CDU-Fraktion beantragt den Einstieg in die Planung für eine Doppelsporthalle in Harsewinkel

Dr. Angelika Wensing
Dr. Angelika Wensing
04.10.2012
Die Mehrheit des Rates hat am 05.07.2012 den qualitativen und quantitativen Schulsporthallenbedarf des Gymnasiums anerkannt.
Wir haben uns als CDU Fraktion gegen die Anerkennung dieses Bedarfs ausgesprochen, weil es aus unserer Sicht organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen des Schulsports gibt, die erst vollständig ausgeschöpft werden sollten, bevor man derartige Investitionen ins Auge fasst.

Als gute Demokraten werden wir uns dennoch ab sofort konstruktiv an den weiteren Planungen beteiligen.



Entscheidungen für die Entwicklung der Schulen unserer Stadt sind bisher  immer in großer Übereinstimmung zwischen den Fraktionen  getroffen worden. Die Weiterentwicklung unserer hervorragend aufgestellten Schullandschaft darf auch zukünftig kein Spielball knapper Mehrheiten sein.


Zum weiteren Vorgehen vor allem in planerischer Hinsicht ist die CDU-Fraktion der Ansicht, dass die Bereitstellung weiterer Hallenflächen für den Schulsport nicht so zwingend eilbedürftig ist, dass wir jetzt Schnellschüsse abfeuern müssen.



Laut den vorliegenden Berechnungen von Herrn Austermann wird der prognostizierte Mangel erst in 4-6 Jahren eintreten, wenn die Sekundarstufen des Gymnasiums und der Gesamtschule vollständig ausgebaut sind.

Bis dahin können lehrplanmäßiger Sportunterricht und die notwendigen Ganztagsangebote in den vorhanden Räumen durchgeführt werden.
Die sorgfältige Abwägung und Prüfung verschiedener Modelle und Standorte sollte zügig beginnen, jedoch mit der gebotenen Gründlichkeit erfolgen.
Den qualitativen Bedarf kann eine neue Doppelsporthalle decken
.
Wie die SPD es aber schaffen will, einen quantitativen sprich zahlenmäßigen Mangel an Hallenkapazitäten zu beseitigen, indem man zwei Einheiten abreißt und zwei Neue baut, erschließt sich uns nicht. Die Grundschulmathematik lehrt, dass zwei minus zwei gleich null sind. Und das bleibt auch dann noch null, wenn man damit eine qualitative Verbesserung erreicht hat.

Angesichts der ohnehin schon beengten Platzverhältnisse auf dem Gelände des Gymnasiums und der Kadinal-von-Galen-Schule legen wir Wert darauf, dass bei den anstehenden Planungen auch die Zweckmäßigkeit, die Realisierbarkeit und die finanziellen Folgekosten eines Hallenneubaus an anderer Stelle also außerhalb des Schulgeländes unter Beibehaltung einer bzw. beider bestehenden Hallen geprüft wird.

Wir wollen auf keinen Fall das Schulgelände in Beton gießen und für die Schüler keine Bewegungsmöglichkeiten in den Pausen mehr haben.

Synergieeffekte in der Materialbeschaffung zu nutzen klingt verlockend.
Wenn man dafür jedoch eine Standort- und Abrissentscheidung übers Knie bricht, die sich im Nachhinein als falsch herausstellt, hat man nichts gespart sondern zahlt drauf.
Ob mit oder ohne Vereinsräume gebaut wird, bedarf aus unserer Sicht Gespräche mit den ortsansässigen Vereinen, um deren Bedürfnisse zu erfragen und eine Standortanalyse, die aussagt, wie viel Platz wir denn zur Verfügung haben. Auch hier sollten wir uns Zeit für weitsichtige Entscheidungen nehmen.

Im Hinblick auf die Mensa möchten wir festhalten, dass die aktuelle Mietlösung geschaffen wurde, um die Entwicklung der tatsächlichen Bedarfe der Schulen nach Mensakapazitäten zu erleben um, dann darauf reagieren zu können.
An dieser Position gibt es aus unserer Sicht momentan keinen Änderungsbedarf. Die Prognosen an Mensaplatzbedarf aus dem letzten Jahr sind sämtlichst unterboten.
Wir werden voraussichtlich mit den vorhandenen Möglichkeiten in den nächsten Jahren gut auskommen.
Eine Mensa auf dem Schulgelände kann und muss in die Neuaufplanung des Schulgeländes für eine Sporthalle als theoretische Variante einbezogen werden.

Nicht mehr und nicht weniger.

Wir legen weiterhin großen Wert darauf, dass der Bau einer weiteren neuen Sporthalle den gleichen Voraussetzungen unterstellt sein sollte, die auch schon für die Halle in Marienfeld galten.

  1. Es sollen für den Bau der Halle keine neuen Schulden aufgenommen werden.
  2. Der Schuldenabbau wird wie geplant vollzogen und nicht für den Bau einer Sporthalle zurückgestellt.
  3. Andere dringend notwendige Investitionen dürfen nicht zu stark beschränkt werden.

Die CDU Fraktion stellt somit folgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung:

Die Verwaltung wird beauftragt, das Jahr 2013 zu nutzen, um Standortplanungen für eine Doppelsporthalle in Harsewinkel zu entwickeln und in den Fachausschüssen zur Diskussion zu stellen.
An Hand der von den Schulen geäußerten Bedarfe sind Vorschläge zu erarbeiten, die darlegen, ob die Lösung des quantitativen Mangels mit oder ohne Abriss alter Hallen zu erreichen ist. Diese sind ebenfalls in den Fachausschüssen zu diskutieren.
Die Haushaltsmittel für diese Halle sind in die Investitionsplanung für 2014 und folgende aufzunehmen.


Dr. Angelika Wensing
für die CDU-Fraktion in Rat Harsewinkel

____________________________________________________________

In der Ratssitzung vom 04.10.2012 wurde dieser Antrag von einer breiten Mehrheit aller Fraktionen  angenommen bzw. beschlossen.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben