22.05.2009
Auf Grund zahlreicher Klagen aus der Bevölkerung und von Vertretern der politischen Parteien über die unerträgliche Verkehrssituation in Greffen hatte Herr Krämer von Straßen.NRW als verantwortlicher Auftraggeber  auf Veranlassung von UWG und CDU Vertreter der Parteien, der Kreispolizei, der ausführenden Firma und die Bürgermeisterin für den 22.05.09 zu einem Ortstermin eingeladen, um gemeinsam zu überlegen, ob und wie noch Abhilfe zu schaffen sei.

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Auch einige direkt betroffene Anlieger nahmen an der Besprechung teil.
Folgende Beschwerdepunkte wurden vorgetragen:

  • Die weiträumige Umleitungsbeschilderung ist unvollständig und verwirrend.
  • Der Verkehr (auch Schwerverkehr) weicht auf innerörtliche Wohnstraßen aus und gefährdet dadurch die Anwohner und verursacht in den kleinen Straßen erhebliche Schäden.
  • Die vollständige Sperrung der Durchfahrt durch die Hauptstraße führt zu erheblichen Umsatzverlusten bei den dort ansässigen Geschäften.
  • Es ist nicht einzusehen, warum die Straße vollständig gesperrt bleiben muss, wenn die Arbeit (aus technischen Gründen) längere Zeit ruht.
  • Warum hat man keine Ampellösung gewählt wie vor Jahren bei der Errichtung des Kreisels?

Zugesagt wurde von Straßen.NRW und der ausführenden Firma, dass die Arbeiten bis Ende Juni vollständig abgeschlossen sein werden.

Zugesagt wurde weiter, dass die weiträumige Umleitungsbeschilderung entsprechend den bei dem Ortstermin erörterten Vorschlägen überarbeitet und ergänzt wird.

In Aussicht gestellt wurde, dass man versuchen will bei der zweiten Bauphase die Sperrung zu lockern, wenn die Arbeit erneut aus technischen Gründen (Abbinden des Betons) zwei Wochen ruhen muss.

Abgelehnt wurde der Vorschlag einer Ampellösung, da bei der dann notwendigen Aufteilung der Arbeiten in mehrere Phasen der Qualitätsstandard gefährdet sein könnte. Außerdem vertrat Herr Krämer die Ansicht,  auf Grund der dann zu erwartenden langen Warteschlangen und –zeiten brächte eine Ampellösung weder für den Verkehr noch für die betroffenen Geschäfte eine wirkliche Verbesserung.

Keine Lösung gefunden wurde für die starke Mehrbelastung der kleinen Wohnstraßen. Auf die Möglichkeiten und Grenzen verstärkter Polizeikontrollen wurde hingewiesen.

Keine Abhilfe konnte in Aussicht gestellt werden für die Beeinträchtigung der an der Hauptstraße ansässigen Geschäfte.

Insgesamt bleibt der Eindruck, dass das Bauvorhaben und die dafür notwendigen Änderungen in der Verkehrsführung nicht sorgfältig genug geplant worden sind. Insbesondere unverständlich ist, dass die Stadtverwaltung Harsewinkel ihre Zustimmung zu dem Gesamtkonzept gegeben hat, ohne – was für die dortigen Fachleute auf Grund ihrer Kenntnis der örtlichen Verhältnisse leicht möglich gewesen wäre - die konkreten Auswirkungen des Vorhabens sorgfältig zu prüfen.

Völlig unverständlich bleibt, dass man so schwerwiegende Eingriffe umgesetzt hat, ohne dass man sich vorher mit den betroffenen Anliegern ins Benehmen gesetzt hat. Wäre das geschehen, hätte viel Ärger vermeiden werden können.
 

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