Begegnung mit dem Buddhismus u. „abendliche“ Stadtführung in Osnabrück

Senioren Union wieder unterwegs

17.06.2014 .
44 Interessenten begrüßte die 1. Vors. der CDU-Senioren/-innen (SU) Gisela Flunkert zur Halbtagesfahrt und erläuterte den weiteren Programmverlauf. Im Rahmen einer SU- Programmserie lernte man bereits den Islam u. auch Hinduismus näher kennen. Den Buddhismus hätte man nun im Buddhistischen Zentrum Osnabrück als nächstes eigentlich noch „intensiver“ wahrgenommen.


Die Gruppe mit einem der Nachtwächter auf der Rathaustreppe.


Der Referent beschränkte seine Informationen überwiegend auf den „Diamantweg-Buddhismus der Karma Kagyü Linie“. Er lieferte trotz Nachfragen nahezu keine Informationen darüber, worin sich die buddhistischen Richtungen unterscheiden, wer Buddha ist, was Buddha lehrt, was Karma bedeutet, usw.

Die Karma Kagyü Linie / Diamantweg-Buddhisten gehören zu einer der vier großen buddhistischen Schulen Tibets. Sie entstammen der Schule „Mahayana“. Als Linie der „direkten mündlichen Überlieferung“ legt sie besonderen Wert auf „Meditation“ und die „Anleitung durch einen Lehrer“. Seit dem 12. JH hat die ununterbrochene Reihe der „Karmapa-Wiedergeburten“ diese Linie erhalten. So gilt der zweite Karmapa als erster bewusst „wiedergeborener Lama“ Tibets. Seitdem sind die Karmapas das Oberhaupt der Karma Kagylü Linie und bis heute verantwortlich für ihren Fortbestand. Leider war die Zeit zu kurz, um auch noch eine kleine Meditation erleben zu dürfen.

Nach einer Stärkung im Osnabrücker Brauhaus warteten im Friedenssaal des Rathauses zwei Nachtwächter auf die Gruppe. Nach ausführlichen Erklärungen zum Gebäude, dem Friedenssaal und der Osnabrücker Historie, verteilten die Nachtwächter 10 Laternen an die Teilnehmer und zweigeteilt begann eine hochinteressante nahezu zweistündige abend-/nächtliche Führung durch den Stadtkern. Vor allem im finsteren „Bucksturm“ aus dem 12. JH erfüllten die wenigen Laternen ihren Dienst. Nach Wehrturm befand sich darin  im 14. JH ein kleines Gefängnis. Nicht jeder Insasse kam in den  „Johanniskasten“, benannt nach dem berühmtesten Insassen „Johann von Hoya“. Außer ihm überlebte in dem nur 1,60 m hohen Innenraum, der nicht verlassen werden durfte, kaum jemand. In der Zeit der Hexenverfolgung diente der Turm als Folterkammer. Zum Abschluss der Führung erklommen einige der Teilnehmer noch die 191 Stufen hinauf auf den Turm der Marienkirche und erlebten bei klarem Himmel einen herrlichen Rundblick über das nächtliche Osnabrück. Gegen Mitternacht verabschiedete die Gisela Flunkert die Teilnehmer mit dem Hinweis auf das in ca. 3-4 Wochen erscheinende Programm für das 2. Halbjahr 2014.

CDU – Senioren Union
Stadtverband Harsewinkel
Egon Möllenbrock

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