Gemeinsam mit den Menschen Politik gestalten

Das Sommer-Interview mit Friedhelm Thüte (CDU)

Warum sollten die Harsewinkeler, Marienfelder und Greffener Friedhelm Thüte wählen? Dazu der CDU-Kandidat: „Ich gehe auf Menschen zu, höre zu und binde möglichst viele Bürger ein.“
Warum sollten die Harsewinkeler, Marienfelder und Greffener Friedhelm Thüte wählen? Dazu der CDU-Kandidat: „Ich gehe auf Menschen zu, höre zu und binde möglichst viele Bürger ein.“
21.08.2009

Von „Die Glocke“ Redaktionsmitglied JUDITH FRERICK.

Harsewinkel (gl). „Bodenständig, bürgernah, fair“ – das ist der Wahlslogan des CDUBürgermeisterkandidaten Friedhelm Thüte für die Kommunalwahl am 30. August. Im Sommer- Interview mit der „Glocke“ spricht er unter anderem darüber, was ihn an dem Posten des Stadtoberhaupts reizt.

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„Die Glocke“:
Wer ist Ihr politisches Vorbild und warum?
Thüte: Die Ausdauer und Kontinuität Helmut Kohls, die letztendlich zu der unblutigen Wiedervereinigung unseres geteilten Landes führte, hat mich beeindruckt.

„Die Glocke“: Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Thüte: Mut tut gut.

„Die Glocke“: Wann und warum sind Sie in dieCDU eingetreten?
Thüte: Das war 1999, um meine Ideen in die Kommunalpolitik unserer Stadt einzubringen.

„Die Glocke“: Warum möchten Sie Bürgermeister von Harsewinkel werden? Was reizt Sie an dem Posten?
Thüte: Ich freue mich auf die vielen Gespräche und Kontakte mit den Bürgern unserer Stadt. Mir liegt das Image unserer Stadt sehr am Herzen. Hier möchte ich neue Wege beschreiten. Die Kandidatur ist für mich eine große Herausforderung und Chance zugleich, unsere Stadt und unser Zusammenleben entscheidend mitzugestalten. Es gibt viele Projekte, die angepackt und zu Ende gebracht werden müssen. Ich möchte keine Politik vom Schreibtisch aus gestalten, sondern gemeinsam mit den Menschen.

„Die Glocke“: Welche drei Projekte würden Sie in der nächsten Legislaturperiode anpacken?
Thüte: In Sachen Wirtschaftsleben, Arbeits- und Ausbildungsplätze sind alle erdenklichen Anstrengungen erforderlich. Ein enger und intensiver Kontakt zwischen Verwaltung und Betrieben ist dafür unbedingt notwendig. Als Bürgermeister werde ich mich darum intensiv bemühen. Die Eltern und die Lehrer unserer Schulen sind zu ermutigen und in ihrer jeweiligen Arbeit tatkräftig zu unterstützen. Die Bereiche Energie, Finanzen und Verkehr sind Handlungsfelder, denen ich mich kreativ stellen will. Ich möchte keine Neuverschuldung, sondern Schuldentilgung. Energiesparende Maßnahmen und Energieproduktion vor Ort sind vorrangig zu bearbeiten.


Christdemokrat fordert mehr ehrenamtlichen Einsatz

„Die Glocke“: Eine kurze Stellungnahme zu den wichtigsten Harsewinkeler Themen: Sporthalle, Bücherei und Innenstadtgestaltung

Thüte: Die Sporthalle, kombiniert mit dem Bürgerhaus, befindet sich in der konkreten Planungsphase. Auf Antrag der CDU hat der Rat die entsprechenden Mittel für die Planung bereitgestellt und Baurecht geschaffen. Die Halle wird gebaut, aber nicht auf Kredit. Die ursprünglich geplante kleine Erweiterung der Bücherei ist vom Tisch. Stattdessen entsteht ein neues Gebäude im Stadtzentrum, in dem die untere Etage angemietet wird. Der Mietpreis ist relativ hoch bemessen. Es handelt sich bei der Summe leider nur um die Miete, nicht um Mietkauf.
Die Geschäftsleute wünschen keine Fußgängerzone. Da die Betroffenen in der Innenstadt leben, arbeiten und ihr Einkommen dort erzielen, sind sie vorrangig zu hören. Ich möchte keine Arbeitsplätze aufs Spiel setzen.

„Die Glocke“: Welcher Bürgermeister hat Ihrer Meinung nach bisher am meisten für Harsewinkel erreicht?
Thüte: Gerhard Deppenwiese hat in seiner Amtszeit grundlegende Weichen gestellt. Parkanlagen, große innerstädtische Plätze und Brunnen hatte er in Italien gesehen. Die Madonna am Ortseingang von Harsewinkel und die Bebauungsplanung der heutigen August-Claas-Straße sind Beispiele seiner Amtszeit.

„Die Glocke“: Wenn ich Bürgermeister von Harsewinkel wäre, würde ich. . .
Thüte: . . . mehr ehrenamtlichen Bürgereinsatz einfordern.

„Die Glocke“: Was glauben Sie, was schätzen die Mitarbeiter der Post an ihrem Führungsstil?
Thüte: Durch meine sachliche, ruhige, kompetente und menschliche Art konnte ich mir das Vertrauen der Mitarbeiter erwerben.

„Die Glocke“: Warum sollten die Harsewinkeler Sie wählen?
Thüte: Ich gehe auf Menschen zu, höre zu und binde möglichst viele Bürger ein. Projekte benennen, Menschen dafür gewinnen, ja zu begeistern, und dann gemeinsam zum Erfolg zu führen – diesen anderen Politikstil möchte ich den Wählern bieten.

„Die Glocke“: Viele Menschen sind politikverdrossen. Warum haben Sie Spaß an der Politik?
Thüte: Meckern gilt nicht, und Stöhnen ist nicht hilfreich. In der Politik sehe ich die Möglichkeit, an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen, um unser gemeinsames Leben hier in Harsewinkel positiv zu beeinflussen.

„Die Glocke“: Die drei wichtigsten Aspekte aus ihrem Parteiprogramm
Thüte:
Harsewinkel – unsere wirtschaftsstarke Stadt.
Harsewinkel – unsere kinder- und familienfreundliche Stadt.
Harsewinkel – unsere zukunftsorientierte Stadt.

„Die Glocke“: Was schätzen Sie an Ihrer Kontrahentin?
Thüte: Sie ist höflich, freundlich und nett.

„Die Glocke“: Wo sind ihre Schwächen?
Thüte: Ich würde lieber die Frage beantworten, was mich von Ihr unterscheidet. Ich bin offener und überhaupt nicht konfliktscheu. Das hilft, auch unbequeme Themen
anzupacken.

„Die Glocke“: Warum hängt Ihr Herz an Harsewinkel?
Thüte: Heimat, das sind für mich die Menschen, Wälder, Wiesen, Straßen, Wege und Plätze. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich bin stolz auf meine Heimatstadt Harsewinkel, auf Greffen und Marienfeld.

„Die Glocke“: Wo und wie haben Sie für den Wahlkampf Kraft getankt?
Thüte: Ich erhalte große Unterstützung von meiner Familie und von meinem Wahlkampfteam.

„Die Glocke“: Hand aufs Herz, was, wenn es am 30. August schief geht?
Thüte: Dann wäre ich nach den intensiven Anstrengungen der letzten Monate auf jeden Fall enttäuscht. Ergebnisunabhängig werde ich in der Woche nach der Wahl ein paar Tage mit meiner Frau in Freiburg verbringen.

© 2009 Die Glocke - 21. August 2009

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