100 Prozent für Klaus Thiemann

CDU-Ortsverband Harsewinkel wählt neuen Vorsitzenden und neuen Vorstand

19.09.2009

VON PETER BRINKROLF
© 2009 Neue Westfälische
Gütersloher Zeitung, Samstag 19. September 2009

Harsewinkel. 30 Parteimitglieder waren anwesend, alle 30 stimmten am Donnerstagabend im Saal Poppenborg für den vom Vorstand vorgeschlagenen Kandidaten. Damit hat der CDU-Ortsverband Harsewinkel einen neuen Vorsitzenden: Klaus Thiemann (48), der vor fünf Jahren in die CDU eintrat, löst Karl-Heinz Diederichs ab, der aus persönlichen Gründen nicht mehr antrat.
 

 

Der scheidende Vorsitzende ging in seinem Rechenschaftsbericht vor allem auf die Kommunalwahlen ein. Das Ergebnis für den deutlich unterlegenen Bürgermeister-Kandidaten Friedhelm Thüte nannte er „enttäuschend“, die fünf Prozent Verlust für die CDU bezeichnete er als „bitter“ und: „Wir hatten uns mehr vorgenommen.“ Diederichs: „Dass es so dramatisch werden würde, hatten wir nicht erwartet.“ Allerdings sei es heute schwer, eine absolute Mehrheit zu erringen.

Auf der anderen Seite erfreue sich die im Amt bestätigte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) einer außerordentlichen Beliebtheit – „das muss man anerkennen“. Für die neue CDU-Fraktion gelte es nun, sich zu sammeln und nach vorne zu schauen. Diederichs berichtete auch von den schönen Seiten des Lebens im Ortsverband mit politischem Frühstück, Rundgängen durch das Moddenbachtal und Betriebsbesichtigungen.

Die Mitgliederzahl der CDU in Harsewinkel habe sich in den letzten zwei Jahren von 190 auf 188 verringert. Er selbst verzichte mit Rücksicht auf das Familienleben auf den Vorsitz – es leide unter zwei Mandaten, denn Ehefrau Anja sitzt für die CDU im Rat der Stadt.

Nach dem eindeutigen Votum für den neuen Vorsitzenden (30 von 30 Stimmen) wählte die Versammlung Anton Mense (28 Stimmen) und Karl-Heinz Diederichs (21) zu stellvertretenden Vorsitzenden. Schriftführer wurde Heinz Sautmann, Stellvertreterin Alexia Leghissa.

Als Beisitzer sitzen künftig im Vorstand: Dieter Berheide, Bernhard Bückmann, Stefan Meyer-Wilmes, Thomas Nübel, Jürgen Petertonkoker, Veronika Richter, Ulrike Schlüter, Stefan Schumann, Corinna Thiemann (Tochter des Vorsitzenden), Friedhelm Thüte, Christoph Wallmeyer, Michael Wilhalm.

Als Gastredner stellte Bundestagskandidat Ralph Brinkhaus fest, das Ergebnis der Kommunalwahl biete keinen Anlass für die CDU, „den Kopf in den Sand zu stecken“. Trotz aller Verluste sei die Partei immer noch stärkste Fraktion im Rat. Am Wahlsonntag (27. September) aber gehe es „um die Wurst. Entweder wir schaffen eine schwarz-gelbe Koalition, oder es wird innerhalb der nächsten Legislaturperiode ein rot-rot-grünes Bündnis geben“. Brinkhaus: „Die werden das Subsidiaritätsprinzip in Frage stellen, alles wird auf staatlicher Ebene geregelt.“ Er sagte aber auch nachdrücklich: „Nicht noch einmal vier Jahre große Koalition.“

© 2009 Neue Westfälische
Gütersloher Zeitung, Samstag 19. September 2009

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