EINLADUNG: Organspende/-ausweis und Hirntod … und was Sie darüber wissen sollten

Veranstaltung der Senioren Union am 08.04.2013 um 19:30 Uhr im Heimathaus

Heinz Sautmann
Heinz Sautmann
13.03.2013
Die Organspende wird regelmäßig beworben mit dem Slogan „Leben schenken“, u. a. von der DSO, der Deutschen Stiftung Organtransplantation als auch durch einige Krankenkassen. Viele Menschen warten z. T. sehr  lange auf ein neues Organ, dass ihnen ein Weiterleben erst ermöglicht. Durch die Skandale der vergangenen Monate in Zusammenhang mit der Vergabepraxis der Organe hat sich die Spendebereitschaft zusätzlich weiter abgeschwächt.

Nach der „Modifizierung“ des seit 1997 existierenden Transplantationsgesetzes, beschlossen vor einigen Wochen durch den Bundestag, hofft man die Organspendebereitschaft zu erhöhen. Kliniken versuchen durch Öffentlichkeitsarbeit mit aktuellen Fällen aus der Region aufzuklären/zu informieren, um auf diesem Weg wieder zu mehr Organspenden zu kommen. Auf der Warteliste für ein Organ stehen über 12.000 Menschen – nur ca. 4.000 Organspenden von Hirntoten stehend dem gegenüber.

In den letzten Monaten  entflammte erneut die Diskussion über den Hirntod als Todeskriterium moderner Medizin. Ohne die Definition von Hirntod gäbe es jedoch keine Organspende/-transplantation.  Aber - wie tot sind Hirntote tatsächlich? Ist ein Organspender unmittelbar vor der Organentnahme eine Leiche oder ein Lebender ohne messbare Hirnfunktion? In dieser Frage nehmen Medizin, Rechtswesen und Theologie gegensätzliche Positionen ein. Die Furcht davor, zu früh für tot erklärt zu werden, ist  bei vielen tief verwurzelt. Medizinische, aber auch ethisch/moralische Standpunkte müssen in diesem Zusammenhang ebenfalls diskutiert werden.  Als Gegenpol zur DSO möchte die KAO (Kritische Aufklärung über Organentnahme) durch kritische Aufklärung auf die vielen Fragezeichen aufmerksam machen, damit sich Jeder eine eigene Meinung zu diesem Komplex bilden kann.

Heinz Sautmann von der Senioren Union hat zu diesem brisanten Thema den Kontakt zur UNI-Klinik in Münster aufgenommen. Die Organspendebeauftragte mit dem Schwerpunkt Transplantationsmedizin, Frau Dorothee Lamann, wird am 08.04.2013 um 19.30 Uhr im Heimathaus in Harsewinkel ein interessantes Referat halten und sowohl den Pro- als auch  den Kontra - Standpunkt beleuchten. Anschließend steht sie dann für alle Fragen zur Verfügung. Alle Interessenten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung willkommen. 

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