30.08.2009
Mit dem Ergebnis der Kommunal 2009 kann die CDU nicht zufrieden sein. Die gesteckten Ziele wurden nicht erreicht.
Mit 29% für den Bürgermeisterkandidaten Friedhelm Thüte musste die CDU eine herbe Niederlage einstecken.
„Der Wähler hat entschieden, das akzeptiere ich so“, sagte Friedhelm Thüte, der seiner Kontrahentin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) gratulierte.

Darüber hinaus verlor die CDU aber noch vier Wahlbezirke:
(7) Stefan Meyer-Wilmes,
(10) Anton Mense,
(14) Peter Thüte und
(15) Albert Deittert konnte sich in Ihren Wahlbezirken nicht durchsetzt.


Die 13 Vertreter der CDU für den neuen Rat:

Jörg Möllenbrock,
Manfred Meyer zuWickern,
Dr. Angelika Wensing,
Friedhelm Thüte,
Dieter Berheide,
Rudolf Wesselmann,
Alexia Leghissa,
Michael Wilhalm,
Heinz Bünigmann,
Norbert Kuznik,
Anja Diederichs,
Bernhard Bückmann,
Albert Deittert.

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Kommentare der heimischen Presse:

Sabine Amsbeck-Dopheide bleibt Bürgermeisterin

Eine klare Botschaft des Wählers
VON RICHARD ZELENKA

Nicht alles, was sich Sabine Amsbeck-Dopheide bei ihrem Amtsantritt vor fünf Jahren erträumt hat, ist in Erfüllung gegangen – einen Radweg entlang der B 513 nach Gütersloh wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Das Projekt scheiterte an den Grundstücksverhandlungen. Das ist nicht die Schuld der SPD-Frau.

Lachs aus der Ems wird bei den heimischen Gastronomen noch nicht kredenzt, und auch ein Badesee ist eine Zukunftsvision geblieben. Das muss nicht so bleiben. Denn Sabine Amsbeck-Dopheide hat für die Verwirklichung ihrer Ziele und Wünsche weitere sechs Jahre Zeit. Der Wähler will es so – mit einer überwältigenden Mehrheit, die so niemand für möglich gehalten hätte.

In Zeiten, in denen sich die Sozialdemokraten bundesweit in der Wählergunst im freien Fall befinden, schreibt das kleine Harsewinkel Polit-Geschichte. Der Wähler erteilte Friedhelm Thüte, dem Bewerber der CDU, der wiederum stärksten politischen Kraft in dieser Stadt, eine herbe Abfuhr – ein Trauma, denn auch bei der Ratswahl musste die CDU gehörig Federn lassen.

Die Botschaft ist klar: Sabine Amsbeck-Dopheide soll es auch in den nächsten sechs Jahren richten. Sie hat das Vertrauen der Harsewinkeler. Viele, auch in den Reihen der CDU, schätzen ihre nette und ausgeglichene Art, ihr Durchsetzungsvermögung und ihre Bürgernähe. Mit Charme und Sachverstand hat sie bewiesen, dass sie tatsächlich „eine von uns, eine für uns“ ist.

© 2009 Neue Westfälische, Montag 31. August 2009
 
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K.O.-Schlag für die CDU: Partei wird abgestraft

Von unserem RedaktionsmitgliedJUDITH FRERICK

Das war ein K.O.-Schlag für die CDU: Deutliche Verluste in den Wahlbezirken und ein abgestrafter CDU-Bürgermeister-Kandidat. Das nennt man wohl: abgestraft. Und das im politisch eigentlich „schwarzen“ Harsewinkel.
Die immer noch stärkste Fraktion hat stark geschwächelt. Friedhelm Thüte hat es als Herausforderer von Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) nicht geschafft. Wieder nicht. Wie seine Vorgänger Wolfgang Schwake (2004) und Hermann Menden (1999) scheiterte der Harsewinkeler. Woran hat’s gelegen? Am mangelnden Selbstbewusstseindes CDU-Bürgermeister-Kandidaten jedenfalls nicht. Auf die Frage bei der jüngsten Podiumsdiskussion, warum er die Bürgermeisterwahl für sich entscheiden wird, antwortete der 53-Jährige: „Weil ich antrete.“ Der aktuellste Wahlslogan lautete: „Gut – Besser – Friedhelm“. Daraus wurde jetzt nach der Kommunalwahl: „Gut – Besser –Sabine“, die sich tatsächlich als äußerst sattelfest erwiesen hat.
Und für Rückenwind, fast für einen Orkan, haben wie angekündigt die UWG, die Grünen und die FDP gesorgt. Es ist jetzt kurz nach der Wahl müßig zu diskutieren, warum gerade das Ringen um das Bürgermeisteramt für die CDU mehr und mehr zu einem Trauma wird. Vielleicht, weil Sabine Amsbeck-Dopheide im Super-Wahljahr 2009 als Bürgermeisterin fester denn je im Sattel sitzt. Vielleicht, weil sie in ihrer Amtszeit keine großen Fehler gemacht hat. Vielleicht aber auch, weil Friedhelm Thüte im Wahlkampf nicht offensiv genug war.

© 2009 Die Glocke, Montag 31. August 2009

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