CDU Stammtisch in Marienfeld

Hauptthema war der Abzug der britischen Streitkräfte

13.05.2013
In Marienfeld trafen sich die drei CDU Ratsleute des Ortsteils wieder mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zum Stammtisch.


Heinz Hüsing, Jörg Möllenbrock, Erich Westersötebier, Dr. Angelika Wensing, Manfred Meyer zu Wickern



 

Zu Beginn informierte Angelika Wensing über den Sachstand der aktuellen Projekte im Ort. Der Umbau des Feuerwehrgerätehauses kommt gut voran. Die Baustelle für die neue Sporthalle am Anton-Bessmann-Ring ist eingerichtet. Die Gestaltung der beiden Kreisverkehre, die vom CDU Ratsmitglied und Ortsunionsvorsitzenden Jörg Möllenbrock mit initiiert wurde, entwickelt sich inzwischen erkennbar.

Ausgiebig erläuterten Angelika Wensing und Manfred Meyer zu Wickern die aktuelle Situation um das „Sorgenkind“ Bürgerhaus für Marienfeld. Der vom Heimatverein favorisierte Vorschlag der Stadtverwaltung, einen Teil einer alten Sporthalle nach Fertigstellung der neuen Halle zum Bürgerhaus umzubauen, wird von der Marienfelder CDU voll unterstützt. „Ein Heimatverein braucht auch eine Heimat.“ betonte Angelika Wensing, die es wie ihre Mitstreiter für unabdingbar hält, dass ein Bürgerhaus eine abgeschlossene Einheit ist. Die vom Heimatverein abgelehnte Mitnutzung von Schultoiletten, die es nötig macht, dass Besucher des Bürgerhauses durch Schulräume laufen müssen, können die Marienfelder Christdemokraten hundertprozentig nachvollziehen. Das in einer solchen Mischnutzung schlummernde Konfliktpotenzial sollte man nicht unterschätzen. Ludger Hecker machte als erster Vorsitzender des Heimatvereins aber auch deutlich, dass die Zeit drängt.

Hauptthema des Abends war dann ein Meinungsaustausch über den geplanten Abzug der britischen Streitkräfte und die damit verbundenen Veränderungen in Marienfeld. Jörg Möllenbrock stellte vor, wie die Stadt Gütersloh sich momentan diesem Thema stellt und in Zusammenarbeit mit NRW Urban mögliche Szenarien für die Weiterentwicklung des dann leer stehenden Flughafengeländes entwickelt. Einig war man sich in der gut besuchten Runde, dass eine Nutzung von Flächen als interkommunales Gewerbegebiet, wie es von den CDU Fraktionen der Anrainerkommunen favorisiert wird, auf jeden Fall der richtige Weg ist. Natürlich darf dabei nicht aus den Augen verloren werden, dass es auf dem Areal Gebiete mit einzigartiger Flora und Fauna zu erhalten gibt. „Es darf da nicht der letzte Grashalm zubetoniert werden. Aber die Gewerbeflächen können die wirtschaftliche Zukunft dieser Region entscheidend gestalten.“ fasste ein Gast die Meinungen der Anwesenden zusammen.

Befürchtungen, dass es zu gravierenden negativen Folgen für den Immobilienmarkt vor Ort geben könnte, wenn die derzeit über 130 an die britischen Streitkräfte vermieteten Wohneinheiten frei werden, wurden von Herrn Hüsing (Immobilienmakler) stark relativiert. Er betonte, dass die Erfahrungen, die man in Osnabrück und Münster nach den dort stattgefundenen Truppenabzügen gesammelt hat, zeigen, dass der Markt das sehr wohl verkraften würde. Eine Preiskorrektur von 10% nach unten am Markt hält er jedoch für durchaus realistisch.

Insgesamt kann man das Diskussionsklima zu diesem Thema als sehr offen und durchaus optimistisch bezeichnen. „Wir verlieren Nachbarn und gute Freunde, wenn die Streitkräfte abziehen, doch die anstehenden Veränderungen bergen auch viele Chancen.“ fasste Jörg Möllenbrock zum Abschluss zusammen.

Der nächste Stammtisch im Oktober wird sich mit dem Thema Sicherheit und Einbruchsprävention befassen.

Dr. Angelika Wensing

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