Rede von Dr. Angelika Wensing

zur Mitgliederversammlung vom 8.12.2009

Dr. Angelika Wensing
Dr. Angelika Wensing
08.12.2009

Liebe Pateifreundinnen und Parteifreunde. Sehr geehrte Gäste.

Die ersten zweieinhalb Jahre als Vorsitzende des CDU Stadtverbandes Harsewinkel liegen hinter mir. Es war eine sehr arbeitsintensive Zeit, die hauptsächlich von der Vorbereitung der Kommunalwahl geprägt war. Doch da war noch mehr.

In meiner Bewerbung um das Amt der Vorsitzenden habe ich 2007 versprochen, mich für die Stärkung des vertrauensvollen Miteinanders zwischen den Ortsteilen einzusetzen. Ich denke, das ist ganz gut gelungen. Niemand wird von uns erwarten, dass wir uns immer einig sind. Jedoch haben regelmäßige Treffen mit den drei Ortsunionsvorsitzenden und dem Fraktionssprecher dazu geführt, dass ein sehr konstruktives Klima im Stadtverbandsvorstand entstanden ist. Dieser Weg ist der richtige und es gilt, ihn auch weiterhin zu beschreiten.
Wir brauchen eine starke CDU in allen drei Ortsteilen und eine starke CDU Fraktion.

Und da sind wir auf einem guten Weg. In Marienfeld wurde in den letzten Jahren die CDU Arbeit vor Ort stark intensiviert. Der öffentliche Stammtisch alle drei Monate, die konsequente Teilnahme der Vorstandsmitglieder an öffentlichen Veranstaltungen im Ort und auch der Generationswechsel im Vorstand und bei den Ratskandidaten haben zu deutlichen Mitgliederzuwächsen und einem guten Wahlergebnis geführt.
Ganz besonders erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang die sehr gute Arbeit von Jörg Möllenbrock im Hinblick auf die Mitgliederwerbung. So wurde Marienfeld im vergangenen Jahr der Ortsverband mit dem stärksten Mitgliederzuwachs im Kreis.
Auch in Harsewinkel ist es gelungen, neue Leute in die Vorstandsarbeit einzubinden und damit neue Ideen auf den Weg zu bringen. Mit dem politischen Frühstück wurde eine gute Möglichkeit geschaffen, politische Gespräche in einem anderen Rahmen zu gestalten. Die jährliche Rad- bzw. Besichtigungstour fand ebenfalls immer guten Anklang. Die Mitgliederzahlen sind stabil. Zur Zeit wird an einem Konzept gearbeitet, einen Ersatz für das Montagsforum ins Leben zu rufen.
Die CDU in Greffen steckt momentan in einem Umstrukturierungs- und Verjüngungsprozess. Das schlechte Ergebnis bei der Kommunalwahl und sinkende Mitgliederzahlen waren ein Signal, das man vor Ort richtig verstanden hat. Die erst kürzlich durchgeführte öffentliche Veranstaltung zur Emsrenaturierung war ein erfolgreicher Schritt in die richtige Richtung, dem weitere Schritte folgen werden. Die Unterstützung des Stadtverbandsvorstands ist den Greffener CDU Freunden dabei jederzeit gewiss.

Zu Beginn der Arbeit des neuen Vorstands haben wir die Außendarstellung der CDU Harsewinkel auf die Tagesordnung gesetzt. Mit der Entwicklung unseres neuen Flyers „Wir für Harsewinkel“ konnten wir 2 mal pro Jahr Informationen zur CDU Politik vor Ort in handlicher Form  und ansprechender Gestaltung an alle Haushalte im Stadtgebiet verteilen.
Auch die Pressearbeit wurde deutlich intensiviert. Das Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ fand immer stärkere Berücksichtigung in unserer Arbeit. Dabei möchte ich auch ganz ausdrücklich die hervorragende Arbeit von K.H. Diederichs bei der Gestaltung unserer Website erwähnen, auf der Sie jederzeit aktuelle Informationen über unsere Arbeit finden.

Die Kommunalwahlergebnisse im August dieses Jahres blieben leider deutlich unter unseren Erwartungen. Nun ist das kein alleiniges Phänomen in Harsewinkel sondern hat alle CDU Verbände im Kreis hart getroffen.
Im Schnitt verlor die CDU in allen Kommunen 5%. Die FDP ist überall stärker geworden, obwohl sie personell oft doch auf sehr schwachen Füßen steht. Die SPD hat in allen Orten, in denen sie die Bürgermeister stellt hinzugewonnen, so dass man wohl von einem Sogeffekt der Amtsinhaber ausgehen muss.
In keinem Ort des Kreises Gütersloh ist es gelungen, amtierende Bürgermeister abzulösen.
Für Harsewinkel müssen wir resümieren, dass die Bürgermeisterin durch Ihre Beliebtheit in der Bevölkerung die SPD mit hochgezogen hat. Ganz offensichtlich haben viele Wähler beide Entscheidungen aneinander gekoppelt.

Neben aller Statistik bleibt aber auch festzuhalten:
Wir haben als CDU einen sehr intensiven und sehr fairen Wahlkampf geführt. Wir haben unsere Aktivitäten im Vergleich zu vorausgegangenen Wahlen deutlich verstärkt.
Die Großflächenplakate, die sehr individuellen und ansprechenden Flyer, das sehr gut besuchte Sommerfest und die Veranstaltungen der Reihe „Wie wir in Harsewinkel leben wollen“  seine hier als Beispiele genannt.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei jedem Wahlkämpfer und jeder Wahlkämpferin bedanken. Danke für Euren Einsatz auf dem Markt, danke für die Hausbesuche in den Wahlkreisen und ein ganz herzliches Dankeschön an jeden, der unsere Arbeit mit einer Spende unterstützt hat.
Die allergrößte Anerkennung jedoch gebührt unserem Bürgermeisterkandidaten Friedhelm Thüte. Was Du in diesem Wahlkampf geleistet hast, das ist mit Worten nicht zu beschreiben. Unermüdlich hast Du Dich für unser gemeinsames Ziel eingesetzt. Die Unterstützung Deiner Frau und Deiner Familie war beeindruckend.
Dass Du so unter Wert geschlagen wurdest, gehört zu den Dingen aus meiner bisherigen Arbeit  als Vorsitzende, die mir ehrlich schwer im Magen liegen.
Doch wir müssen anerkennen, dass es in der Bevölkerung keine Mehrheit für einen Wechsel im Bürgermeisteramt gab.
Wo drei Mandate verloren gehen und die Bürgermeisterwahl hoch verloren wird, da muss man aber auch nach Fehlern suchen. Ein Fehler war die mangelnde Abgrenzung vom politischen Gegner. Ein klares Profil als CDU Harsewinkel haben wir uns nicht zugetraut. Kritische Themen, wie z.B. die Innenstadtgestaltung haben wir vor der Wahl nicht thematisiert. Abgrenzung wäre dort möglich gewesen und an anderen Stellen sicher auch. So haben wir es versäumt, Entscheidungsalternativen zu bieten. Dazu kommen einige Ratsentscheidungen, in denen wir kein gutes Bild abgegeben haben. Daran müssen und werden wir arbeiten.

Als Rückblick soll das nun auch genug gewesen sein.
Lasst uns gemeinsam nach vorn schauen.
Die Arbeit in allen drei Ortsteilen gilt es weiter zu entwickeln. Wir müssen als CDU so deutlich erkennbar sein, dass an uns kein Weg vorbei geht.
Konstruktive Arbeit im Rat, ein klares CDU Profil, eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit durch enge Kontakte zu den Bürgerinnen und Bürgern müssen Leitlinien unseres Handelns sein.
Wir sind nicht dafür bekannt, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir sind gut. Wir sind stark. Wir dürfen laut sein.

Wir werden konsequent für die besten Lösungen streiten. Die Fehler der Verwaltung und der Bürgermeisterin werden wir kontinuierlich aufzeigen. Kurz vor der Wahl  braucht damit keiner anfangen.
Die Gesichter der CDU müssen kontinuierlich erkennbar sein. In 5 Jahren wird der Rat allein gewählt. Dann brauchen wir die besten Köpfe. Da nn müssen unsere Leute bekannt und in ihren Wahlkreisen fest verankert sein.
Wir haben jetzt eine Zeit vor uns, die wir zur Neupositionierung nutzen müssen. Wir haben unsere Wahlziele nicht erreicht. Wir haben Verluste hinnehmen müssen. ABER: Wir sind die stärkste politische Kraft in unserer Stadt. Besinnen wir uns auf diese Kraft und nutzen sie.
Die nächste Herausforderung ist die Landtagswahl. Ich denke ich spreche im Namen aller CDU Mitglieder, wenn ich sage: Wir wollen kein Rot-Rot mit einem grünen Punkt für NRW.
Ob PDS oder Linke - wie oft sich die SED Nachfolgepartei auch umbenennt ,sie bleibt die Nachfolgepartei. Sie ist ein Sammelbecken für Anhänger sozialistischer Phantastereien.
Am 9. November 2009  haben wir uns daran erinnert, wie vor 20 Jahren mit dem Mauerfall der Niedergang des Sozialismus in Deutschland begann. Und am 9. Mai 2010 werden wir verhindern, dass die Nachfahren derer, die die Teilung Deutschlands zu verantworten haben, mit Hilfe schwächelnder Sozialdemokraten in NRW das Ruder übernehmen. Dafür ist dieses Land zu schade.
Wenn wir auch nicht immer eins sind mit den Entscheidungen in Düsseldorf, so wissen wir doch, was wir wollen. Darum werden wir für Uschi Doppmeier kämpfen wie wir es für Ralph Brinkhaus getan haben.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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