Lebensmittelüberwachung: Ortsnähe und Ortskunde sind Vorteile - nicht nur im Krisenfall

Widerspruch zu den Pläne der rotgrünen Landesregierung

Landrat Sven-Georg Adenauer
Landrat Sven-Georg Adenauer
29.11.2013 .
"Unsere Lebensmittelkontrollen sind gut. Die Mitarbeiter der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung machen vor Ort hervorragende Arbeit", stellt sich Landrat Sven-Georg Adenauer demonstrativ hinter seine Mannschaft. 

 




Er kontert damit Pläne der Landesregierung, die Zuständigkeit für große Lebensmittelbetriebe zentral nach Düsseldorf zu verlagern.

"Es gibt keinen Anlass zu Kritik an unseren Kontrollen und das Land bleibt inhaltlich eine Begründung schuldig, warum eine Zentralisierung stattfinden soll. Soweit damit der Vorwurf mangelnder Objektivität und "Kontrolle nach Kassenlage" unterstellt wird, weise ich dies in aller Deutlichkeit zurück! In diesem für Verbraucher, Handel und die produzierenden Betriebe höchst sensiblen Bereich können und wollen wir uns keine Fehler und Schwächen leisten", so der Verwaltungschef.

Gütersloh erfülle die Anzahl der geforderten Proben zu 97 Prozent und auch der Erfüllungsgrad der Betriebskontrollen sei weit über dem Landesdurchschnitt. Minister Remmel agiere mit falschen Zahlen, die ein Defizit an Lebensmittelkontrolleuren suggerieren sollen.

180 Kontrolleure - Tierärzte, Lebensmittelkontrolleure und amtliche Fleischbeschauer - sind im Kreis Gütersloh unterwegs - strikt nach den Prinzipien der risikoorientierten Überwachung. Besonders sensible Bereiche, wie beispielsweise offene, kühlpflichtige Lebensmittel, frisches Fleisch, Krankenhäuser und Kindertagesstätten werden häufiger kontrolliert als zum Beispiel der Kiosk oder die Tankstelle.

Wer auffällig geworden ist, muss damit rechnen, öfters Besuch von den Kontrolleuren zu erhalten. So garantiert der Kreis, durch ein enges Raster die schwarzen Schafe zu finden, ohne denen, die sauber arbeiten, zur Last zu fallen.

Den Vorteil der kommunalen Kontrolle fasst Adenauer zusammen: "Das Landesamt mit Sitzen in Recklinghausen, Essen und Düsseldorf ist viel zu weit entfernt von den relevanten Lebensmittelbetrieben und verfügt nicht wie unsere Kontrolleure über die erforderlichen orts- und betriebsbezogenen Kenntnisse, die in Krisenlagen überhaupt erst eine schnelle reaktionsfähige Überwachung garantieren. Ich halte nichts von Düsseldorfer Kontrolleuren im Kreis Gütersloh."

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