Dr. Angelika Wensing
Dr. Angelika Wensing
03.05.2011
Bericht aus der Sitzung des Schul- Kultur- und Sportausschuss zu den Themen:

- Schülerzahlen in Harsewinkel
- Kindergartenbedarfsplanung
- Situation in der Mensa
- Satzungsänderung des Stadtsportrings
- Nutzungsordnung für die transportablen Bühnen
- Nutzungsordnung für die Mehrzweckhalle

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Schülerzahlen in Harsewinkel

In der Sitzung des SKS wurde im ersten Tagesordnungspunkt über die Schülerzahlen in Harsewinkel gesprochen.
Insgesamt ist die Zahl der schulpflichtigen Kinder rückläufig.
Den deutlichsten Rückgang verzeichnet dabei leider die August-Claas-Schule. Die Anmeldungen zum nächsten Schuljahr verstärken diesen Eindruck.

Trotz der dort anerkanntermaßen sehr guten Arbeit des Kollegiums unter Leitung des engagierten und sehr fähigen Rektors Hermann Hecker werden immer weniger Schüler an unserer Hauptschule angemeldet.
Positiv zu bewerten ist die steigende Zahl der Anmeldungen zum Gymnasium.

In der momentanen Situation sehen wir noch keinen Handlungsbedarf.
Wir werden die Entwicklung genau im Auge behalten. Im Moment sehen wir jedoch keinen Anlass, uns mit den SPD Wunschträumen von Gemeinschaftsschulen zu beschäftigen.


Kindergartenbedarfsplanung

Auch die Kindergartenbedarfsplanung stimmt laut Mitteilung der Verwaltung gut mit dem vorhandenen Angebot überein.
Uns freut der weitere Ausbau der Betreuungsplätze für unter 3 jährige Kinder.

Auf Nachfrage der CDU gab die Verwaltung einige grundsätzliche Informationen zum bevorstehenden Trägerwechsel im Marienkindergarten.
Nach der Sitzung besuchte Frau Dr. Wensing den Elternabend dieses Kindergartens, um sich ein umfassenderes Bild über die anstehenden Veränderungen dort und vor allem die Meinung der Eltern zu machen.


Situation in der Mensa

Von der Verwaltung wurde im nächsten Punkt die Situation in der Mensa vorgestellt. Durch den unerwartet hohen Andrang der Schüler des Gymnasiums kommt es dort zu Kapazitätsproblemen.

Es ist anzunehmen, dass die weitere Steigerung der Essensausgaben eher moderat ausfallen wird, so dass mit der vorgeschlagenen Anschaffung eines weiteren Kombidämpfers den Engpass entspannen wird.
Derzeit laufen zwischen der Verwaltung und den Schulen Gespräche, um weitere Optimierungsmöglichkeiten zu suchen.

Die CDU hat deutlich ihre Position formuliert, dass man alle in Frage kommenden organisatorischen Maßnahmen ergreifen sollte, um die Essensausgabe für alle Schüler, die am Mittagessen teilnehmen möchten, zu ermöglichen.

Die von der Verwaltung in Aussicht gestellte bauliche Erweiterung kommt für uns momentan nicht in Frage. Das Moddenbachtal soll nach Meinung der CDU nicht weiter zugebaut werden.


Satzungsänderung des Stadtsportrings

Zu einer lebhaften Diskussion führte die anstehende Satzungsänderung des Stadtsportrings. Dem neuen Logo und der Änderung der Bedingungen zur Mitgliedschaft stimmten alle zu. Die Kürzungen der Zuschüsse für überregionale Meisterschaften, die eine recht einseitige Belastung des Leistungssports bedeuten und vor allem die DLRG und die Tanzsportgarden treffen, halten wir für nicht so glücklich.

Die Souveränität des Stadtsportrings erkennen wir jedoch an und bedanken uns gern für die dort geleistete Arbeit. Die von allen Parteien gemeinsam beschlossene Kürzung der Gelder für den Stadtsportring führt natürlich zu Engpässen.

Bei weiter positiver Entwicklung der finanziellen Situation der Stadt kann sich die CDU für 2012 eine Erhöhung des Budgets für den Sport gut vorstellen.
Einhellig begrüßte der Ausschuss den Vorschlag von Frau Kaldeweide, diese Erhöhung für die Förderung des Leistungssports einzusetzen.
 

Nutzungsordnung für die transportablen Bühnen

Die CDU beantragte im nächsten Tagesordnungspunkt, die vom Verwaltungsvorstand unter der Leitung der Bürgermeisterin beschlossene Nutzungsordnung für die transportablen Bühnen unserer Stadt nicht wie vorgesehen in Kraft treten zu lassen.

 Die Vereine unserer Stadt, die diese Bühnen nutzen, leisten in ehrenamtlicher Arbeit einen sehr wertvollen und in unseren Augen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben und Zusammenleben in Harsewinkel.

Jede Art der weiteren finanziellen Belastung oder organisatorischen Erschwernis ihrer Arbeit ist Ausdruck mangelnder Würdigung ihres bürgerschaftlichen Engagements.

Die hier zu erzielenden Einnahmen stehen in keinem Verhältnis zum Motivationsschaden, den die Verwaltung damit anrichtet.
Im Gegenteil, die Vereine haben aus unserer Sicht jede nur erdenkliche Unterstützung seitens der Stadt verdient. Und damit meinen wir ausdrücklich praktische Hilfe und keine markigen Worte in Wahlkampfbroschüren.

Ein kurzes Beispiel zur Begründung. Der Männergesangsverein hat ein Durchschnittsalter von ca. 70 Jahren. Erwartet man wirklich, dass diese Herren, die Bühnenelemente selbst transportieren und aufbauen?
Dieser Verein verfügt über so wenig Geld, dass er seine Beiträge drastisch erhöhen musste. Und hier soll jetzt abkassiert werden?

Wir freuen uns, dass dieser Antrag die Zustimmung der Gesamtheit des SKS fand.
 

Nutzungsordnung für die Mehrzweckhalle

Zu einer längeren Diskussion führte der vorgelegte Entwurf der neuen Nutzungsordnung für die Mehrzweckhalle.
Die CDU lehnte die hier vorgelegten Beschlussvorschläge A, B und auch C ab.

Wir verschließen natürlich nicht die Augen vor den Problemen, die sowohl die Schulen als auch die Sportvereine mit dem Ausfall der Hallennutzung wegen kultureller Veranstaltungen haben.
Nur bot der hier vorgelegte Entwurf dafür keine Lösung.
Schwammige Formulierungen sorgen für mehr Unklarheit als wirkliche Verbesserung und unrealistische Forderungen werden nicht per Beschluss realistisch.

Wie schon unter TOP 8 gesagt, lehnt die CDU jede Maßnahme ab, die zur finanziellen bzw. organisatorischen Verschlechterung der Situation der Vereine unserer Stadt führt.
Der Beitrag zum Zusammenleben in unserer Stadt, den diese z.T. historisch gewachsenen Vereine leisten, sollte uns auf jeden Fall auch etwas wert sein.

Es ist mit zweierlei Maß gemessen, wenn man wie vorgesehen auf Dammanns Hof fast 50.000 € verprassen will für eine Gemeinwesenarbeit, die die Betroffenen nicht wirklich engagiert wollen und schon gar nicht ehrenamtlich umfassend selbst leisten. Auf der anderen Seite werden dem Ehrenamt immer neue Hürden in den Weg  stellt.

Wir möchten das Wort Motivationsschaden nicht überstrapazieren, doch was hier vorgesehen ist, wird genau das erreichen.
Wir schlugen darum der Verwaltung vor, dass die überschaubare Zahl der Veranstaltungen in Einzelgesprächen mit den betroffenen Vereinen auf Zeitsparpotenziale untersucht wird, die dann konkret in die Nutzungsordnung aufgenommen werden. So kann für Schulen, Vereine und Sporttreibende Verlässlichkeit erreicht werden.

Ein kleines Beispiel zu den Abbauzeiten des Schützenfestes von uns zur Diskussion gestellt, zeigte auf, dass die Formulierungen in dem vorliegenden Entwurf von jedem anders beurteilt wurden. Auf unser Drängen hin  soll hier bis zur Ratssitzung für Klarheit gesorgt werden.
Die geplanten finanziellen Mehrbelastungen der Vereine durch Hallenwart und Bühnenfachkraft  konnten wir in Zusammenarbeit mit den anderen Parteien ebenfalls verhindern.

So können Kleintierzüchter, Bürgerschützen und Rote Funken ihre erfolgreiche Arbeit  ohne zusätzliche Belastungen weiter fortführen.
 

Dr. Angelika Wensing
CDU-Sprecherin im Ausschuss
 

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