Jörg Möllenbrock
Jörg Möllenbrock
08.02.2011
Die nachfolgenden Themen wurden im Rahmen der 8. Sitzung des Planungs- und  Bauausschusses (PBA) am 08.02.2011 behandelt:

1. Mitteilung der Verwaltung: Nutzungsänderung einer Betriebshalle in eine Lager- und Produktionsstätte auf dem Grundstück Versmolder Str. 22 in Greffen

2. Mitteilung der Verwaltung: Neubau von 2 Logistikhallen mit Sozial- und Verwaltungsbereich auf dem Grundstück Gottlieb-Daimler-Str. 1 in Harsewinkel

3. CDU-Antrag vom 17.01.2010 zur Verbreiterung des Radweges an der B 513 im OT Harsewinkel

4. Sanierung von Brückenbauwerken in allen drei Ortsteilen

5. Sanierung Brockhäger Str. / Kirchplatz

6. Darstellung der Energieverbräuche öffentl. Gebäude

7. Konzept zur Reduzierung öffentlicher Spielplätze in der Stadt Harsewinkel – Spielplatzanalyse

8. Bauanfrage: Neubau eines MFH mit 4 Wohneinheiten auf dem Grundstück Bielefelder Str. 33 in Marienfeld

9. Bauanfrage: Nutzungsänderung einer Cafeteria in zwei Fachwerkhäusern in Verkaufsflächen, Verbindung mit einem Glasgang, auf dem Betriebsgeländer der Firma Bessmann in Marienfeld

10. Bauantrag: Neubau einer Garage mit 6 Stellplätzen auf dem Grundstück Alter Markt 18 in Harsewinkel
11. Bauantrag: Neubau eines EFH auf dem Grundstück Abt-Ferdinand-Str. 12 in Marienfeld

12. Bebauungsplan Nr. 25 „Stadtkern“ – 17. Änderung

13. Antrag auf Errichtung von 3 Spielstätten mit je 8 Geldspielautomaten auf dem Grundstück Südring 100 in Harsewinkel

14. Bedarfsorientierter ÖPNV: Zuschussbedarf für Anruf-Sammel-Taxi und Taxi-Bus

15. Einrichtung eines Fußgängerüberweges im Bereich Ostheide/Bahnhofstr./Lärchenweg im OT Harsewinkel

16. Sanierungsmaßnahme August-Claas-Schule

17. Haushaltsansatz Straßenbeleuchtung

18. Straßensanierung in der Straße Im Kreuzteich, Marienfeld


 

Zu 1:
Mitteilung der Verwaltung:

Nutzungsänderung einer Betriebshalle in eine Lager- und Produktionsstätte auf dem Grundstück Versmolder Str. 22 in Greffen
Die Firma Glamento GmbH aus Werther beabsichtigt einen Teilbereich des vormals von der Fa. Schörder genutzten Gebäudekomplexes an der Versmolder Str. 22 als Lagerstätte und zur Granulatmischung zu nutzen. Hierzu hat der Antragsteller einen Bauantrag beim Kreis Gütersloh am 05.11.10  eingereicht.
Auf Nachfrage der Stadtverwaltung Harsewinkel teilte der Kreis Gütersloh mit, dass hinsichtlich der geplanten Nutzung keine Probleme durch z.B. Immissionen zu erwarten sind.
Die CDU begrüßt das Vorhaben, da so eine Nutzung der aktuell leer stehenden Betriebshalle in Greffen gewährleistet ist.

Zu 2:
Mitteilung der Verwaltung:

Neubau von 2 Logistikhallen mit Sozial- und Verwaltungsbereich auf dem Grundstück Gottlieb-Daimler-Str. 1 in Harsewinkel
Die Firma Bertelsmann AG plant den Neubau von 2 Logistikhallen mit Sozial- und Verwaltungsbereich auf dem Grundstück Gottlieb-Daimler-Str. 1 in Harsewinkel. Hierzu hat der Antragsteller einen Bauantrag beim Kreis Gütersloh eingereicht.
Die CDU begrüßt das Investitionsvorhaben der Bertelsmann AG ausdrücklich, da hierdurch neben den baulichen Investitionen auch mögliche neue oder zusätzliche Arbeitplätze in Harsewinkel möglich scheinen.
Allerdings hat die CDU auch darauf hingewiesen, dass die Stadt Harsewinkel nunmehr keine Industrieflächen mehr vorhält. Hier muss kurzfristig etwas geschehen, nicht das wir in Harsewinkel die gleichen Probleme erhalten wie dies in anderen kreisangehörigen Städten bereits geschehen ist – nämlich die Abwanderung von Unternehmen mangels Industriefläche. Das wollen und können wir uns nicht leisten !
Diesbezüglich wurde uns von Seiten des Stadtplaners signalisiert, dass diese Problematik erkannt sei und man entsprechende Planungen laufen.

Zu 3:
CDU-Antrag vom 17.01.2010 zur Verbreiterung des Radweges an der B 513 im OT Harsewinkel

Der bereits bekannte Antrag wurde vom Landesbetrieb Straßen NRW geprüft. Auch dort wurde erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht.
Für das Teilstück zwischen dem Kreuzungsbereich Mühlenwinkel/Südring/Münsterstr. und der Straße Am Richterhof wurde ein 1. Entwurf erarbeitet. Vorgesehen ist ein Querschnitt mit 1,50m Gehweg, 2,0m Radweg und 1,0 Trennstreifen (= vorhandener Grünstreifen). Die Radwegbreite von 2m lässt einen Zweirichtungsverkehr zu.
Lt. Landesbetrieb ist geplant, die Gesamtmaßnahme noch im Jahr 2011 umzusetzen. Dies erfordert jedoch von Seiten der Stadt Harsewinkel, dass die dafür benötigten Grundstücksflächen der jeweiligen Eigentümer in diesem Bereich erworben werden. Wir hoffen, dass an dieser Stelle von den Eigentümern eine gewisse Kooperationsbereitschaft vorherrscht, damit diese dringend erforderliche Maßnahme auch umgesetzt werden kann. Dies ist schließlich in unser aller Sinne !

Zu 4:
Sanierung von Brückenbauwerken in allen drei Ortsteilen

Die Firma Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH aus Enger hat in der Sitzung des PBA die Ergebnisse der Brückenprüfungen vorgestellt. Demnach sind 4 Brücken sanierungsbedürftig – drei davon sogar umgehend zu sanieren, damit eine weitere Nutzung möglich ist.
Betroffen sind die Brücken Pagenkamp, Heckerhiede II (Greßmann), Lutterstrang/Wickern und die Brambrücke.
Außerdem machte das Ingenieurbüro darauf aufmerksam, dass für die Instandhaltung 14 € je qm Brückenfläche vorgesehen werden sollten.
Die CDU vertritt hier die Auffassung, dass die Stadt Harsewinkel die Sanierungsmaßnahmen sowie Neubau der Brücke Lutterstrang / Wickern entsprechend der Empfehlungen des Ingenieurbüros vornehmen soll. Abweichend in Hinblick auf die Ausschussvorlage ist, dass die Brücke am Lutterstrang nicht instandgesetzt wird, da dies unwirtschaftlich wäre. Bei der Instandhaltungsmaßnahme würden 18.000 € anfallen, welche aber nur einen kurzfristigen Erfolg versprechen werden. Die Brücke ist einfach zu baufällig. Ein Neubau der Brücke würde 36.000 € kosten und verspricht dann eine Laufzeit von bis zu 80 Jahren. In Hinblick auf eine solche Investition in Relation mit der entsprechenden Laufzeit und einer entsprechenden Vermögensbildung hat sich der PBA einstimmig entschlossen, die Brücke neu zu bauen, da die Kosten-Nutzen durch den Neubau eindeutig wirtschaftlicher erscheinen. Die Ausgaben im Jahr 2011 im Bereich der Brückenbauten belaufen sich somit auf insgesamt 183.000 €.

Zu 5:
Sanierung Brockhäger Str. / Kirchplatz

Nachdem der Rat in seiner Sitzung am 15.12.10 beschlossen hatte, den Teilabschnitt Kirchplatz/Brockhägerstr. (vom Brunnen bis zur Dr.-Pieke-Str.) unverzüglich in Asphaltbauweise zu sanieren, wurden die Planungen in der PBA – Sitzung von der Röver-Ingenieursgesellschaft vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Harsewinkel wurde erarbeitet, dass die Fahrbahn 4,15m breit sein soll. Der Unterbau sei lt. Gutachter geeignet, auch für die Asphaltierung genutzt zu werden. Durch Aufbringung von 2 Asphaltdecken soll die Straße erstellt werden. Dabei wird am Brunnen eine kleine Grünfläche angebracht werden, damit ein „schneiden“ der Verkehrsteilnehmer über die städtische Grünfläche nicht mehr möglich ist (was heute häufig zu sehen ist). Auch der Sicherheitsaspekt wird hierdurch deutlich erhöht.
Auf Nachfrage der CDU, ob bei städtischen Veranstaltungen z.B. die häufig am Brunnen errichtete Bühne aufgebaut werden könne, teilte die Verwaltung mit, dass dies auch in Zukunft möglich sei. Man werde dies aber noch einmal genau prüfen, so dass eine Gewährleistung des Bühnenaufbaus auch künftig gegeben ist.
Ferner teilte uns die Verwaltung als auch das Ingenieurbüro auf Nachfrage mit, dass der Zeitplan fest eingehalten werden könne. Vorgesehen ist, die Maßnahme in den Schulsommerferien 2011 durchzuführen. Mit einer Dauer von 3 Wochen käme man gut hin, so dass die nach den Sommerferien anstehenden Volksfeste im Innenstadtbereich problemlos verlaufen und stattfinden können.
Die Kosten, so das Ingenieurbüro, werden im vorgesehen Rahmen bleiben. Lediglich der zusätzliche/neue Grünstreifen im Bereich des Brunnen werde die Maßnahme etwas verteuern. Außerdem könnte sich die Maßnahme auch verteuern, wenn der Unterbau der bisherigen Straße nicht der Qualität entspricht, die der Gutachter attestiert hat.
Mehrheitlich wurde die vorgestellt Asphaltbauweise – auch mit den Stimmen der CDU – verabschiedet und zur endgültigen Entscheidung an den Rat empfohlen.

Zu 6:
Darstellung der Energieverbräuche öffentl. Gebäude

Die Energieverbräuche sind starken Schwankungen unterworfen. Hautpeinflussfaktoren sind z.B. Witterungsverhältnisse, techn. Ausrüstung und der Dämmstandard der Gebäude, die Gebäudenutzung oder das Nutzerverhalten.
Auffällig ist dabei unter anderem, dass durch technische Verbesserungen (z.B. Straßenbeleuchtung) und einer damit verbundenen Verbrauchsreduzierung trotzdem stetig ansteigende Kosten zu verzeichnen sind.
Da die Energieverbrauchsanalyse derart komplex ist, wird der PBA diese Thematik in der Sitzung am 12.07.11 erneut beraten. So bleibt uns die Möglichkeit, zum einen die Analyse genauestens mit Herrn Gödde (Stadt Harsewinkel) vorzunehmen und zum anderen mögliche Handlungsempfehlungen / Maßnahmen zu entwickeln.

Zu 7:
Konzept zur Reduzierung öffentlicher Spielplätze in der Stadt Harsewinkel – Spielplatzanalyse

Das Konzept einschl. der Beschlussempfehlungen wurde von Seiten der Stadt Harsewinkel vorgestellt. Die sich daraus ergebenen Spielplatzreduzierung sind rein wissenschaftlich zustande gekommen.
In den letzten Tagen sind bereits einige Einsprüche von Anwohnern der jeweils vorgeschlagenen und  zu schließenden Spielplätze bei der Stadt eingegangen, weshalb die CDU der Auffassung ist, hier zunächst einmal das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen und darüber hinaus auch mit den Anwohnern der übrigen Spielplätze (die zur Schließung in Frage kommen) zu suchen. So kann möglicherweise die Maßnahem als solche besser näher gebracht werden und zum anderen auch die Frequentierung der einzelnen Spielplätze besser analysiert werden.
Außerdem hat die CDU vorgeschlagen, die durch Schließung abgebauten Spielgeräte auf anderen Spielplätzen wieder aufzubauen. Manche Spielplätze hätten durchaus noch Bedarf bzw. die Möglichkeit, zusätzliche Spielgeräte anzubieten.
Diese Thematik wird, nachdem die Verwaltung die jeweiligen Anwohnergespräche geführt hat, in der PBA-Sitzung vor der Sommerpause wieder aufgegriffen.

Zu 8:
Bauanfrage: Neubau eines MFH mit 4 Wohneinheiten auf dem Grundstück Bielefelder Str. 33 in Marienfeld

Die Firma Berheide und Käuper GmbH plant die Errichtung eines MFH mit 4 Wohneinheiten im rückwärtigen Bereich des Grundstücks Bielefelder Str. 33 im OT Marienfeld.
Hier hat der PBA beschlossen, das Einvernehmen der Stadt zu erteilen.

Zu 9:
Bauanfrage: Nutzungsänderung einer Cafeteria in zwei Fachwerkhäusern in Verkaufsflächen, Verbindung mit einem Glasgang, auf dem Betriebsgeländer der Firma Bessmann in Marienfeld

Die Firma Bessmann beabsichtigt, die Nutzungsänderung von 2 bestehenden Fachwerkhäusern, die sich auf dem Betriebsgelände im Nahbereich der B 513 befinden. Die Fachwerkhäuser sind zurzeit als Cafeteria für die Fa. Bessmann genehmigt und genutzt und sollen zukünftig als Verkaufsraum von Produkten mit dem Schwerpunkt „Skandinavische Lebensweise“ genutzt werden. Es sollen Textilien, Bekleidung, Wäsche, Geschirr und Haushaltsgegenstände angeboten werden. Zudem ist vorgesehen, beide Fachwerkhäuser mit einer Glasüberdachung zu verbinden.
Der PBA hat einstimmig der geplanten Nutzungsänderung zugestimmt.

Zu 10:
Bauantrag: Neubau einer Garage mit 6 Stellplätzen auf dem Grundstück Alter Markt 18 in Harsewinkel

Herr Heinz Hüsing plant den Bau einer Garagenanlage mit 6 Einstellplätzen auf dem Grundstück Alter Markt 18 im Bereich der bestehenden Baulücke. Zudem sollen weitere 11 Stellplätze eingerichtet werden, die jedoch keiner baurechtlichen Genehmigung bedürfen.
Da hier seit Jahren eine Baulücke gegeben ist, wäre durch diese bauliche Maßnahme lt. Verwaltung eine städtebauliche Aufwertung gegeben. Außerdem sieht der Antrag eine Buchenhecke zur Clarholzer Str. hin vor, welche die dahinter liegenden Garagen und Stellplätze kaschieren soll. Die errichteten Garagen können, sofern zukünftig Bedarf bestehen sollt, kostengünstig und schnell wieder abgerissen werden, um dann eine 2-3 geschossige Bauweise vorzunehmen, so der Architekt des Antragstellers.
Der PBA erteilte diesem Vorhaben mehrheitlich das Einvernehmen.

Zu 11:
Bauantrag: Neubau eines EFH auf dem Grundstück Abt-Ferdinand-Str. 12 in Marienfeld

Frau Doris Siekaup plant den Bau eines EFH auf dem o.g. Grundstück. Unter Berücksichtigung der mit dem Antrag eingereichten Zustimmungen der angrenzenden Anwohner/Nachbarn in Bezug auf die Abweichung der Dachneigung (Flachdach ist geplant – vorgesehen im Bebauungsplan ist eine Dachneigung von 28 – 38 Grad) wurde diesem Vorhaben einstimmig zugestimmt.
 

Zu 12:
Bebauungsplan Nr. 25 „Stadtkern“ – 17. Änderung

Der Rat hatte bereits den Beschluss gefasst, diese Änderung in Hinblick auf eine mögliche Steuerung von Vergnügungsstätten vorzunehmen.
Nunmehr wurde dieser Beschluss von Seiten der Stadtverwaltung entsprechend ausgearbeitet (s. Ratsinformationssystem).
Der PBA hat einstimmig beschlossen,
a)
die 17. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 25 „Stadtkern“ mit dem vom Rat der Stadt am 05.10.101 beschlossenen Änderungsinhalten weiterzuführen.
b)
die Steuerung von Vergnügungsstätten/Spielhallen in der Stadt Harsewinkel im Rahmen der jeweils erforderlichen Einzelplanverfahren mit Bezug auf bereits bestehende planungsrechtlich abgesicherte Standorte für Vergnügungsstätten/Spielhallen in der Stadt vorzunehmen. Als Grundlage für die Begründung des jeweiligen Bebauungsplanes wird das in der Ausarbeitung des Büros Wolter & Hoppenberg aufgeführte Analyseschema angewendet.

Zu 13:
Antrag auf Errichtung von 3 Spielstätten mit je 8 Geldspielautomaten auf dem Grundstück Südring 100 in Harsewinkel

In Anlehnung zu Pkt.12 hat die CDU-Fraktion hier den Antrag gestellt, Beschlussalternative B zu verabschieden, was im PBA auch mehrheitlich erfolgt ist. Dieser sieht folgendes vor:
Der PBA beschließt, Vorhaben im Bereich Südring 100 weiterhin auf der Grundlage des § 34 BauGB (Innenbereich) als Einzelfallentscheidungen zu beurteilen. Der Aufstellung eines Bebauungsplanes für diesen Bereich wird nicht zugestimmt.
Dies hat zur Folge, dass es in diesem Bereich keine Spielhallen oder Vergnügungsstätten geben wird.

Zu 14:
Bedarfsorientierter ÖPNV: Zuschussbedarf für Anruf-Sammel-Taxi und Taxi-Bus

Die bestehenden Taxi-Bus- und Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre in der Stadt Harsewinkel wurden als Ergänzungen zu den Linienverkehren eingeführt und dienten auch als Eratz für die aufgegebene City-Bus-Linie. Mit der Durchführung wurde die TWE beauftragt. Hierzu wurde am 30.10.2000 ein entsprechender Vertrag geschlossen. Bis heute wurden der Stadt keine Kosten von Seiten der TWE in Rechnung gestellt.
Da nunmehr die TWE keinen neuen Vertrag für die Durchführung des Linienbusverkehrs im Nordkreis Gütersloh erhalten hat (Zuschlag ging an die BVO), wird die TWE jedoch die entstehenden Kosten von rd. 15.000 EUR in Rechnung stellen müssen. Problematisch dabei ist auch, dass die Stadt und die Politik derzeit keine Handlungsmöglichkeiten haben, da der Vertrag zwischen der Stadt und der TWE bzgl. der Taxi-Bus- und Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre noch bis Ende 2011 läuft.
Aus diesem Grund hat der PBA den Beschluss gefasst, die Kosten von 15.000 EUR im HH 2011 bereit zu stellen.
Ferner regte die CDU an, ab dem Jahr 2012 Angebote von der TWE, BVO und auch den örtlichen Taxiunternehmen einzuholen um zum einen die Maßnahme Taxi-Bus- und Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre weiter aufrecht zu erhalten, andererseits auch die wirtschaftlichste Lösung auszumachen. Dies wurde von Seiten der Verwaltung so zugesagt.
 

Zu 15:
Einrichtung eines Fußgängerüberweges im Bereich Ostheide/Bahnhofstr./Lärchenweg im OT Harsewinkel

Der vorgenannte Kreuzungsbereich wird von Fußgängern und Fahrradfahrern zu bestimmten Tageszeiten als Querungsstelle genutzt. Daher sollte hier ein Fußgängerüberweg (FGÜ) errichtet werden, dessen Kosten sich auf 7.000 EUR belaufen würdne.  In diesem Zusammenhang hat der Kreis Gütersloh als Aufsichtsbehörde eine Verkehrsmessung vorgenommen, auf wessen Grundlage eine Empfehlung sowie Stellungnahme an die Stadt Harsewinkel ergangen ist. In seiner Stellungnahme führt der Kreis GT an, dass die Kreuzung zu 97 % von Radfahrern genutzt wird. Außerdem sei festzustellen, dass nur wenige KFZ  diesen Kreuzungsbereich nutzen, die dann auch noch ein unauffälliges Geschwindigkeitsniveau aufweisen. Außerdem sei eine schlüssige, von Radfahrern akzeptierte Führung zum und vom FGÜ nicht umsetzbar.
In Anbetracht der Ausführungen des Kreises GT hat die CDU-Fraktion als auch die übrigen Fraktionen sich gegen den Antrag zur Errichtung eines FGÜ entschieden.

Zu 16:
Sanierungsmaßnahme August-Claas-Schule

Nach Besichtigung der August-Claas-Schule durch den PBA im Herbst 2010 wurde deutlich, dass in den Jahren 2011 ff. ein erheblicher Sanierungsaufwand zu leisten ist. Erste Kostenkalkulationen belaufen sich auf rd. 543.000 EUR.
Um an der vorgenannten Schule erste zwingend notwendige Sanierung von Bodenbelägen vornehmen zu können, hat der PBA einstimmig beschlossen, 15.000 EUR in den HH 2011 hierfür einzustellen.

Zu 17:
Haushaltsansatz Straßenbeleuchtung

Die RWE hat der Verwaltung am 13.01.11 mitgeteilt, ass die Entgelte für die Straßenbeleuchtung ab dem 01.01.11 rückwirkend deutlich erhöht werden. Begründet wird die Erhöhung durch eine Festlegung der Bundesnetzagentur, dass Straßenbeleuchtung zukünftig als Standardlastprofil-Lieferstelle zu bepreisen sei. Das führe zu deutlich höheren Netznutzungsentgelten. Zudem wird noch auf die Erhöhung der EEG und KWK-Umlage (erneuerbares Energiengesetz und Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) hingewiesen, die durch den Zubau neuerbarer Energien verursacht werde.
Es ist schon beinahe frustrierend, dass trotz stetig reduzierter Verbrauchswerte hier konstant ansteigende Kosten festzustellen sind.
Dabei ist auch noch kurios, dass die RWE zwar Kostenerhöhungen (nachträglich) sofort geltend macht und entsprechende Abschlagszahlungen erwartet, selbst jedoch bei der Erstellung von Jahresabrechnungen (z.B. Gas) seit 2007 rückständig ist. Laut Herrn Gödde kann die Stadt hier noch mit Erstattungen rechnen. Man wäre glaube ich ein Schelm, wenn man hier der RWE eine gewisse Absicht unterstellen würde – oder ?
Der PBA hat daher einstimmig beschlossen, den HH-Ansatz 2011 von 230.000 EUR auf nunmehr 245.000 EUR zu erhöhen.

Zu 18:
Straßensanierung in der Straße Im Kreuzteich, Marienfeld

Die Erneuerung der Kanalisation in der Straße Im Kreuzteich ist im ABK der Stadt als Sanierungsmaßnahme enthalten. Dabei handelt es sich sowohl um eine hydraulische als auch bauliche Sanierung, welche in offener Bauweise vorgenommen wird. Die Maßnahme soll entsprechend des Wirtschaftsplanes des Abwasserbetriebes in 2011 umgesetzt werden. Außerdem wurden in der o.g. Straße vergleichsweise viele Rissbildungen  im Bereich der Fahrbahn vorgefunden, die eine genauere Betrachtung der Ursachen erforderten. Ein Prüfung durch ein Baustoffprüflabor hat bereits statt gefunden. Im Ergebnis wurde mitgeteilt, dass eine Kompletterneuerung der Siedlungsstraße vorgenommen werden sollte.
Da im Rahmen einer solchen Maßnahme auch Anliegerkosten anfallen, hat die CDU vorgeschlagen, zunächst einmal die 3 möglichen Sanierungsvarianten mit den Anwohnern zu besprechen und zu erläutern – auch vor dem Hintergrund, welche Kosten möglicherweise für die Betroffenen anfallen könnten / werden.
Die Verwaltung hat zugesagt, eine exakte Kostenermittlung für die jeweiligen Anlieger zu erstellen und die 3 möglichen Varianten dann in einer Bürger- der Anwohnerversammlung zu erläutern.
Nach Meinung der CDU soll auch in dieser Versammlung beschlossen werden, welche Variante die Anwohner wünschen und die Stadt in der Siedlung ausführen soll.
Dem Antrag entsprachen auch die übrigen Fraktionen, so dass eine Entscheidung im PBA zunächst einmal vertagt wurde, bis die vorgenannten Punkte von Seiten der Stadtverwaltung abgearbeitet wurden.

 

Jörg Möllenbrock
CDU Mitglied im Ausschuss

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