Ralph Brinkhaus diskutiert in einem Marienfelder Wahlkreis

Dämmerschoppen bei Jörg Möllenbrock

29.07.2012
Das MdB Ralph Brinkhaus nutzt die Sommerpause zu lockeren Gesprächen in seinem Wahlkreis. Zusammen mit dem CDU-Ortsvorsitzenden Jörg Möllenbrock veranstaltete man auf dessen Anwesen einen Dämmerschoppen. Brinkhaus konstatierte, dass bestimmt die Euro-Krise im zentralen Interesse stünde und begann sodann mit einer ca. 25-minütigen „Erklärung“ der aktuellen Situation.


Jörg Möllenbrock und Ralp Brinkhaus MdB



Neben den wirtschaftlichen Verflechtungen und Abhängigkeiten unseres Landes in Europa und der Welt erklärte er auch, warum die Kanzlerin nicht die von einigen gewünschte  „Erklärerin“ ist. Bei Sitzungen der Fraktion, aber auch bei den Gesprächsrunden mit bedeutenden Politikern brilliere die Kanzlerin durch klaren Sachverstand, ein überwältigendes Zahlen- und Beschlussgedächtnis. Das wären ihre absoluten Stärken und damit erarbeite sie sich die Hochachtung und den Respekt der ihr gegenübersitzenden „Alphatiere“.

Nach diesen Ausführungen begann die ca. 75-minütige Gesprächsrunde. Neben der EU-Thematik diskutierte man über das Betreuungsgeld. Zusammen mit Heinz Bünnigmann war er sich einig, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit – auch durch die Medien – nicht ausreichend und korrekt dargestellt würde. U-3 bedeute, dass Kinder ab dem 6. Monat  in den Kitas abgegeben werden könnten und gerade in diesem Lebensabschnitt die Nähe der Eltern von enormer Bedeutung sei. Selbst die Kosten des Unterfangens würden nicht oder nur unzureichend vermittelt. In NRW wäre die rot-grüne Landesregierung offensichtlich nicht in der Lage, ausreichend Kita-Plätze bereitzuhalten. Eine Klagewelle der Eltern sei deshalb zu erwarten.

Beim Thema Glaubensfreiheit meldeten sich auch die aramäischen Teilnehmer zu Worte. Brinkhaus als Kenner der Situation von Christen in der Türkei und im Nahen Osten/Nordafrika war hier ebenfalls sehr kompetent. Ziel der türkischen Regierung sei, dass Kloster Mor Gabriel, einer der bedeutensten Orte der aram. Christen, in ein Museum zu verwandeln. Als Folge hätte dieses, dass das Kloster seine Bedeutung für die Gläubigen vollends verlieren würde. Dieses sei ein bedeutender Teil der Entchristlichung in Gebieten, in denen der Islam die vorherrschende Religion ist. Trotz festgeschriebener Glaubensfreiheit würde in der Türkei alles andere als dieses praktiziert. Wünschenswert sei, dass die Christen ihre Gotteshäuser so frei wir in unserem Land errichten dürften und das auch die Ausbildung im jeweiligen christlichen Glauben endlich einmal erlaubt würde
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Gegen Ende lobte die Runde und auch R. Brinkhaus „den Neuen“, Peter Altmaier. Der Umweltminister sei ein echter Typ und von solchen gäbe es in der Politik leider nur noch wenige. Er spräche die Fakten aus, auch wenn diese manchmal etwas ernüchternd wirkten. Die CDU’ler trauen Altmaier zu, den lahmenden Prozess der Energiewende nun zielorientiert auf den Weg zu bringen.

Am Ende bedankte sich Jörg Möllenbrock bei Ralph Brinkhaus sowie den Diskutanten für die lebhafte Runde. Er bedauerte, dass der Wettergott nur wenige Minuten vor Beginn der Veranstaltung ein heftiges Gewitter zuließ und das aus diesem Grund sicherlich Einige nicht den Weg zu diesem Dämmerschoppen fanden.   Brinkhaus danke seinerseits und lobte die Idee einer solchen Veranstaltung in einem lockeren nahezu privaten Rahmen.

Egon Möllenbrock

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