12.10.2014 .
Die Fraktion der CDU Harsewinkel hat am Wochenende Ihren Fraktionsausflug in Dortmund und deren Industrieumfeld vorgenommen.
Der Ausflug war geprägt aus einer Mischung politischer Information, interessanten Hintergrundinformation und das Auffinden von historischen Bezügen zur Industrievergangenheit des Ruhrgebietes bzw. des Tor von Westfalen.



Bei  der ersten Station fand ein politischer Austausch mit dem CDU Fraktionsgeschäftsführer Herrn Jostes statt. Er beschrieb den kommunalen Alltag der Stadt Dortmund. und den Herausforderungen der 7. Größten Stadt Deutschland, welche  im Vergleich zu Harsewinkel nicht größer sein können.

Wie auch in Harsewinkel, werden Gewerbeansiedlungen immer schwieriger, da  Bürgeransprüche und Gesetze einen Zugangsbarriere fixieren, der Gewerbeinteressierte in andere Regionen oder auch Ländern treiben kann. Die Haushaltsführung sind durch steigende Sozialaufgaben extrem schwierig und auch ungerecht, da die Kommunen häufig in Ihrer Belastung allein gelassen werden.



Die Stadträte werden immer voller, da durch den Wegfall der 5% Hürde alle Parteien im Stadtrat vertreten sind. Für die Abgeordneten bedeutet das eine erhebliche Mehrbelastung der Ratsarbeit. Im Vergleich zu Harsewinkel dauern die Sitzungszeiten 3 mal so lange an. Auch hier in Dortmund war zu erkennen, daß es immer schwieriger wird, dem Bürger eine gemeinschaftliche Verantwortung zum soliden Haushalt und damit zum Verzicht auf Mehrausgaben im öffentlichen Bereich
zu überzeugen.

Wir sind froh, daß sich noch Politiker im Ehrenamt finden, die unter solchen Bedingungen Freude an der kommunalen Gestaltung einer Stadtgemeinde haben, wenn auch durch die hohen Schulden der Handlungsspielraum der Kommunen immer geringer wird.

Nach dem doch recht nachdenklichen Eindruck besuchten wir die geheimnisvollen  internen Gebäude des Borussenstadiums. Begleitet von einer tollen Referentin war jedem klar, daß dieser Verein ins Dortmunder Umfeld  gehört.

Um neben Politik  und Fußball  die Historie und besonders die Brauereigeschichte kennenzulernen, wurde uns die Geschichte Dortmunds und deren Bierentwicklung ortsnah mit einer Stadtführung erklärt. Zitate wie „ das schlägt dem Fass den Boden aus“ hatten an in dieser tollen Stadt ihren direkten Hintergrund.

Der Folgetag war durch den Besuch in der Zeche Zollern geprägt. Hier wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Kohleförderung,  aber auch deren damit verbundenen körperlichen Belastungen der Menschen dargestellt. Als bodenständige Münsterländer konnten wir nachvollziehen, wie diese hohe Identität der Menschen zwischen Kohle, Fussball und ihrer Stadt entstanden ist.


Mit diesem vielseitigen Eindruck fuhren wir nach Hause. Geblieben ist der Respekt an den Menschen in Dortmund und die Erkenntnis, daß andere Städte Herausforderungen haben, bei denen Sie Unterstützung brauchen.

Stefan Meyer-Wilmes 

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