Senioren Union: Überwältigende Reiseeindrücke „Breslau–Krakau–Görlitz“

10.06.2014 .
Alle 37 Teilnehmer waren hellauf begeistert von der vom 2. Vors.  Heinz Sautmann geplanten einwöchigen Busfahrt, die obendrein in völliger Harmonie verlief. Dessen Frau Rita, eine im „Glatzer Land“ geborene, fügte sehr viel Wissenswertes hinzu.

Bei durchweg schönem Wetter erlebte die Gruppe das pulsierende Leben in der Universitätsstadt Breslau – u.a. bis in die Nachtstunden auf dem Marktplatz der Altstadt.

Besichtigt wurden die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende „Jahrhunderthalle“(1913), die Dominsel mit dem Dom u. der Kreuzkirche und nach Querung der „Verliebtenbrücke“ die Kirche „Maria auf dem Sande“. Weiter ging es zum barocken Hauptgebäude (18. JH) der Universität (140.000 Studenten) und den beiden sehenswerten Räumen „habsburgische Leopoldina“ und den Festsaal „Oratorium Marianum“.

Auf dem Weg nach Krakau erfolgte ein Abstecher in das als „Museum der Piasten-Dynastie“ eingerichtete Schloss in Brieg und die nebenan liegende  barocke Kreuzkirche. Ebenfalls am Weg liegend besichtigte man den berühmtesten Wallfahrtsort Oberschlesiens, das „Kloster Annaberg“ aus dem 15. JH.

Krakaus historische Bausubstanz versetzte die Gruppe in totale Verzückung. Noch am Abend waren die Altstadt und das noch intensivere Leben auf dem Marktplatz erstes Ziel. Am Folgemorgen führt die Besichtigung durch das „jüdische Viertel Kazimierz“. – im 2. Weltkrieg das „Juden-Ghetto“. In diesem Stadtteil drehte man den Film „Schindlers Liste“. Besichtigt wurden auch die alte Synagoge, die Klagemauer und der Friedhof. Anschließend vergnügten sich die Teilnehmer in der Altstadt, in der u. a. auch die gewaltige „Mariennkirche“ mit den beiden ungleichen Türmen ein Ziel war. Ein kurzer Fußweg führte zum polnischen  Nationalheiligtum Nr. 1, zum  „Wawel“, wo in Schloss und Kathedrale (Grundsteinlegung im Jahr 1000)  die polnischen Könige residierten. Am Abend kehrte die Gruppe in das jüdische Restaurant Ariel in Kasimierz ein. Nach dem Abendessen spielte das international agierende Trio  „Legend of Kazimierz“ typisch jüdische Musik – u.a. Hava Nagila oder Fiddler on the Roof u. Shalom Aleichem Hora, usw.

Von Krakau aus führte den Weg in Richtung Görlitz zuerst zur Besichtigung des „Salzbergwerkes Wieliczka“ (UNESCO Weltkulturerbe). Auf 9 Stollen entstand ein 300 km langes Labyrinth. Die beiden zugänglichen erreichte die Gruppe zu Fuß nach 380 Stufen. Kristallgrotten, Seen und Säle mit in die Wände gemeißelte Reliefs und Figuren wurden passiert, bis man endlich in 125 m Tiefe den nach der Königin Kinga  benannten 22.000 cbm fassenden größten Saal erreichte. In diesem werden Konzerte, Gottesdienste, etc. aufgeführt. In dem Stollen befindet sich in 135 m Tiefe ein Sanatorium für die Behandlung von Atemwegserkrankungen. Mit Aufzügen gelangten die Besucher wirder ans Tageslicht.
Gegen Abend bezog man Quartier in der am Grenzfluss Neiße gelegenen Stadt Görlitz, dem Tor zur niederschlesischen Oberlausitz mit seiner 925-jährigen Geschichte. Im 2. Weltkrieg kaum zerstört, verfügt die Stadt über sehr viele alte unter Denkmalschutz stehende Gebäude, von denen bisher  70 % renoviert wurden. Wahrzeichen der Stadt ist die „Peter u. Paul Kirche“, von wo den Blick hinunter schweift zur Grenzbrücke und den heute polnischen Stadtteil „Zgorzelec“. Besonders zu erwähnen sind die „Dreifaltigkeits-Kirche“, am Untermarkt das „Rathaus mit spezieller Hochzeitstreppe“, ein „Flüsterbogen“ sowie das „Schlesische Museum“.
Ein Abstecher führte zur Anlage „Heiliges Grab“, einer Nachbildung der wichtigsten Teile der großen Grabeskirche in Jerusalem, einem Ort zur Erinnerung an Leiden. Sterben und Auferstehung Jesu Christi.

Auf dem Rückweg stoppte der Bus in Bautzen und man besuchte die kleine, aber sehr schöne Altstadt. Im Zentrum der Oberlausitz liegend gilt Bautzen als politisches und kulturelles Zentrum der Minderheit der Sorben.

Nach ca. 2270 gefahrenen Kilometern bedankte sich eine rundum begeisterte Reisegruppe bei dem sehr humorvollen Busfahrer Thomas sowie den beiden Sautmanns.

CDU–Senioren Union
Stadtverband Harsewinkel
Egon Möllenbrock

Inhaltsverzeichnis
Nach oben