CDU Fraktion beantragt neue Räume für das Gymansium

für Kunst- und Naturwissenschaftt auf dem Gebäudeteil "G"

26.01.2015 .
Nicht nur der aktuelle Schulentwicklungsplan (SEP), sondern auch das von der Politik geforderte und von Verwaltung in Auftrag gegebene Gutachten Dr. Garbe& Lexis kommt in der Raumanalyse von Oktober 2014 zu dem Ergebnis, dass im Gymnasium 2 Kunsträume und 1 Musikraum fehlen, sowie Flächen für den Ganztag.



zum Antrag ...

Stadt Harsewinkel
Die Mähdrescherstadt
Die Bürgermeisterin

Münsterstr. 14
33428 Harsewinkel


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr verehrte Frau Bürgermeisterin,


namens und im Auftrag der CDU Fraktion stelle ich folgenden Antrag:

  1. Die Haushalts Position Produkt 21700 Gymnasium Kunst- Naturwissenschaftliche Räume wird in den regulären Haushalt 2015 übernommen.
  2. Mit den Bauarbeiten zur Aufstockung des Gebäudeteils G des Gymnasiums nach den bereits vorliegenden Plänen des Architekten Raimund Heitmann, Gütersloh, dem auch die weiteren planerischen Architektenleistungen übertragen werden, wird so schnell wie möglich begonnen.
 
Begründung:

Nicht nur der aktuelle Schulentwicklungsplan (SEP), sondern auch das von der Politik geforderte und von Verwaltung in Auftrag gegebene Gutachten Dr. Garbe& Lexis kommt in der Raumanalyse von Oktober 2014 zu dem Ergebnis, dass im Gymnasium 2 Kunsträume und 1 Musikraum fehlen, sowie Flächen für den Ganztag.

Dies war auch der Grund, warum die Kosten für den Bau dieser Fachräume in die Blaue Liste eingestellt wurden.
Von der Notwendigkeit dieser Fachräume sind also nicht nur das Land NRW (SEP), die Gutachter (Raumanalyse), sondern auch Verwaltung und Politik in Harsewinkel überzeugt.
Nicht überzeugend ist jedoch, den Bau dieser Fachräume auf die Blaue Liste zu setzen, und damit als nicht besonders wichtig, eilbedürftig einzustufen.

Denn:

1. Zurzeit findet der Kunstunterricht in den Kellergewölben eines ca. 40 Jahre alten Schulgebäudes statt, Kunstunterricht eines Gymnasiums im Keller. Das wäre für den einen oder anderen vielleicht noch im ganz hellgrünen Bereich. Aber auch nur für den einen! Rechnerisch stehen den Schülerinnen und Schülern (Schulkinder) drei Kunsträume im Keller zur Verfügung. Unter Beachtung aller auch Hygienevorschriften, aber auch solcher nach Mindestgrößen für Klassen- oder kunsträumen, dürfte, wenn überhaupt, nur ein Raum tatsächlich genutzt werden, wovon sich d.U. selbst an Ort und Stelle überzeugen konnte. Ein Raum wurde bereits aus Hygienegründen wegen erheblicher Feuchtigkeitsmängel inkl. daraus resultierender Geruchsbelästigungen (Gestank) für die Unterrichtsnutzung gesperrt. Ein weiterer Raum ist für einen halbwegs geordneten oder zumutbaren Unterricht nicht geeignet, er ist einfach zu klein. Bleibt der dritte Raum. Dieser hat zumindest eine passable Größe, von den Lichtverhältnissen wollen wir aber auf keinen Fall sprechen. Kunstunterricht im Keller eben! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Wir wollen nichts unnötig dramatisieren, aber durch die erheblichen Feuchtigkeitsmängel (Schimmelbildung?) ist die Gesundheit der Schulkinder und der Lehrkräfte gefährdet.

2. Der Antrag ist auch nicht vorschnell oder übereilt gestellt, denn die Feststellung der fehlenden Fachräume datiert bereits aus 2009, ist also fünf Jahre alt, älter als die Zeitschiene der Blauen Liste lang ist. Der erste Antrag der Schulkonferenz datiert vom 21.11.2013.

3. Die Mitnutzung von geeigneten Kunsträumen an anderen Schulen in Harsewinkel hat sich als nicht realisiebar erwiesen, unter anderem deshalb, weil zu Kunst(Fach)räumen auch immer sog. Sammlungsräume erforderlich sind. Die letzte Anfrage des Gymnasiums insoweit an die Astrid Lingren Schule musste von dort negativ beschieden werden. Auch eine Nutzung „anderer“ Räume innerhalb des Gymnasiums ist definitiv nicht möglich.

4. Eine immer wieder gegen die neuen Kunsträume am/im Gymnasium ins Feld geführte „Mitnutzung“ von neuen Kunsträumen an der sich entwickelnden Gesamtschule, sticht schon aus schlichten Kostengründen nicht. Auch bei dieser Variante fallen nicht unerhebliche Baukosten an, die sich im Bereich der Kosten für die Aufstockung des Gebäudeteils G am Gymnasium bewegen. Was soll das Ganze dann?

5. Der Einwand sinkender Schülerzahlen greift ebenfalls nicht. Zum einen baut das Gymnasium zur zeit den sog. Ganztag auf, der noch nicht abgeschlossen ist. Zum anderen spricht der Schulentwicklungsplan erst in 2018, also in vier Jahren, von einem Rückgang der Schüler von ca. 22 aus. Wohlgemerkt eine Schätzung mit vielen Imponerabilien. Ansonsten hätte der gleiche Plan wohl kaum auch unter Berücksichtigung dieser Entwicklung der Schülerzahlen den Fehlbedarf von zwei Kunsträumen definitv festgestellt.

6. Eine umfangreiche Sanierung der feuchten Kellerkunsträume ist wirtschaftlich völliger Unsinn, um nicht ein anderes vielleicht passenderes Wort zu gebrauchen. Mir einem einfachen Maleranstrich ist es nicht getan. Und nach einer solchen Rrenovierung bleibt es ein altes Gebäude. D. U. weiß aus eigener Erfahrung mit seinem 1953 gebauten Elternhaus wovon er spricht. Und der bautechnische Aufwand, die damit verbundenen Behinderungen und Unanehmlickeiten sind im Übrigen genaoso groß, wie bei einer Aufstockung Einer der so renovierten Kellerräume steht außerdem dann mit seinen Fenstern direkt vor der Giebelwand der neuen Doppelsporthalle! Wieder eine klasse Verbesserung. Dieser Raum wäre ohnehin nur durch eine sog. Abgrabung zu belichten, und dann noch die 8 Meter hohe Giebelwand der Sporthalle. Einfach grandios. Ein dunkles Loch, vielleicht einmalig in der Schullandschaft, hoffentlich nicht in Harsewinkel.

7. Die seinerzeitige Unterbringung der Kunsträume im Kellergeschoss war von Anfang ganz eindeutig als absolute Notlösung ausdrücklich bezeichnet und angedacht worden. Nach dem rührenden pädagogischen oder finanziellem Motto: „besser als nichts!“

8. Genug der Einwände, mit welchen wir uns als verantwortungsbewusste Kommunalpolitiker sicher auseinander zu setzen haben. Die Einsicht in die klare Notwendigkeit und die großen Vorteile der Aufstockung des Gebäudeteils G überwiegen sehr deutlich. So unter anderem zu den vorstehend aufgeführten noch ein paar „weiche“ Argumente. Mit der Aufstockung im Stile des Gebäudetiels H ergibt sich eim abgeschlossenes, ein rundes Außenerscheinungsbild des Gymnasiums. 

Für die Schulkinder und Lehrer fällt keine wertvolle Unterrichtszeit durch Wanderschaften zu Räumen in anderen Schulen weg. Der  Raumbedarf  laut Gutachten ist auf einer Ebene einschließlich der notwendigen Sammlungsräume problemlos und kosten günstig dauerhaft zu realisieren. Hinter die Bautätigkeiten am Gymnasium könnten wir schnell, noch in diesem Jahr einen endgültigen Haken machen. Das erfreut jeden Bauherren aus vielerlei Gründen. Schon jetzt wählen viele insbesondere Schülerinnen das Fach Kunst als Abiturfach. Nicht nur mit Blick auf die sehr engagierten Lehrer, hier sei nur Herr Zumbansen genannt, sondern gerade auch aus Sicht der Schüler eine vernünftige Entscheidung. Allenthalben wird häufig das mangelnde Engagement frustrierter Lehrer beklagt. In Harsewinkel haben wir offensichtlich noch Pädagogen, die ihren Beruf leben. Gut für Harsewinkel.

Der eine oder andere des Ratskollegiums wird nun ächzen, was für ein Apell, wir sind doch nicht bei Gericht! Doch sind wir. Vor dem Kommunalgericht, ein Gericht von Eltern, Schülern und Lehrern. Sie haben auch das Recht, nach meiner Meinung sogar die Pflicht, uns zu beurteilen.
Werte Ratskolleginnen und –Kollegen. Als wir vor fast 25 Jahren mit dem Gymnasium Harsewinkel nach langen, heftigen Auseinandersetzungen starteten waren wir uns einig. Als es vor zwei Jahren um die Errichtung einer Gesamtschule ging, waren wir uns einig. Das hat dazu geführt, dass das Schulsystem in Harsewinkel sehr beachtet, gelobt wird. Eines unserer Alleinstellungsmerkmale! Dazu passen feuchte, …., Kellerkunsträume nicht. Ziehen wir auch diesmal wieder an einem Strang und das Urteil fällt gut aus.
Die CDU wird auch den weiteren Aufbau der Gesamtschule genauso emphatisch begleiten und fördern. Es gilt das geschriebene Wort.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Bünnigmann
CDU Fraktionssprecher

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