, die in dieser Zeit diskutiert und wieder verworfen wurden. Dies wird seitens der UWG offensichtlich ignoriert.

Ob die Umfrage repräsentativ ist, kann in Frage gestellt werden, schließlich wurden nicht alle Bürgerinnen und Bürger in Marienfeld persönlich angeschrieben. Weiterhin fehlen grundlegende Informationen zum Bau der Bürger- und Sporthalle. Damit alle Bewohner der Stadt Harsewinkel nachvollziehen können, warum die Bürger- und Sporthalle am Anton-Bessmann-Ring und nicht ein einzelnes Bürgerhaus an der Seniorenresidenz stehen soll, sei folgendes genannt:

  • Um Bau- und Unterhaltungskosten zu senken, stehen sanitäre Anlagen, die Heizungsanlage und der Hausmeister beiden Gebäudefunktionen gemeinsam zur Verfügung.

  • Der Verkehrswert der Grundstücke an der Seniorenresidenz ist erheblich höher, als am Anton-Bessmann-Ring. Die Mindereinnahmen sind als Bau-Mehrkosten zu rechnen.

  •  Aus Lärmschutzgründen soll das Gebäude an das vorhandene Sportgelände angegrenzt werden und nicht neben der Seniorenresidenz gebaut werden.
  • An der Seniorenresidenz steht nicht ausreichend öffentlicher Parkraum zur Verfügung, schließlich kann der Jibi-Parkplatz nicht mit genutzt werden. Am Anton-Bessmann-Ring sind bereits knapp 120 Parkplätze angelegt.

  • Vom Ortsmittelpunkt, dem Klosterhof, ist die Bürger- und Sporthalle am Anton-Bessmann-Ring lediglich 100 Meter weiter entfernt als ein Bürgerhaus an der Seniorenresidenz.

Die Bürger- und Sporthalle in Marienfeld soll Begegnungsstätte sein. Personen mit unterschiedlichen Interessen, Sportbegeisterte und Kulturinteressierte, begegnen sich bei Veranstaltungen, Trainings und Wettkämpfen. Der Heimatverein Marienfeld ist davon überzeugt, das der gemeinsame Antrag der Bürger- und Sporthalle, der richtige Weg für Marienfeld ist.

Der Heimatverein betont ausdrücklich, dass keine Mehrzweckhalle geplant ist. Die Halle ist für den Sport, das Bürgerhaus ist für die Kultur. Und was dort gemeinsam genutzt wird, spart der Stadt viel Geld, dass sie in weitere wichtige Projekte investieren kann.

Wer die Antwortkarten der UWG ausfüllt, sollte die guten Gründe für den gemeinsamen Bau der Bürger- und Sporthalle am Anton-Bessmann-Ring im Kopf behalten. Nur dann bewahrheitet sich der diesjährige Slogan der KVG Heckerheide: „Ein Traum wird wahr“.

Für den Heimatverein Marienfeld

Daniel Brockpähler

Schriftführer

 

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