Heinz Sautmann
Heinz Sautmann
04.06.2009
Bekanntlich geht es in den Sitzungen des Betriebsausschusses in erster Linie um die Belange der Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen in der Stadt Harsewinkel. Die Bäder sind Teil der Wasserversorgungsanlagen. Wesentliche Punkte dieser Sitzung waren:
1. Entwurfsplanung für das Regenrückhaltebecken an der Wippe
2. Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zur Klärschlammtrocknung
3. Errichtung eines weiteren Förderbrunnens am Wasserwerk Harsewinkel

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Entwurfsplanung für das Regenrückhaltebecken an der Wippe

In der Betriebsausschuss-Sitzung am 12.02.2009 wurde die 1. Entwurfsplanung für den Bau eines Regenrückhaltebeckens an der Heinrich-Heine-Straße vorgestellt.

Aufgrund neuer Überlegungen um den Alternativ-Standort nordwestlich der Wippe (entlang der Straße „Tecklenburger Weg“) wurde vom Planungsbüro eine neue Studie vorgestellt, die sich im Wesentlichen mit den technischen Lösungsansätzen der 1. Studie deckt. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, wird eine Regenrückhaltung von den zuständigen Aufsichtsbehörden seit langem gefordert; wobei das Oberflächen-/Niederschlagswasser aus den Wohngebieten „Laumanns Hof“, „Ravensburger Weg“ und „Östlich der Wippe“ bei einer Realisierung des neuen Standortes durch einen Düker unter der Wippe in das Becken abgeleitet und nur bei Bedarf direkt in die Wippe abfließen wird.

Das Becken wird ca. 1.270 m³ Wasser aufnehmen können und insgesamt wegen der Nutztiefe eingezäunt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 350.000 € einschließlich der Kosten für den Grunderwerb.


Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zur Klärschlammtrocknung

Bereits in den Jahren 2007 und 2008 hat sich der Betriebsausschuss mit der Thematik  „Klärschlammtrocknung“ beschäftigt. Im August 2008 wurde die Betriebsleitung mit der Prüfung nach sinnvollen und wirtschaftlichen Maßnahmen zur Reduzierung der Klärschlammmenge beauftragt. Bekanntlich kann eine Mengenreduzierung (Gewicht) nur durch die Erhöhung des Trockensubstanzgehaltes im Klärschlamm erfolgen. Im Harsewinkler Klärwerk fallen derzeit ca. 3.000 t Klärschlamm p.a. an, der aufgrund des z.B. über dem Grenzwert liegenden Kupfergehaltes nur noch für den Landschaftsbau Verwendung finden kann, oder aber der Verbrennung zugeführt werden muss. Der für Harsewinkel bis Ende 2010 gültige Vertrag beinhaltet die Entsorgung für den Landschaftsbau. Es ist aber davon auszugehen, dass der Gesetzgeber in den nächsten Jahren die Grenzwerte für diverse Inhaltsstoffe reduzieren wird, so dass lediglich noch eine thermische Verwertung möglich ist. 

Unter diesen gegebenen Voraussetzungen hat die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die in der Sitzung von einem Fachbüro vorgestellt wurde. Diese Studie beinhaltet letztlich die 2 wesentliche Aussagen: 1. Aus ökonomischen Gründen ist es derzeit nicht ratsam, die technischen Voraussetzungen zur Klärschlammtrocknung zu schaffen, da der aktuelle Entsorgungspreis günstiger liegt. 2. Da die Überlegungen des Gesetzgebers wegen z.B. neuer Grenzwertsetzungen noch nicht abgeschlossen sind, können derzeit auch noch nicht gezielte Maßnahmen zur künftigen Klärschlammentsorgung aus ökonomischer und auch aus ökologischer Sicht vorbereitet werden.


Errichtung eines weiteren Förderbrunnens am Wasserwerk Harsewinkel

Für die Trinkwasserversorgung wird aktuell vom Wasserwerk aus 8 Brunnen gefördert, wobei festzustellen ist, dass die Brunnen 1-7 bereits seit etwa 40 Jahren und der Brunnen 8 etwa 15 Jahre in Betrieb sind. Die für die Wasserversorgung in Harsewinkel Verantwortlichen bemühen sich seit Jahren darum, einen weiteren Brunnen für die Wasserförderung zu nutzen. Die Begründungen dafür sind, dass die bisher vorhandenen Brunnen bezüglich der Fördermenge entlastet und der derzeit relativ hohe Nitratgehalt durch die verbesserten Voraussetzungen des neuen Brunnens kompensiert werden können.

Die Beschaffung des für den Brunnen benötigten Grund und Bodens in den Boombergen erfolgt im Tauschverfahren zwischen dem jetzigen Eigentümer und eines im Eigentum der Stadt befindlichen Grundstücks.  

Heinz Sautmann
CDU Sprecher im Ausschuss
 

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