Adenauer und Thüte zu Gast beim CDU-Stammtisch in Marienfeld

Landrat Sven-Georg Adenauer, Friedhelm Thüte, Jörg Möllenbrock
Landrat Sven-Georg Adenauer, Friedhelm Thüte, Jörg Möllenbrock
23.03.2009
Der Ortsunionsvorsitzende Jörg Möllenbrock freute sich, beim Stammtisch  der CDU in Marienfeld den Landrat Sven-Georg Adenauer, den Bürgermeisterkandidaten Friedhelm Thüte sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Waldschlösschen begrüßen zu dürfen.

Zu Beginn der Veranstaltung sprach Jörg Möllenbrock die aktuelle UWG-Aktion an und stellte klar, dass man sich von Seiten der Ortsunion eindeutig hiervon distanziere. Möllenbrock verwies in diesem Zusammenhang auf die Diskussionen Ende 2008 im Schul-, Kultur- und Sportausschuss, in dessen Zusammenhang die Verwaltung beauftrag worden sei, ev. alternative Standorte in Marienfeld zu diskutieren, was auch vor Ort geschehen war. Im Ergebnis blieb jedoch zu verzeichnen, dass der gemeinsame Standort am Anton-Bessmann-Ring der geeignetste ist und somit diese Angelegenheit auch im übrigen einstimmig im Rat (also auch mit den Stimmen der UWG) beschlossen wurde, was der UWG offensichtlich entgangen zu seien scheint. Die jetzige unnötige und überflüssige Aktion ist wie ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlichen, die für den Heimatverein Marienfeld tätig seien, so Möllenbrock.

 

Landrat Sven-Georg Adenauer brachte den Zuhörern zum Thema „Sicherheit“ die aktuellen Zahlen und Daten aus dem Kreis Gütersloh, aber auch auf das Stadtgebiet von Harsewinkel bezogen, nahe. Einen hohen Anteil an den Gesamtdelikten hat heute die Fahrradkriminalität eingenommen. Schwierig hierbei sei vor allem die Aufklärung. Anzumerken bliebt in diesem Zusammenhang noch, dass manche Fahrradeigentümer nicht unbedingt erfreut über das Auffinden ihres gestohlen gemeldeten „Drahtesels“ seien. Adenauer verwies indes auf das Angebot der Kreispolizeibehörde, dass Fahrrad dort kostenlos registrieren zu lassen. Insgesamt betrachtet konnte der Landrat jedoch feststellen und dokumentieren, dass in den Bereichen Straßenkriminalität, Diebstahl aus Fahrzeugen und somit auch der Gesamtkriminalität sowohl auf Kreisebene als auch im Stadtgebiet Harsewinkel ein deutlicher und erfolgreicher Rückgang zu verzeichnen ist. Daneben wies Adenauer darauf hin, dass die Polizei durch verschieden Maßnahmen versucht, auch im präventiven Bereich vermehrt tätig zu werden, sei es durch Verkehrssicherheitstrainings welche nun auch auf dem Gelände des MSC Harsewinkel statt finden werden oder durch z.B. kostenlose Beratungsgespräche zum Thema „Wie sicher ist mein Haus/meine Wohnung ?“. Hier erfolgt beispielsweise ein Besuch eines Polizeibeamten welcher sich dann gemeinsam mit den Hausbewohnern die einzelnen Räumlichkeiten ansieht und Vorschläge unterbreitet, wie diese vor Einbrüchen sicherer gemacht werden können.

 

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass noch immer viele Verkehrsunfälle von Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren verursacht werden, hatte der Kreis Gütersloh die Aktion „Schutzengel“ inszeniert. Bisher haben sich rund 5.800 junge Erwachsenen aus dieser Altersgruppe beim Kreis Gütersloh registriert und nehmen somit aktiv an diesem Projekt teil. In anderen Kreisen Nordrhein-Westfalens hatte ein solches Projekt zu einem Rückgang der  an Verkehrsunfällen involvierten Verkehrsteilnehmer in der Altersgruppe 18 bis 24 Jahren von bis zu 30 % geführt und man hofft somit berechtigter Weise auf eine ähnlich gute und positive Entwicklung im Kreis Gütersloh.

 

Im Anschluss stellte der CDU Bürgermeisterkandidat Friedhelm Thüte die lokalen Themen „Energie und Umwelt“ sowie „Familienförderung“ vor.

 

In dem Bereich Energie und Umwelt zeigte Thüte die Möglichkeiten zur Energie-, Kosten- und CO2 Emissionsreduzierung im privaten Bereich sowie im kommunalen Bereich auf. Angefangen bei einer guten Dämmung über alternative Heizmethoden bis hin zu alternativen Stromgewinnungsmöglichkeiten zeigte Friedhelm Thüte auf, welche Maßnahen bezogen auf die städtischen Gebäude in Harsewinkel bereits umgesetzt wurden, und welche Ziele die CDU in diesem Zusammenhang noch verfolgt.

Aus dem Bereich der Familienförderung informierte Thüte darüber, welche Grundüberzeugungen die CDU vertrete und was die CDU in Harsewinkel bereits erreicht hat.

 

So wird zum Beispiel an vier von fünf Grundschulen der offene Ganztag angeboten, die Hauptschule ist inzwischen eine gebundene Ganztagsschule, das Familienzentrum MiniMaxi wurde weiter ausgebaut und es gibt Essenszuschüsse für Schüler und Kindergartenkinder.  Zur Situation an der Hauptschule in Harsewinkel hob Friedhelm Thüte hervor, dass man hier ein sehr gutes Mittagessen anbiete. Durch einige Zusatzangebote werden die Schüler schulisch noch besser gefördert und besser für den Übergang in den Beruf qualifiziert. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang u.a. auch die Lehrwerkstatt, welche noch relativ neu im Schulbetrieb mit eingebunden ist. Auch hat es für diese Schule bereits einige Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene gegeben, was die hohe Qualität an der Hauptschule in Harsewinkel deutlich mache. Daneben sei es jedoch auch wichtig für eine Stadt, so Thüte, dass die Kinder und Jugendlichen neben den Angeboten an Kindergärten und Schulen auch in Vereinen trainiert und gefördert würden, was ebenfalls zu einer positiven Sozialisation beitrage. In diesem Zusammenhang lobte Friedhelm Thüte das große Engagement, welches man auch in Marienfeld immer wieder antreffe.

 

Als nur zwei von zahlreich möglichen Beispielen erwähnte Thüte den Sportverein Schwarz-Weiß Marienfeld, welcher derzeit rund 544 Kinder und Jugendliche ausbilde und fördere.  Ebenfalls lobenswert sei die Arbeit des Blasorchesters Marienfeld, welches derzeit 14 Blockflötenkinder im Alter ab 6 Jahren und 27 Kinder und Jugendliche im Jugendorchester ausbilde und fördere. Hier ist noch zu erwähnen, dass die Kinder die Möglichkeit haben, sich ein Instrument erst einmal ausleihen zu können und nicht sofort ein eigenes Instrument bedürfen. Auch engagiert sich das Blasorchester im Rahmen der jährlich statt findenden Ferienspiel für Kinder und Jugendliche, die nicht verreisen und ihre Ferien zu Hause verbringen.

 

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