Jörg Möllenbrock
Jörg Möllenbrock
05.03.2012
Auf der sehr gut besuchten Veranstaltung des CDU-Ortsverbandes Marienfeld stellte zunächst Burkhard Bruns die neu aufgeplanten Kreisverkehre am Anton-Bessmann-Ring vor.

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Diese Neuaufplanungen wurden erforderlich, da der Landesbetrieb Straßen NRW die ersten Pläne in einigen Punkten bemängelt hatte und die erforderliche Genehmigung zur Umgestaltung nicht erteilt wurde. Im Wesentlichen konnten die ursprünglichen Ideen der Projektgruppe allerdings beibehalten werden. Jedoch die Kreiselhöhe, welche um einiges reduziert werden sollte, ist nun unverändert hoch. Die Außenseiten sollen nun angeschrägt werden, so dass die Glasgabionen (Bielefelder Str.) und auch die Marienfelder Wappen sehr gut sichtbar sein werden. Eine weitere Neuheit ist die Innenbeleuchtung der Glasgabionen, welche hinsichtlich deren Machbarkeit derzeit von der Fa. Elektro Wickern geprüft wird. In zwei Punkten hatte man allerdings kein Verständnis für die Vorgaben des Landesbetriebes Straßen NRW aufbringen können:

  1. Haltebuchten in den Kreisverkehrflächen. Diese sind für Fahrzeuge des Landesbetriebes vorgesehen, so dass diese bei anstehenden Arbeiten an den Kreisverkehren dort abgestellt werden können. Da jedoch künftig die Kreiselpflege von der Fa. Garten- und Landschaftsbau Bruns in Kooperation mit dem Heimatverein Marienfeld erfolgen wird, sind diese quasi überflüssig. Daher wurde hier der Wunsch geäußert, die Kreisverkehre vollständig neu zu gestalten und die Haltebuchten zu entfernen.

     

  2. Richtungstafeln auf den Kreisverkehren. Vor jeder Kreiseleinfahrt befindet sich bereits ein Hinweisschild, welches auf einen Kreisverkehr hinweist. Zusätzlich wurden die o.g. Schilder auf der Kreisverkehrfläche angebracht. Da in Deutschland grundsätzlich Rechtsverkehr herrscht bzw. vorgeschrieben ist, halten wir diese Schilder für völlig überflüssig. Zudem verschandeln diese die Ansicht des künftigen Kreisverkehres und dessen Gestaltung, weshalb diese entfernt werden sollen.

Beide zuvor benannten Punkte/Änderungswünsche wird der CDU-Ortsverband Marienfeld an die Stadt Harsewinkel weiterleiten, versehen mit der Bitte, diese mit dem Landesbetrieb Straßen NRW zu erörtern und zu verwerfen.

Anschließend stellte der Löschzugführer der freiwilligen Feuerwehr Marienfeld, Norbert Cordes, die Änderungs- und Erweiterungspläne der Feuerwehr Marienfeld vor. Zu Beginn erhielten die Besucher/-innen einige Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen, so dass schnell klar wurde, dass die beabsichtigten Investitionen keiner freiwilligen Leistung / Aufgabe entsprechen, sondern vom Gesetzgeber gefordert sind. Da die Stadt Harsewinkel eine der letzten Kommune im Kreis Gütersloh ist, die dieser Verpflichtung nachkommt, sehnt man sich von Seiten der Feuerwehr bereits nach den entsprechenden Maßnahmeumsetzungen. Das Brandschutzgutachten wurde bereits im Jahr 2009 erstellt, auf wessen Grundlage die Veränderungsbedarfe basieren. Die aktuelle Mängelliste der Feuerwache ist lang, beginnend von längst nicht mehr nutzbaren Duschräumen bishin zu Ungeziefer (einem „lebenden Kriechkeller“) und maroden Dachaufbauten.
Auch mangelt es z.B. an ausreichenden Parkplatzflächen für die Feuerwehrleute, da je Sitzplatz auf den Feuerwehrwagen ein Parkplatz vorzuhalten ist. Dieses Kriterium ist derzeit ebenfalls nicht erfüllt.
Zu den weiteren rechtlichen Vorgaben zählt z.B. das Eintreffen des Löschzuges am Einsatzort innerhalb von 8 Minuten nach Alarmierung, was teilweise recht problematisch ist, da viele Feuerwehrleute außerhalb berufstätig sind. Doch gerade vor diesem Hintergrund ist der Standort der Marienfelder Feuerwehr ideal, da alle ev. Einsatzorte innerhalb dieser zeitlichen Vorgabe erreicht werden können. Die neuen Pläne können wir an dieser Stelle noch nicht veröffentlichen, da diese bis dato erst in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt wurden. Dies werden wir zu gegebener Zeit nachholen.

Die Grundausbildung zum Feuerwehrmann oder –frau führt die Berufsfeuerwehr in Gütersloh durch. Dabei ist durchaus erwähnenswert, dass sämtliche Lehrveranstaltungen immer an Wochenenden statt finden.
 
Die freiwillige Feuerwehr Marienfeld verfügt derzeit über 43 Feuerwehrleute (darunter auch 1 Frau). Außerdem befinden sich 7 Nachwuchskräfte im Jugendalter in Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr Harsewinkel. Die Tagesverfügbarkeit in personeller Hinsicht ist lt. Cordes noch in Ordnung. Langfristig jedoch bedarf es auch hier einiger neuer Akteure, um die erforderliche Stärke und die damit verbundene Einsatzbereitschaft und –fähigkeit der Feuerwehr aufrecht erhalten zu können. Junge Menschen, die sich ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren möchten, sind daher IMMER herzlich willkommen. Nur so ist die freiwillige Feuerwehr in der Lage, langfristig als „freiwilliger Dienstleister“ erhalten zu bleiben und sich für das Wohl und die Sicherheit der Menschen zu engagieren.

Im Jahr 2011 hatte die freiwillige Feuerwehr Marienfeld keinen einzigen Fehlalarm zu verzeichnen. Die Einsatzzahlen liegen bei durchschnittlich 60 – 70 Einsätzen pro Jahr. Häufigste Ursache sind dabei die sog. Hilfeleistungen (z.B. nach Verkehrsunfällen).

Den Baubeginn an der Feuerwache in Marienfeld schätzt Cordes auf Spätsommer 2011, da zunächst die Ausschreibungen durch die Stadt Harsewinkel vorgenommen werden müssen. Auf Nachfrage bestätigte er, dass die Feuerwehr wie vorgeschrieben während der gesamten Sanierungs- und Bauarbeiten einsatzfähig bleiben wird.

Zum Schluss wurden den Besuchern noch die Einsatzfahrzeuge sowie deren Ausstattung und Geräte vorgestellt und erläutert. Alle Teilnehmer dankten Norbert Cordes für die ausführliche und sehr interessante Führung.

Großen Dank richteten alle Beteiligten an alle freiwilligen Feuerwehrleute und deren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz für die Sicherheit der Menschen, was u.a. mit einigen Entbehrungen in Sachen Freizeit- sowie Urlaubsgestaltung und dgl. einher geht.

Jörg Möllenbrock

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