Schul- Kultur- und Sportausschuss

Schwerpunkt: Sporthalle

Dr. Angelika Wensing
Dr. Angelika Wensing
23.11.2011
Der Hauptpunkt der Tagesordnung war die viel diskutierte Sporthalle.
Wie groß das öffentliche Interesse an dieser Frage ist, konnte man aus der sehr großen Zahl der anwesenden Zuschauer erkennen.




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Schulsozialarbeit an der
August-Claas-Schule und Realschule 


Nach der Kenntnisnahme der Berichte aus der Schulsozialarbeit waren alle Parteien voll des Lobes für die geleistete Arbeit an der Haupt- und Realschule.
Besonders die sehr gute Quote von über 60% der Hauptschulabgänger in eine Ausbildung ist hier hervorzuheben.
Auch der starke persönliche Einsatz der Sozialarbeiter im Kampf gegen Cybermobbing in den sozialen Netzwerken ist bemerkenswert.
Auf jeden Fall ist es auch aus Sicht der CDU erstrebenswert, dass die bisher handelnden Personen auch in der neuen Gesamtschule eine Zukunft haben.


Anträge zum Thema Sporthalle

Der Hauptpunkt der Tagesordnung war aber die Entscheidung über die viel diskutierte Sporthalle.
Wie groß das öffentliche Interesse an dieser Frage ist, konnte man aus der sehr großen Zahl der anwesenden Zuschauer erkennen.
Im Auftrag der CDU gab Dr. Angelika Wensing folgende Stellungnahme ab:

Nachdem wir seit 2007 über dieses Thema diskutieren, gefühlte 100 Leserbriefe und Stellungnahmen veröffentlicht sind und diverse Gemeinheiten verteilt wurden, fällt es uns sehr schwer, dieses Thema erneut zu vertagen.

Da wir aber nicht mit dem Kopf durch die Wand rennen wollen, sondern beharrlich und vernünftig nach Mehrheiten suchen, werden wir der Vertagung zustimmen.

Kurz zur Position der CDU:

Ja wir wollen eine Halle für den Vereinssport!
Ja wir wollen, dass diese Halle in Marienfeld steht.

Wir haben verschiedenste Berechnungen angestellt und sind immer wieder zu dem Ergebnis gekommen, dass der Sportunterricht in Harsewinkel und ein zeitgemäßer Ganztagsbetrieb mit den vorhandenen Hallenkapazitäten nicht in Gefahr sind, wenn wir die vorhandenen Kapazitäten konsequent voll nutzen.
Die Schülerzahlen sind rückläufig und werden das auch in den nächsten Jahren bleiben.

Mit der neuen Nutzungsordnung der Mehrzweckhall haben wir den Rückgang von Ausfalltagen in Gang gesetzt.
Wir haben Millionen in die Schulen investiert, um den Ganztag zu gestalten.
Die Lehrer an unseren Schulen setzen ihr Ganztagskonzept sehr kreativ in den bestehenden Räumlichkeiten um. Das wird ihnen ganz sicher auch weiterhin gelingen.

Der technische Zustand der Hallen sollte jedoch dringendst überprüft werden, damit die Sicherheit der Kinder nicht gefährdet wird und notwendige Sanierungen durchgeführt werden können.
Eine Halle, nur weil sie in die Jahre gekommen ist und renoviert werden muss als abgängig zu bezeichnen, das ist ein sehr durchsichtiges taktisches Manöver, und kein Privatmann würde so über sein Wohneigentum reden.

Das Dilemma der Sportvereine ist groß.
Basketballmannschaften, die keine Spielberechtigung für ihre Spielklasse erhalten, da ihre Halle nicht zugelassen ist!
Kein Hallenfussballtraining für Kinder im Winter und die damit verbundene Dauerdemotivation bei Hallenturnieren!
Ein Verein, der nicht wachsen kann, der keine Entwicklungsperspektiven hat, wie soll ein solcher Verein seine hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit motiviert fortsetzen?

Wie soll ein Heimatverein ohne räumliche Heimat arbeiten?
Wo soll man sich treffen?

Sowohl der Sport- als auch der Heimatverein Marienfeld haben berechtigten Bedarf angemeldet und den Anspruch darauf, diesen Bedarf gedeckt zu bekommen.

Und die Halle in Marienfeld wird darüber hinaus ja auch für die Raumnot der TSG eine deutliche Entlastung bringen.

Lassen sie uns endlich das Gezänk und Gezerre beenden und gemeinsam kreativ nach finanzierbaren und schnell durchführbaren Lösungen suchen.

Die Sportlerinnen und Sportler unserer Stadt und die vielen engagierten Mitglieder des Heimatvereins Marienfeld haben diese Fairness lange verdient.

Da wir nun wirklich keinen Applaus in Ausschusssitzungen gewöhnt sind, möchten wir uns hier ausdrücklich bei den Zuschauern bedanken.

Die SPD brachte anschließend fünf Punkte zur Abstimmung, von denen nur einer die Zustimmung des Gremiums fand.

Wie von der UWG angeregt, wurde beschlossen, dass die frei werdenden Räumlichkeiten im Marienkäferkindergarten auf ihre Eignung, sie als Bürgerhaus nutzbar zu machen überprüft werden.

Wir haben diesem Beschluss den Zusatz aufgedrückt, dass dies in enger Zusammenarbeit mit dem Heimatverein erfolgen soll. Denn nur wenn dieses Projekt vom Heimatverein akzeptiert und mit getragen wird, kann da ein Schuh draus werden.

Nach einigem Hin und Her ergab sich folgendes Bild:

  • SPD und Grüne favorisieren eine Halle in Harsewinkel.
  • Die FDP möchte wohl eigentlich gar keine Halle.
  • CDU und UWG stehen zum Beschluss von 2008 und wollen eine Halle für den Vereinssport in Marienfeld. 
Der Vollständigkeit halber und weil Applaus im Ratssaal wirklich selten ist, sei hier erwähnt, dass auch die Ausführungen von Herrn Sieweke (UWG) von den Zuschauern mit Applaus bedacht wurden.

In den nun anstehenden Haushaltsberatungen wird die Diskussion auf dieser Grundlage weiter geführt werden.
Wir freuen uns aber heute erst mal, unserem Ziel einen Schritt näher gekommen zu sein.

Dr. Angelika Wensing
CDU Sprecherin im Ausschuss

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